
Was ist Myzel? Funktion und Nutzen des Pilzgeflechts
Das eigentliche Leben eines Pilzes spielt sich unter der Oberfläche ab: ein Netz aus feinen Fäden, das zersetzt, ernährt und mit Pflanzenwurzeln Geschäfte macht.
Was ist Myzel?
Myzel ist der eigentliche Körper eines Pilzes: ein Geflecht aus hauchdünnen, verzweigten Fäden, den sogenannten Hyphen, die sich im Substrat zu einem Netz verweben. Es nimmt Wasser und Nährstoffe auf und sorgt dafür, dass der Pilz wächst und sich entwickelt.
Über das Myzel holt sich der Pilz Nährstoffe und Wasser aus seiner Umgebung. Mit seinen Hyphen breitet es sich aus und sucht nach organischem Material, das es zersetzen und als Nahrung nutzen kann.
In der Pilzzucht geht ohne Myzel gar nichts. Man startet mit Sporen oder einer bestehenden Kultur und impft damit ein passendes Substrat, damit sich die Hyphen ausbreiten und ein Myzelnetz bilden. Mit der Zeit durchwächst das Myzel das Substrat komplett, und wenn die Bedingungen stimmen, bildet es Fruchtkörper, also das, was wir als Pilze kennen, etwa Champignons.
Auch in der Landwirtschaft ist Myzel nützlich, weil es die Bodengesundheit verbessern und das Pflanzenwachstum fördern kann. Manche Pilze werden gezielt für die Mykorrhizierung eingesetzt: Sie gehen eine Symbiose mit den Pflanzenwurzeln ein und versorgen sie mit zusätzlichen Nährstoffen, was die Pflanzen widerstandsfähiger und ertragreicher macht.
Kurz gesagt: Das Myzel ist ein zentraler Teil jedes Pilzes und spielt eine Hauptrolle bei Ernährung und Fortpflanzung. Es ist der Schlüssel zur Zucht von Speisepilzen und zu gesünderen Böden in der Landwirtschaft.

Wozu dient das Myzel?
Das Myzel ist der vegetative Teil des Pilzes und besteht aus einem Netz feiner Fäden, den Hyphen. Diese wachsen und breiten sich im Substrat aus, in dem der Pilz lebt, und bilden eine Art Spinnennetz. Wichtig: Das Myzel ist die Phase, in der der Pilz aktiv wächst.
Zu seinen Aufgaben im Einzelnen:
- Zersetzung: Eine der wichtigsten Aufgaben des Myzels ist der Abbau von totem organischem Material. Zersetzerpilze ernähren sich von Laub, morschem Holz und anderen organischen Resten. Mit ihren Hyphen bauen sie diese Stoffe ab und verwandeln sie in einfachere Nährstoffe, die wieder in den Boden gelangen und so den Nährstoffkreislauf im Ökosystem am Laufen halten.
- Ernährung: Ohne Myzel kann sich ein Pilz nicht ernähren. Über die feinen Fäden nimmt er Wasser und Nährstoffe aus dem Substrat auf. So kann er wachsen, sich entwickeln und sich irgendwann fortpflanzen.
- Mykorrhiza: Das Myzel geht mit den Wurzeln vieler Pflanzen eine Symbiose zum gegenseitigen Nutzen ein, die sogenannte Mykorrhiza. Dabei wächst das Myzel an und in die Wurzeln und bildet ein Netz, das wie eine Verlängerung des Wurzelsystems funktioniert. Im Gegenzug liefert die Pflanze dem Pilz Kohlenhydrate und Zucker. Beide profitieren: Die Pflanze nimmt Nährstoffe und Wasser besser auf und wird widerstandsfähiger gegen Krankheiten.
- Grundlage der Pilzzucht: Bei der Zucht von Speisepilzen dient das Myzel als „Saatgut“, mit dem ein passendes Substrat besiedelt wird. Das Myzel wächst durch das Substrat, und wenn die Bedingungen passen, entstehen die Fruchtkörper, also der essbare Teil des Pilzes.
Fazit: Ohne Myzel kein Pilzwachstum. Es zersetzt organisches Material, ernährt den Pilz, geht Symbiosen mit Pflanzen ein und ist die Basis für die Zucht von Speisepilzen.

Was ist das Myzel eines Pilzes genau?
Das Myzel ist die wichtigste vegetative Struktur eines Pilzes. Es besteht aus einem Netz feiner Fäden, den Hyphen, die sich im Substrat verzweigen und verflechten. Diese Hyphen nehmen Wasser und Nährstoffe aus der Umgebung auf und versorgen damit den Pilz, damit er wachsen und sich entwickeln kann.
Myzel wächst im Boden genauso wie in verrottendem organischem Material, in Holz, Laub, Pflanzenresten und überall sonst, wo es gute Bedingungen findet. Über das Myzel zersetzt der Pilz organische Substanz, setzt dabei wichtige Nährstoffe für das eigene Wachstum frei und trägt zum Nährstoffkreislauf im Ökosystem bei.
Form und Farbe des Myzels hängen von der Pilzart und den Umweltbedingungen ab. Es kann weiß, braun, gelb oder bei manchen Arten sogar knallig gefärbt sein. Außerdem ist es die aktive Wachstumsphase des Pilzes: Aus dem Myzel entstehen die Fruchtkörper, also der sichtbare Teil, der für die Fortpflanzung zuständig ist.
Ohne Myzel kann ein Pilz weder überleben noch funktionieren. Bei manchen Arten geht das Myzel zudem eine Symbiose mit Pflanzenwurzeln ein, die Mykorrhiza, von der beide Seiten profitieren.
Das Myzel ist also das Netz aus feinen Fäden, das den vegetativen Körper des Pilzes bildet. Damit ernährt er sich, wächst, entwickelt sich und spielt eine Schlüsselrolle beim Abbau organischer Substanz und in der Symbiose mit Pflanzen.

Bei welcher Temperatur stirbt Myzel?
Bei welcher Temperatur das Myzel eines Pilzes abstirbt, hängt von der Pilzart und den konkreten Umweltbedingungen ab. Die meisten Pilze wachsen aber am besten in einem Bereich zwischen 20 °C und 30 °C.
Wird es wärmer, kann das Myzel Schaden nehmen, sein Wachstum einstellen und bei sehr hohen Temperaturen sogar absterben. Als grobe Faustregel gelten Temperaturen über 35 bis 40 °C für das Myzel vieler Pilze als schädlich.
Bei niedrigeren Temperaturen dagegen stellen manche Pilze zwar das Wachstum ein, sterben aber nicht zwangsläufig ab. Sie fallen in eine Art Ruhezustand und warten, bis die Bedingungen wieder besser sind.
Wie gut ein Myzel extreme Temperaturen wegsteckt, hängt auch von der Art und ihrer Anpassung an den jeweiligen Lebensraum ab. Dazu kommen Faktoren wie Feuchtigkeit und Nährstoffangebot, die ebenfalls über das Überleben mitentscheiden. Wer gesundes Myzel und kräftige Pilze will, muss deshalb alle Umweltfaktoren im Gleichgewicht halten.
DER CLUB
Werde Teil der Community
Grower mit Namen und Gesicht, rückverfolgbare Chargen, eine echte Community. Kein Gerede, keine leeren Versprechen.
Dem Club beitretenWEITERLESEN
ANBAUIndoor-Grow planen: Genetik, Licht, Lüftung und Blütezeit
Samen oder Stecklinge, LED oder NDL, Abluft unten oder oben: die Entscheidungen, die du vor dem ersten Indoor-Grow treffen solltest.
ANBAUWas sind Trichome? Arten, Funktion und warum sie zählen
Bulbös, sitzend oder gestielt: welche Harzdrüsen THC und Terpene bilden, wovor sie die Pflanze schützen und was ihre Farbe über die Ernte sagt.