
Welche Nährstoffe braucht Cannabis? Von NPK bis Spurenelement
Haupt-, Sekundär- und Mikronährstoffe: was deine Pflanze von Sämling bis Blüte braucht und wie du ohne Überdüngung durchkommst.
Welche Nährstoffe braucht deine Cannabispflanze?
Cannabis braucht vor allem die drei Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium (NPK), dazu die Sekundärnährstoffe Schwefel, Calcium und Magnesium und eine Reihe von Mikronährstoffen wie Zink, Eisen oder Mangan. Wie viel wovon, hängt von der Wachstumsphase ab.
Die drei großen Hauptnährstoffe, die Cannabispflanzen zum Wachsen brauchen, heißen NPK: Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). NPK ist das Grundgerüst jedes Cannabisdüngers und jeder Pflanze, die richtig abgeht. Außerdem brauchen Cannabispflanzen Kohlendioxid und Sauerstoff, die sie über die Luftzirkulation bekommen, und Wasserstoff, der aus dem Wasser stammt.
Dazu kommen die Sekundärnährstoffe, also Schwefel, Calcium und Magnesium.
Und schließlich gibt es eine größere Gruppe von Mikronährstoffen, die das Wachstum der Pflanze unterstützen. Zu diesen Spurenelementen gehören unter anderem Zink, Mangan, Eisen, Bor, Chlor, Cobalt, Molybdän und Silizium.
Wie und wann düngst du Cannabis?
Je nach Wachstumsphase braucht Cannabis unterschiedlich viele Nährstoffe. Meist wird mindestens einmal pro Woche gedüngt, zusammen mit ausreichend Gießwasser mit passendem pH-Wert.
Als Faustregel liegt der ideale pH-Wert für Cannabis in Erde zwischen 6,0 und 6,8. Wer hydroponisch growt, hält das Wasser bei einem pH von 5,5 bis 6,5.

Welches NPK-Verhältnis in welcher Phase?
Sämling: kaum oder gar kein Dünger. Warte am besten, bis ein paar Blätter da sind, bevor du die erste Dosis NPK-Dünger gibst.
Wachstumsphase: In Woche 1 ein NPK-Verhältnis von 2:1:2, also zwei Teile Stickstoff, ein Teil Phosphor und zwei Teile Kalium. Bis Woche 7 kannst du auf 10:5:7 hochgehen, in der späten Wachstumsphase dann auf 1:1:1.
Blüte: Jetzt geht es darum, Phosphor und Kalium hochzufahren. In der frühen Blüte lohnt sich Düngen, in den letzten Wochen, wenn sich die eigentlichen Buds gebildet haben, bringt es deutlich weniger.
Profi-Tipp: Nicht jedes Düngeschema ist gleich. Fang lieber mit weniger an als empfohlen und steigere dich langsam, damit du nicht überdüngst oder deine Pflanzen verbrennst.
Was ist eigentlich Dünger?
Einfach gesagt ist Dünger Pflanzennahrung aus natürlichen oder industriell hergestellten Stoffen, die auf Boden und Pflanzen ausgebracht wird, damit sie besser wachsen. Die Nährstoffe im Dünger helfen vielen verschiedenen Pflanzen, auch Zimmerpflanzen im Topf.

Warum ist Dünger für Cannabis so wichtig?
Mit den Nährstoffen aus dem Dünger bekommst du gesündere Pflanzen mit mehr Blattmasse und am Ende mehr Blüten. Wenn du große Buds willst, bringt dich der richtige Dünger dahin. Ohne guten Dünger schöpfen die Buds deiner Pflanzen ihr Potenzial womöglich nicht aus.
Welcher Dünger ist der beste?
Wenn du organisch growen willst, nimm einen natürlichen Cannabisdünger mit diesen Zutaten:
-
Nützliche Bakterien und Pilze
-
Humus
-
Fischmehl
-
Blutmehl
-
Fledermausguano
Welche Nährstoffe braucht Cannabis in der Blüte?
In der Blütephase hat Cannabis ganz eigene Ansprüche, damit hochwertige Buds entstehen. Wichtig sind die Makronährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K), die Sekundärnährstoffe Calcium (Ca) und Magnesium (Mg) und Mikronährstoffe wie Zink (Zn).
Stickstoff ist in den frühen Wachstumsphasen wichtig, in der Blüte solltest du ihn aber zurückfahren, weil zu viel Stickstoff die Budbildung bremsen kann. Phosphor dagegen spielt eine zentrale Rolle bei der Blütenbildung und sorgt für mehr Buds. Auch Kalium ist in der Blüte unverzichtbar: Es fördert die Bildung von Harz und ätherischen Ölen und verbessert so Qualität und Dichte der Buds.
Neben den Hauptnährstoffen brauchst du auch genug Sekundär- und Mikronährstoffe. Calcium zum Beispiel ist wichtig für stabile Zellstrukturen, Magnesium für die Bildung von Chlorophyll, ohne das keine Photosynthese läuft. Mikronährstoffe wie Zink braucht die Pflanze nur in kleinen Mengen, für eine saubere Blüte sind sie trotzdem wichtig.
Wichtig: Zu viel des Guten schadet auch in der Blüte. Überdüngung kann Blattverbrennungen verursachen und die ganze Pflanze schwächen. Orientier dich deshalb an einer Tabelle zu Mängeln und Nährstoffbedarf, damit deine Pflanzen in der Blüte das Richtige in der richtigen Menge bekommen.

Warum und wie düngst du deine Cannabispflanzen?
Düngen ist entscheidend, damit deine Pflanzen alle Nährstoffe für gesundes Wachstum und eine starke Blüte bekommen. Die Nährstoffe im Substrat werden aufgebraucht, während die Pflanzen wachsen, deshalb musst du sie mit Dünger wieder auffüllen.
Im Handel gibt es verschiedene Düngerarten, vor allem organische und mineralische Dünger. Organische Dünger stammen aus natürlichen Quellen und geben ihre Nährstoffe meist langsam und gleichmäßig ab. Mineralische Dünger enthalten die Nährstoffe dagegen konzentrierter, und die Wurzeln nehmen sie schnell auf.
Halte dich beim Düngen an die Herstellerangaben und an die passende Dosis. Starte am besten niedrig und steigere langsam, je nachdem, was deine Pflanzen brauchen und wie sie reagieren. Überdüngung schadet, weil sie zu Verbrennungen und Nährstoff-Ungleichgewichten führen kann.
Behalte außerdem den pH-Wert des Substrats im Blick. Er entscheidet mit, wie gut die Pflanzen an die Nährstoffe kommen. Für die meisten Cannabissorten ist ein leicht saurer pH-Wert zwischen 6 und 7 optimal. Ist er zu hoch oder zu niedrig, können die Wurzeln Nährstoffe nicht mehr aufnehmen, und es kommt zu Mangelerscheinungen.
Auch die Wachstumsphase spielt beim Düngen eine Rolle. In der Wachstumsphase brauchen die Pflanzen mehr Stickstoff für kräftiges Wachstum. In der Blüte brauchen sie mehr Phosphor und Kalium, damit sich die Buds gut entwickeln.
DER CLUB
Werde Teil der Community
Grower mit Namen und Gesicht, rückverfolgbare Chargen, eine echte Community. Kein Gerede, keine leeren Versprechen.
Dem Club beitretenWEITERLESEN
ANBAUIndoor-Grow planen: Genetik, Licht, Lüftung und Blütezeit
Samen oder Stecklinge, LED oder NDL, Abluft unten oder oben: die Entscheidungen, die du vor dem ersten Indoor-Grow treffen solltest.
ANBAUWas sind Trichome? Arten, Funktion und warum sie zählen
Bulbös, sitzend oder gestielt: welche Harzdrüsen THC und Terpene bilden, wovor sie die Pflanze schützen und was ihre Farbe über die Ernte sagt.