
Wie fühlt sich CBD an? Was Cannabidiol mit dir macht und was nicht
Kein High, kein Fressflash, eher Ruhe: Wie CBD sich anfühlt, wovon die Wirkung abhängt und was die Zahlen 1:1 oder 20:1 auf der Packung bedeuten.
CBD fühlt sich für die meisten ruhig und entspannt an: Es macht nicht high, löst keinen Fressflash aus und verändert die Wahrnehmung nicht wie THC. Wie stark du es spürst, hängt davon ab, wie du es nimmst, wie viel THC mit drin ist und wie dein Körper darauf reagiert.
Ob du ein sanftes High suchst, einen Kreativitätsschub, ein euphorisches Abheben oder Hilfe gegen Stress: Für jede Situation gibt es Sorten oder Produkte, die besser passen als andere.
Wer nicht auf das klassische, bekannte Kopf-High aus ist, das Tetrahydrocannabinol, kurz THC, auslöst, sondern eher auf die beruhigende, lindernde Seite von Cannabis, kann zu Cannabidiol (CBD) greifen.
Bevor wir tiefer ins CBD einsteigen, kurz zum THC.
THC ist der Hauptwirkstoff und für die meisten psychoaktiven Effekte von Cannabis verantwortlich. Ihm verdankst du also das „High“ bei jedem Trip.
THC schärft die Sinne ein bisschen, entspannt, sorgt für ein wohliges Gefühl und macht Appetit. Aber das ist nicht alles: Die Wirkung ist von Mensch zu Mensch verschieden. Manche spüren, wie sich ihr Zeitgefühl und ihr Körpergefühl verändern und die Stimmung in Richtung Euphorie oder Müdigkeit kippt. Außerdem verschlechtert THC das Kurzzeitgedächtnis, kann manche Erinnerungen dämpfen und andere hochholen. Wie gesagt: Alles hängt davon ab, wie du auf den Stoff reagierst.
Was genau ist CBD?
CBD ist eines der wichtigsten Cannabinoide der Pflanze. Cannabinoide sind die Wirkstoffe im Cannabis, die mit dem Endocannabinoid-System unseres Körpers interagieren. Dieses System produziert Botenstoffe, die viele Funktionen unterstützen, darunter Verdauung, Motorik und Schlaf.
THC nutzt dieses System, um die bekannten psychoaktiven Effekte auszulösen. CBD soll dagegen die Homöostase fördern, also das innere Gleichgewicht des Körpers. Und anders als THC macht CBD dich weder euphorisch noch schickt es dich nachts an den Kühlschrank.
CBD werden außerdem einige positive Effekte zugeschrieben: Studien deuten auf entzündungshemmende Eigenschaften hin, die schmerzende Muskeln und Gelenke beruhigen könnten, dazu beruhigende Effekte gegen Stress, und viele berichten von einem allgemein besseren Wohlbefinden.
Weil CBD therapeutisch interessant ist, nicht berauscht und sich leicht nehmen lässt, etwa als Öl, ist es eine attraktive Option für alle, die bei Cannabis vorsichtig sind und es zum ersten Mal ausprobieren. Laut zahlreichen Studien spielt das Cannabinoid auch in der Medizin eine wichtige Rolle, und es gibt bereits Behandlungen auf CBD-Basis.
Wie wirkt CBD?
Wie dein Körper auf CBD reagiert, hängt von mehreren Dingen ab:
1. Wie du es nimmst: Schluckst du es, etwa als Edible oder Öl, wird es langsamer aufgenommen, denn es muss erst durch den Verdauungstrakt. Dabei kann ein Teil der Wirkung verloren gehen, bevor es im Blut ankommt.
Mit Tinkturen unter der Zunge geht es dagegen viel schneller, und es geht weniger von der Wirkung verloren.
Es gibt auch Cannabis-Sorten mit überdurchschnittlich viel CBD, die du in einen Joint drehen oder in Bong und Pfeife rauchen kannst. Das Schöne an diesen Blüten: Sie bringen auch die Terpene mit, die zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen können.
Wenn du CBD-Produkte kaufst, achte außerdem auf die Angaben auf der Packung: Im Cannabis-Handel sind Blüten, Tinkturen und Kartuschen oft mit Verhältnissen wie 1:1, 4:1 oder sogar 20:1 beschriftet. Die Zahlen geben das Verhältnis von CBD zu THC im Produkt an. In einem 1:1-Produkt steckt zum Beispiel gleich viel CBD wie THC, du bekommst also eine ausgewogene Mischung aus beiden.
Bei der Auswahl solltest du den Entourage-Effekt im Kopf haben. Gemeint ist, dass CBD und THC zusammenarbeiten und sich gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken. Wenn es dir aber nur um die Effekte von CBD geht, nimm Produkte mit viel CBD oder ganz ohne THC, damit vermeidest du die psychoaktive Wirkung von THC am zuverlässigsten.
2. Deine Körperchemie: Neben den körperlichen Unterschieden hat jeder Mensch auch chemische Eigenheiten, die beeinflussen, wie er auf bestimmte Stoffe reagiert. Bei CBD heißt das: Dein Körper kann auf eine bestimmte Dosis ganz anders reagieren als der von jemand anderem. Deshalb empfehlen wir, mit kleinen Dosen anzufangen und dich langsam an die Wirkung und Intensität heranzutasten, die du suchst.
Wie fühle ich mich, wenn ich CBD nehme?
Wie schon gesagt: Wie sich CBD anfühlt, ob als Kapsel, Öl, Vape-Kartusche oder Balsam, hängt ganz von deinem Körper ab und davon, wie er den Wirkstoff aufnimmt.
Wie manche Medikamente können CBD-Produkte sehr leichte Nebenwirkungen haben, vor allem wenn du zu viel davon nimmst, also bei übertrieben hohen Dosen.
Mögliche leichte Nebenwirkungen sind:
Müdigkeit
Mundtrockenheit
Niedriger Blutdruck
Schwindel
Appetitlosigkeit
Bei äußerlicher Anwendung sind bisher kaum Nebenwirkungen bekannt. Halte dich trotzdem bei jeder Darreichungsform an die Dosierung des Herstellers, um unerwünschte Effekte zu vermeiden.
Insgesamt beschreiben die meisten ihre Erfahrung mit CBD als entspannend und wohltuend. Die beruhigende Wirkung kann bei Beschwerden helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen und gut in den Tag zu starten.
Manche berichten sogar, dass CBD ihnen geholfen hat, produktiver, kreativer und konzentrierter zu sein, und es für sie zum idealen Begleiter für lange Bürotage geworden ist.
Ganz egal, warum du CBD-Produkte kaufen willst: Sprich vorher mit einer Ärztin oder einem Arzt, damit du weißt, welche Dosis und welche Form für dich passen, und ob CBD mit Medikamenten, die du nimmst, in Wechselwirkung treten kann.
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