Wollläuse bekämpfen: 4 natürliche Mittel gegen Schmierläuse an Cannabis und Co.
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Wollläuse bekämpfen: 4 natürliche Mittel gegen Schmierläuse an Cannabis und Co.

Weiße Wattebäuschchen an Blättern und Stängeln? Dann sitzen Woll- oder Schmierläuse an deinen Pflanzen. So wirst du sie ohne harte Chemie wieder los.

VON CosechaLibre Redaktion4 MIN LESEZEIT

Wollläuse, auch Schmierläuse genannt (etwa die Zitrusschmierlaus, Planococcus citri), bekämpfst du am besten früh und mit natürlichen Mitteln: Schmierseifenlösung, Paraffinöl, Kieselgur oder eine Mischung aus Seife, Wasser und Spiritus. Die kleinen Schädlinge saugen Pflanzensaft und richten dabei an Blättern, Blüten, Früchten und Zweigen ordentlich Schaden an. Sie sind eine ernste Gefahr für Zierpflanzen und Zitrusfrüchte, und auch Cannabis verschonen sie nicht.

Hier bekommst du einen Überblick über die verschiedenen Schild- und Schmierlausarten, die Garten, Beet oder Wohnung befallen können, und dazu wirksame, einfache Methoden, mit denen du diese fiese Plage schnell loswirst und deine Pflanzen gesund hältst.

Welche Schild- und Wollläuse befallen Pflanzen?

Es gibt verschiedene Arten, die deinen Garten befallen können. Am häufigsten sind die Zitrusschmierlaus (Planococcus citri) und die Australische Wollschildlaus (Icerya purchasi). Diese Schädlinge scheiden eine watteartige Wachsschicht aus, die ihre Eier schützt und die Bekämpfung erschwert.

Schildläuse gehören zu den häufigsten Schädlingen im Garten. Die etwa 3 Millimeter großen Insekten befallen viele verschiedene Pflanzen und verstecken sich an der Blattunterseite. Die Männchen haben Flügel und sehen aus wie winzige Fliegen, die flügellosen Weibchen legen rund 2.000 Eier und schützen sie mit einer watteartigen Wachsschicht.

Wollläuse sind gräulich oder hellgelb, oval und immer von einer watteartigen Schicht bedeckt. Sie lieben warmes, feuchtes Klima, starke Kälte hält sie dagegen in Schach.

Zu den häufigsten Arten in tropischem Klima gehören:

  • Langdornige Schmierlaus (Pseudococcus longispinus)
  • Tomatenschmierlaus (Pseudococcus affinis)
  • Kommaschildläuse (Lepidosaphes)
  • Graue Zitrusschildlaus (Parlatoria pergandii)
  • Schwarze Ölbaumschildlaus (Saissetia oleae)
  • Chinesische Wachsschildlaus (Ceroplastes sinensis)

Wenn du diese Arten kennst, kannst du sie leichter erkennen und gezielter bekämpfen, damit deine Pflanzen gesund und schön bleiben.

So wirst du Wollläuse los

Je früher du die Läuse entdeckst, desto besser kannst du deine Pflanzen schützen. Gelbe Blätter, abfallende Blüten und Früchte und ein insgesamt kränklicher Eindruck deuten auf einen Befall mit Wollläusen hin. Auch Ameisen können ein Hinweis sein, denn sie werden vom süßen Honigtau angelockt, den die Läuse ausscheiden.

Hast du die Läuse entdeckt, helfen diese vier natürlichen Methoden:

  1. Schmierseifenlösung
    Kaliseife (Schmierseife) ist ein natürliches Insektizid, das die Haut der Läuse aufweicht und sie erstickt. Die Methode wirkt gut, ist umweltfreundlich und ideal, wenn du deine Pflanzen ohne aggressive Chemie schädlingsfrei halten willst.
  2. Paraffinöl
    Paraffinöl legt einen Schutzfilm um die Pflanze und wirkt als natürliches Langzeit-Insektizid. Besonders nützlich ist es bei Oliven- und Zitronenbäumchen, die es dauerhaft vor Schildläusen schützt.
  3. Kieselgur
    Kieselgur (Diatomeenerde) trocknet die Läuse aus, sobald sie damit in Berührung kommen. Die Methode ist nicht die bekannteste, eignet sich aber hervorragend gegen Wollläuse an Kakteen und Sukkulenten, also überall dort, wo eine schonende Behandlung gefragt ist.
  4. Seife und Spiritus
    Misch Flüssigseife mit Trinkwasser und Brennspiritus zu gleichen Teilen (teste die Mischung vorher an einem Blatt: Zu viel Alkohol kann die Blätter verbrennen). Die Lösung wirkt gut gegen Wollläuse, ist im Handumdrehen selbst gemacht und eine schnelle, günstige Lösung gegen die Plage.

Wollläuse können deinen Pflanzen gefährlich werden, aber du musst nicht gleich zur harten Chemie greifen. Diese natürlichen Methoden sind umweltfreundlich, wirken gut gegen die Läuse und halten deine Pflanzen gesund und kräftig.

Wollläusen an Cannabispflanzen vorbeugen: weitere Tipps

Wollläuse sind schwer zu entdecken und können großen Schaden anrichten, wenn du sie nicht rechtzeitig stoppst. Mit diesen praktischen Tipps beugst du einem Befall vor und hältst deinen Garten gesund:

1. Feuchtigkeit kontrollieren

Vermeide zu viel Feuchtigkeit. Gieß mit Maß und sorg dafür, dass der Boden gut abläuft. Wollläuse fühlen sich in feuchter Umgebung wohl, eine niedrige Feuchtigkeit ist deshalb entscheidend.

2. Ameisen im Auge behalten

Ameisen können Wollläuse herumtragen und so ihre Ausbreitung fördern. Achte auf Ameisenstraßen und halte die Ameisen in deinem Garten in Schach, damit sich die Läuse nicht weiter verbreiten.

3. Regelmäßig schneiden und kontrollieren

Schneide deine Pflanzen regelmäßig zurück und kontrolliere die Unterseiten von Blüten und Blättern, die Lieblingsverstecke der Wollläuse. Gepflegte, regelmäßig gecheckte Pflanzen machen es dir leichter, Schädlinge früh zu entdecken und loszuwerden.

4. Töpfe und Untersetzer reinigen

Wasch deine Töpfe und Untersetzer gründlich mit viel Wasser und Seife. Regelmäßiges Putzen entfernt Eier und Larven, die sich dort verstecken können, und verhindert, dass sie auf andere Pflanzen übergehen.

5. Erde austauschen

Hast du immer wieder mit Befall zu kämpfen, tausch die Erde aus. Verseuchte Erde kann Schädlingen als Rückzugsort dienen, und neue Erde hilft, die Plage loszuwerden und künftigem Befall vorzubeugen.

Mit diesen Tipps beugst du Wollläusen wirksam vor und hast sie im Griff. So bleibt dein Garten gesund und schädlingsfrei, mit einfachen, aber wichtigen Handgriffen.