Cannabis-Badesalz selber machen: Rezept mit Bittersalz plus Badebomben
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Cannabis-Badesalz selber machen: Rezept mit Bittersalz plus Badebomben

Cannabisöl aus decarboxylierten Blüten, Bittersalz und ein paar Tropfen Lavendel: So baust du dir dein eigenes Entspannungsbad.

VON CosechaLibre Redaktion4 MIN LESEZEIT

Cannabis-Badesalz machst du in zwei Schritten selbst: Zuerst stellst du aus decarboxylierten Blüten und Kokosöl ein Cannabisöl her, dann mischst du es unter Bittersalz (Epsom-Salz), auf 700 g Salz etwa 14 g Öl. Ins warme Badewasser kommen 170 bis 350 g davon, und mindestens 20 Minuten bleibst du drin. Das kostet einen Bruchteil von fertigem Badesalz und ist kein Hexenwerk.

Seit Cannabis auch bei Leuten beliebt ist, die gar nicht rauchen, boomen Wellness-Produkte von Lotionen und Cremes bis zu Salben und Balsamen. Badesalz mit Cannabis ist eine besonders entspannte Art, die Pflanze in die Pflegeroutine einzubauen.

Hier erfährst du alles, was du wissen musst: wie du Badesalz selber machst, was es bringen kann und wie du daraus sogar Badebomben baust.

Cannabisblatt in Nahaufnahme

Wofür ist Badesalz gut?

Badesalz besteht aus gemahlenen Mineralien, die du ins Badewasser gibst, um zu entgiften, die Haut zu peelen, dich zu entspannen oder Schwellungen zu lindern. Es kann aus verschiedenen Salzen gemacht werden: Meersalz, Bittersalz (Epsom-Salz, also Magnesiumsulfat), Steinsalz oder besonderen Salzen aus Regionen wie dem Himalaya oder dem Toten Meer. Alle haben ähnliche Eigenschaften und tun Körper und Kopf gut.

Fertiges Cannabis-Badesalz ist nicht gerade billig. Selbst gemacht kostet es dich nur einen Bruchteil von dem, was du im Laden für das gleiche Produkt zahlst.

Was bringt ein Bad mit Cannabis-Badesalz?

Ein entspannendes Bad mit Cannabis-Badesalz ist eine der schönsten Arten, buchstäblich in Cannabis einzutauchen. Viele schwören auf das Gefühl danach.

Ob du dein selbst gemachtes Badesalz mit THC, CBD oder beidem machst: Die Cannabinoide könnten auf die CB2-Rezeptoren in deiner Haut wirken (wie viel davon im Bad tatsächlich aufgenommen wird, weiß man allerdings kaum). Darüber wird das Endocannabinoid-System angesprochen, das in vielen Bereichen dafür sorgt, dass der Körper im Gleichgewicht bleibt.

Vor allem entspannt dich ein grünes Bad an Körper und Kopf: weniger Stress, lockere Muskeln. Manche nutzen Cannabis-Badesalz auch, um Schmerzen zu lindern.

Bei Entzündungen durch Allergien, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Arthritis setzen manche auf äußerlich angewendetes Cannabis. Ein Schaumbad mit Cannabis könnte da eine angenehme Ergänzung sein.

Darüber hinaus berichten Nutzer von diesen Vorteilen:

Gut für die Haut

Selbst gemachtes Badesalz kann deiner Haut guttun und hilft, sie geschmeidig und frisch zu halten. Manche nutzen es auch bei Hautproblemen wie Schuppenflechte, Ekzemen oder Schuppen, die Belege dafür sind allerdings dünn.

Cannabispflanzen in der Blüte

Besser schlafen

Ein Bad mit Cannabis-Badesalz entspannt tief, was gerade Leuten mit unregelmäßigem Schlafrhythmus guttun kann.

Schmerzen lindern

Viele greifen zu Cannabis, um Schmerzen und Regelkrämpfe zu lindern, und Patientinnen berichten von Erleichterung. Außerdem deuten einige Studien darauf hin, dass CBD Entzündungen durch Allergien, Arthritis oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen dämpfen könnte.

Stress abbauen

Baden entspannt, Cannabis entspannt. Kombinier beides und lass den Stress im Badewasser.

Cannabis-Badesalz selber machen: so geht's

Cannabis-Badesalz entsteht in zwei Schritten. Zuerst machst du Cannabisöl, das dann mit den anderen Zutaten gemischt wird. Dasselbe Öl kannst du auch für andere Produkte nutzen, etwa für Lotionen oder für Edibles. Wenn dir also die Idee gefällt, im Bad einen Brownie oder ein paar Gummibärchen mit Cannabis zu snacken, bist du mit diesem Öl flexibel.

Zutaten für das Cannabisöl

  • 15 bis 30 g getrocknete Blüten oder Schnittreste
  • 500 ml Kokosöl
  • DAS BRAUCHST DU AUSSERDEM
  • Backblech
  • Kochtopf
  • Herd
  • Käsetuch (Mulltuch)
  • Gummiband
  • Glas mit weiter Öffnung

Anleitung

  1. Heiz den Ofen auf 115 °C vor.
  2. Entferne die Stängel von Blüten oder Schnittresten und zerkleinere alles mittelfein bis fein.
  3. Verteil das zerkleinerte Gras auf dem Backblech.
  4. Ab damit für eine halbe Stunde in den Ofen.
  5. Gib das geröstete (decarboxylierte) Gras zusammen mit dem Kokosöl in einen Topf auf den Herd.
  6. Lass alles bei niedriger Hitze eine Stunde köcheln und rühr ab und zu um.
  7. Spann das Käsetuch mit dem Gummiband über die Öffnung des Glases und lass es leicht durchhängen, sodass es wie ein Trichter wirkt.
  8. Gieß das Öl durch das Tuch, um möglichst viel Pflanzenmaterial abzufiltern.
  9. Wenn nichts mehr durchtropft, drück das Tuch aus, damit du auch den letzten Tropfen erwischst.

Zutaten für das selbst gemachte Badesalz

  • Bittersalz (Epsom-Salz)
  • Cannabisöl
  • Ätherische Öle (optional)
  • Glas mit weiter Öffnung
  • Messbecher und Messlöffel

Anleitung für das Badesalz

  1. Gib 700 g Bittersalz in das Glas.
  2. Füg 14 g Cannabisöl hinzu und misch alles gut durch.
  3. Wiederhole das, bis das Salz mit Öl überzogen, aber nicht komplett durchtränkt ist.
  4. Wenn du magst, gib ein paar Tropfen ätherisches Öl für deinen Lieblingsduft dazu. Beliebt sind Lavendel, Orange und Minze.
  5. Lass die Mischung ein bis zwei Stunden ziehen, bevor du sie benutzt.
  6. Für die volle Wirkung nimm 170 bis 350 g Salz pro Bad und bleib mindestens 20 Minuten im Wasser.

Badebomben mit Cannabis

Misch 224 g Natron mit 150 g Cannabis-Badesalz, 112 g Maisstärke und 112 g Zitronensäure. Gib nach und nach Wasser dazu, bis die Mischung leicht feucht ist. Gut durchrühren und in runde Silikonformen füllen. Die Konsistenz sollte am Ende an feuchten Sand erinnern. Über Nacht trocknen lassen.