
Cannabis-Dünger selber machen: 9 Hausmittel aus Küche und Garten
Kaffeesatz, Bananenschalen, Holzasche, Bierhefe, Wurmhumus: Was du zu Hause schon hast, kann deine Pflanzen gratis füttern – wenn du weißt, wann was passt.
Brauchbaren Cannabis-Dünger kannst du aus Küchenresten und Haushaltskram selbst machen: Kaffeesatz, Bananenschalen-Tee, Holzasche, Bierhefe, Einweichwasser von Hülsenfrüchten, Eierschalen, Wurmhumus, Gemüsekochwasser und sogar verdünnter Urin. Im Growshop gibt es jede Menge Dünger zu kaufen, aber auch mit dem, was du zu Hause hast, kannst du deinen Pflanzen ordentlich was Gutes tun.
So bekommst du einen Grow in Top-Qualität hin, ohne Geld für Markendünger auszugeben – selbst gemacht, natürlich und zu 100 % umweltfreundlich.
9 Hausmittel als Dünger für Cannabis
Kaffee:
Wenn du morgens Kaffee trinkst, heb den Kaffeesatz für die Pflanzen auf und misch ihn in die Erde – als Dünger für den Grow ist er ideal. Kaffee ist super für Cannabispflanzen, weil er Säuren enthält, die nützliche Bakterien fördern, und die braucht deine Pflanze, um kräftig zu wachsen. Du kannst Kaffee auch flüssig verwenden: Die Reste (eine halbe Tasse) in einem Liter Wasser verdünnen und 24 Stunden stehen lassen. Mit der Mischung gießt du einmal pro Woche.

Bananentee oder Bananenschalen:
Bananen hat fast jeder im Haus. Wirf die Schalen nicht weg, denn gekochte Bananenschalen sind top für die Pflanzen. Wie geht Bananentee? Das Rezept: einen Liter Wasser mit 3 Bananenschalen und einem Esslöffel Zucker etwa 10 Minuten kochen, abkühlen lassen, Schalen raus und mit der Flüssigkeit gießen – das versorgt die Pflanzen mit Kalium und Aminosäuren. Bananentee ist ideal für die Blüte und soll helfen, die Buds auf natürliche Weise dicker zu machen. Du kannst ihn in den letzten sechs Wochen der Blüte geben.
Viele Grower geben Zucker, um die Buds dicker zu machen, oder Honig, wenn kein Zucker da ist – handfeste Belege, dass das funktioniert, gibt es allerdings nicht.
Holzasche:
Wenn es kalt wird und der Kamin oder Holzofen läuft, wirf die Asche nicht weg – du kannst sie als Cannabis-Dünger nutzen. Zwei Dinge sind wichtig: Das Holz sollte von Laubbäumen stammen, und die Asche eignet sich vor allem für die Blüte. Es muss reine Holzasche sein, und du solltest sie eine Woche trocken lagern, bevor du sie unter die Erde mischst. Aber Vorsicht: Asche ist stark basisch und hebt den pH-Wert der Erde, also nur sparsam verwenden.
Du kannst auch eine halbe Tasse Holzasche in einem Liter Wasser auflösen und ein paar Stunden ziehen lassen, oder Kaffee und Asche kombinieren. Damit gießt du deine Cannabispflanzen und hebst den Kalium- und Phosphorgehalt.
Merk dir: Das ist einer der besten selbst gemachten Dünger für Cannabis in der Blüte.
Bierhefe:
Achtung: Das ist nicht dieselbe Hefe wie die zum Brotbacken! Bierhefe ist reich an Mineralien, Aminosäuren und Proteinen und ein echter Allround-Dünger. So geht's: einen Esslöffel Bierhefe in einem Liter Wasser auflösen. Damit bekommen deine Pflanzen Phosphor, Kalium und Mineralien – ideal für die Blütephase.
Hülsenfrüchte-Tee:
Dieser organische Dünger ist klasse für die Wurzeln, weil Hülsenfrüchte voller Auxine (Wachstumshormone) stecken. Dafür weichst du eine Tasse Hülsenfrüchte, etwa Bohnen oder Linsen, einen Tag lang in einem Liter Wasser ein. Erwärm sie dann kurz mit dem Einweichwasser und gieß die Flüssigkeit durch ein Sieb ab. Damit gießt du – und die Wurzeln legen richtig los.
Hülsenfrüchte sind als besonders nährstoffreich bekannt und gelten als Booster für das Wachstum der Pflanze und ihrer Wurzeln, ebenso dafür, wie sich die Pflanze dem Licht entgegenstreckt.
Eierschalen
Falls du es noch nicht wusstest: Eierschalen gehören zu den natürlichsten Düngern für Cannabis, weil sie reich an Calcium sind. Damit versorgst du deine Pflanze bestens. Sie bestehen vor allem aus Calciumcarbonat, das nach und nach an die Erde abgegeben wird.

Wurmhumus
Wurmhumus ist neben den Eierschalen einer der besten selbst gemachten Dünger für Cannabis. Besonders in der Wachstumsphase ist er ideal.
Wurmhumus entsteht, wenn du organische Reste in einem Komposter sammelst und Kompostwürmer dazugibst. Die fressen die Reste, zersetzen sie und verwandeln sie in einen erdigen Wurmkot, der echt Gold wert ist: vollgepackt mit N, P, K, Fe, Mg, C, Zn, B, Cu, Mn, Auxinen sowie Humin- und Fulvosäuren.
Kochwasser von Spinat und anderem Gemüse
Gedünsteter oder gekochter Spinat (und viele andere Gemüsesorten) gibt beim Kochen einen Teil seiner Nährstoffe ans Wasser ab. Ist das Wasser abgekühlt, kannst du es zum normalen Gießen nehmen und so Kalium, Calcium und Eisen zuführen.
Urin
Klingt eklig, gehört aber auf die Liste: Frischer menschlicher Urin ist eine brauchbare, ungiftige Quelle für Stickstoff, Phosphor und Kalium. Vor allem der Stickstoff ist nützlich, deshalb ist Urin ein guter Flüssigdünger für die Wachstumsphase. Er muss aber stark verdünnt werden, bevor er ins Substrat kommt – niemals pur draufgeben.
Selbst gemachter Dünger für die Wachstumsphase: Was braucht die Pflanze?
In der Wachstumsphase brauchen Cannabispflanzen viel Stickstoff für reichlich gesunde Blätter und Stängel und mittlere Mengen Phosphor für ein gutes Wurzelsystem.
Diese Versorgung solltest du auch in den ersten Wochen der Blüte beibehalten, denn dann kommt der „Stretch“, die Streckphase, in der die Pflanzen noch viel mehr Stickstoff brauchen. Läuft die Blüte richtig, hältst du den Stickstoff niedrig und erhöhst den Phosphor, weil der für eine üppige Blüten- und Fruchtbildung sorgt.
Kalium braucht die Pflanze in jeder Phase, vor allem aber in der Blüte – am besten doppelt so viel wie Stickstoff. Denn Phosphor erhöht die Zahl der Buds, Kalium ihr Volumen und Gewicht.
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