Wie viel Kälte verträgt Cannabis? Was unter 20 °C mit deiner Pflanze passiert
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Wie viel Kälte verträgt Cannabis? Was unter 20 °C mit deiner Pflanze passiert

Kalte Wurzeln bremsen das Wachstum und täuschen Nährstoffmangel vor: So erkennst du Kälteschäden, bevor du falsch nachdüngst.

VON CosechaLibre Redaktion3 MIN LESEZEIT

Cannabis verträgt weniger Kälte, als viele denken, und das Problem beginnt schon bei Zimmertemperatur: Fällt die Raumtemperatur im Growzelt oder Schrank unter 20 °C, kann die nasse Erde im Topf auf 16 °C abkühlen. Ab da wächst die Pflanze langsamer, nimmt Nährstoffe schlechter auf und zeigt Mangelsymptome. Wie stark die Temperatur Wachstum, Gesundheit und Ertrag beeinflusst, siehst du unten.

Extreme Temperaturschwankungen mag Cannabis gar nicht. Wird es zu kalt, gerät die ganze Entwicklung ins Stocken.

Wie viel Kälte hält Cannabis also aus? Und was passiert, wenn es zu kalt wird?

Kalte Erde, kalte Wurzeln: Was Kälte im Substrat anrichtet

Cannabispflanzen reagieren besonders empfindlich auf niedrige Temperaturen, und Kälte kann ihnen ernsthaft schaden. Das erste Problem, wenn die Wurzeln auskühlen: Das Wachstum bremst ab. Passiert das in den ersten Wochen, können die Pflanzen sogar komplett stehen bleiben.

Dazu verblassen die Blätter und verfärben sich deutlich, wenn du nicht gegensteuerst und die Temperatur hochholst. Mit der Zeit können die Blätter absterben (Nekrosen) und Flecken bekommen – ein Zeichen für ernsthafte Schäden. Der Grund: Bei Kälte können die Pflanzen die Nährstoffe aus dem Boden nicht mehr richtig aufnehmen, und es kommt zu Mangelerscheinungen.

Der Klassiker beim Growen im Winter: Kälte mit Nährstoffmangel verwechseln

Viele Grower halten diese Symptome für einen Nährstoffmangel und düngen nach – damit wird alles nur noch schlimmer. Merk dir: Fällt die Mindesttemperatur im Growraum, etwa in einem Schrank, unter 20 °C, kann die feuchte Erde im Topf auf bis zu 16 °C abkühlen.

Bei diesen Werten zeigen Cannabispflanzen früher oder später Mangelsymptome und bauen ab, und das kann dir den Ertrag ordentlich verhageln.

Eine kontrollierte Umgebung, in der die Temperaturen nicht zu tief fallen, ist deshalb Pflicht, wenn du gesunde Pflanzen willst und dir die Folgen der Kälte ersparen möchtest.

Was Kälte beim Growen mit Tageslicht zu Hause anrichtet

Niedrige Temperaturen bremsen den Stoffwechsel der Cannabispflanze deutlich. Muss die Pflanze dauerhaft Kälte aushalten, verlangsamt sich ihre Entwicklung Schritt für Schritt. Je kälter, desto langsamer das Wachstum.

Das trifft direkt das Wurzelsystem, das sich nicht mehr richtig entwickeln kann. Dadurch nimmt die Pflanze wichtige Nährstoffe wie Magnesium schlechter auf, die sie für Wachstum und Blüte dringend braucht. Am Ende stehen kleinere Buds von schlechterer Qualität.

Hab die Temperaturen deshalb immer im Blick und steuer gegen, bevor deine Pflanzen durch die Kälte nach und nach schwächeln. Wer das schleifen lässt, erntet weniger, und die Pflanzen schöpfen ihr Potenzial nie aus.

Kann Kälte auch gut sein? Geschmack, Aroma und Farbe

Kälte macht Probleme, hat aber auch ein paar Vorteile. Einer davon: Sie hilft, den Gehalt an Terpenen in den Blüten hochzuhalten, was für aromatischere Buds sorgen kann.

Hohe Temperaturen in der Blüte dagegen können Trocknung und Curing der Buds verschlechtern, Terpene abbauen und Geruch und Geschmack der Blüten ruinieren.

Außerdem kann Kälte für richtig schöne Farben sorgen. In den letzten Blütewochen färben sich bei manchen Sorten die Blätter durch die kühlen Temperaturen dunkellila, rot oder bläulich. Das sieht nicht nur gut aus, sondern kann auch auf viele Farbstoffe und Flavonoide in den Blüten hindeuten.

Unterm Strich gilt: Halte die Temperaturen über den ganzen Grow im Gleichgewicht, dann holst du das Maximum an Qualität und Optik aus deinen Pflanzen.