
Cannabis-Zucker selber machen: Weed-Zucker mit Alkohol-Tinktur
Edibles ohne Butter und Öl: Mit einer Tinktur aus decarboxyliertem Gras und etwas Geduld am Ofen wird aus normalem Zucker ein vielseitiger Cannabis-Zucker.
Cannabis-Zucker ist normaler Zucker, den du mit einer Alkohol-Tinktur aus decarboxyliertem Gras tränkst: Du legst die Blüten in hochprozentigen Alkohol ein, mischst die Tinktur unter den Zucker und lässt den Alkohol im Ofen verdampfen. Wer schon mal Edibles gemacht hat, weiß: Normalerweise geht nichts ohne Butter oder Öl, denn um Cannabinoide und Terpene herauszulösen, musst du sie in der Regel in Fett ziehen lassen. Beim Cannabis-Zucker übernimmt der Alkohol diese Rolle.
Cannabis-Zucker eröffnet neue Möglichkeiten und ist so vielseitig wie jeder andere Zucker. Geschmack und Konsistenz bleiben gleich, und in jedem Rezept verhält er sich wie normaler Haushaltszucker. Er bringt einfach ein kleines Extra mit – für Erwachsene.
Cannabis-Zucker ist kein Hexenwerk. Du brauchst nur Cannabis, Zucker, hochprozentigen Alkohol und ein paar ganz einfache Küchenskills.
Schritt eins: Decarboxylieren
Cannabinoide werden erst durch Hitze aktiviert. Beim Rauchen passiert das sofort, mit jedem Klick am Feuerzeug und jedem Zug.
Um Zucker (oder Öl, Butter oder was auch immer) mit Cannabis anzureichern, musst du die Cannabinoide vorher aktivieren. Das nennt sich Decarboxylierung, und auch wenn der Name kompliziert klingt, ist es total einfach. Hier findest du die Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Decarboxylieren und warum es so wichtig ist.
Für Cannabis-Zucker brauchst du hochprozentigen, lebensmitteltauglichen Alkohol, decarboxyliertes Cannabis und Zucker. Rohrohrzucker oder Kokosblütenzucker funktionieren auch.
Zuerst setzt du die Tinktur an, also den Alkohol mit dem decarboxylierten Gras. Das klappt in jedem Mischverhältnis: Gib das Cannabis in ein Glas und gieß den Alkohol darüber. Der Alkohol sollte das Gras gerade so bedecken, und im Glas muss noch Luft bleiben, damit du alles durchschütteln kannst.
Beim ersten Mal schüttelst du das Glas kräftig, damit sich Alkohol und Cannabis gleichmäßig vermischen. Dann 5 Minuten stehen lassen und wieder schütteln. Das Ganze viermal wiederholen. Nach 20 Minuten ist der Alkohol mit Cannabis angereichert. Jetzt siebst du das Pflanzenmaterial mit einem Sieb, einem Mulltuch oder einem feinen Metallsieb ab.
Für den nächsten Schritt stellst du den Ofen auf die niedrigste Stufe, etwa 90 °C. Alkoholdämpfe sind brennbar: Lüfte gut und halte offene Flammen fern.
Gib nach und nach Zucker in eine Tasse Cannabis-Alkohol und rühr dabei ständig um. Am Ende sollte das Ganze wie nasser Sand aussehen. Dickflüssig, nicht suppig.
Ist die Mischung fertig, streich sie gleichmäßig auf ein mit Alufolie ausgelegtes Backblech und schieb es auf die mittlere Schiene. Der Alkohol braucht etwa 20 Minuten, um zu verdampfen. Rühr den Zucker ungefähr alle 5 Minuten um, damit der Alkohol gleichmäßig verdunstet.
Hol den Cannabis-Zucker aus dem Ofen und lass ihn etwa eine halbe Stunde auf der Arbeitsfläche stehen, weiter alle fünf Minuten umrühren. Der restliche Alkohol verdampft, und übrig bleibt trockener, leicht gerösteter Zucker mit Cannabis.
In den Kühlschrank muss der Zucker nicht, aber er braucht Schutz: Halte Luft, Feuchtigkeit und Licht möglichst von ihm fern, bis du ihn benutzt.
Was kannst du mit Cannabis-Zucker machen?
Kaffee oder Tee süßen, oder ihn über Gebäck streuen. In jedem Rezept, in dem Zucker steckt, kannst du Cannabis-Zucker nehmen, und wenn du es leichter willst oder es nicht so reinknallen soll, mischst du ihn einfach mit normalem Zucker.
Weed-Zucker zu machen ist leichter, als es klingt – du musst dich nur ans Rezept halten. Denk dran: Cannabis wird vor jedem Rezept decarboxyliert, und wie stark dein Zucker wird, hängt davon ab, wie stark und wie sauber die Blüten sind.
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