Cannabisblätter verwerten: 8 Ideen für deine Erntereste
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Cannabisblätter verwerten: 8 Ideen für deine Erntereste

Hasch, Cannabutter, Öl, Tee, Kompost und sogar Pizza: Was du aus Blättern, Trim und Wurzeln machen kannst, statt sie wegzuwerfen.

VON CosechaLibre Redaktion6 MIN LESEZEIT

Aus Cannabisblättern und Ernteresten kannst du trockenes Hasch, Cannabutter, Cannabis-Öl, Tee oder Kompost machen, und aus den Wurzeln sogar eine Creme. Nach der Ernte bleibt nämlich jede Menge Pflanzenmaterial übrig: große und kleine Blätter, kleine Buds und alles, was du sonst noch weggeschnitten hast. Grower nennen das Trim oder Schnittreste. 

Je nach Genetik, Pflege und Schnitt holst du aus den Resten mal mehr, mal weniger raus, im besten Fall schön harzig. Wenn du von deinen Ernteresten richtig profitieren willst, setz auf ertragreiche Sorten mit viel Harz. 

Statt die Reste einfach in die Tonne zu werfen, kannst du einiges damit anstellen. Hier die gängigsten Ideen:

Trockenes Hasch aus Blättern und Trim sieben

Trockenes Hasch ist eine der beliebtesten Verwertungen: Aus 200 g Resten bekommst du etwa 30 bis 40 g Hasch. Eine der einfachsten und verbreitetsten Methoden: Reste ein paar Stunden einfrieren und dann über einem Sieb oder Metallgitter schütteln. 

Darunter brauchst du einen Behälter, in den das Pulver fällt. Schüttel etwa 5 Minuten, sammel das Hasch dann mit einer Karte ein und schüttel weiter. Je länger du schüttelst, desto mehr Hasch bekommst du, allerdings sinkt die Qualität mit jeder Runde. 

Cannabutter aus Ernteresten machen

Cannabutter steckt meistens in Edibles wie Brownies, Kuchen und Keksen. Je nach Qualität der Sorte brauchst du dafür etwa 20 bis 30 g Reste. 

Heiz den Ofen auf 100 °C vor, leg die Reste auf ein mit Alufolie ausgelegtes Blech und lass sie etwa 20 bis 30 Minuten drin. Am besten rührst du alle 10 Minuten vorsichtig um, damit nichts verbrennt und alles gleichmäßig decarboxyliert.

Wenn alles abgekühlt ist, kommen die decarboxylierten Reste zusammen mit der Butter in ein Glasgefäß. Das stellst du ins Wasserbad, bis die Butter geschmolzen ist. Wichtig: Die Mischung darf nicht über 95 °C kommen und nie kochen. Profi-Tipp: Gib mehr Wasser ins Wasserbad, dann bleibt die Temperatur niedriger. Nach 2 bis 3 Stunden die Butter abseihen und in den Kühlschrank stellen, bis sie fest ist und sich unten im Glas das überschüssige Wasser absetzt. Dann ist sie einsatzbereit. 

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Cannabis-Olivenöl aus Resten ansetzen

Cannabis-Olivenöl ist eine gute Möglichkeit, Cannabis zu konsumieren, ohne zu rauchen. Wie Cannabutter verwendest du es am besten kalt, im Salat oder bei Gerichten, die nicht stark erhitzt werden. 

 

Du brauchst ein gutes Olivenöl. Erwärm es in einem Topf bei mittlerer Hitze, bis sich die ersten kleinen Bläschen zeigen. Dann Herd aus und die decarboxylierten Reste dazugeben. Nach 2 bis 3 Stunden im Öl füllst du alles in ein Glasgefäß ab. Kühl gelagert hält es bis zu einem Jahr.

Tee aus Cannabisblättern kochen

Tee ist eine der bekanntesten Arten, Cannabisblätter zu verwenden, und schnell gemacht:

a) Setz einen Topf Wasser auf und lass die decarboxylierten Blätter darin 30 Minuten bei schwacher Hitze köcheln.

b) Gib einen halben Esslöffel Kokosöl oder einen Schuss Vollmilch dazu und würz nach Geschmack mit Honig, Zitrone oder Minze. Das Fett nimmt die Cannabinoide auf, dadurch wird der Tee stärker als mit Wasser allein.

c) Durch ein Sieb oder feines Mulltuch abseihen, damit die Pflanzenreste rausbleiben.

Fertig ist ein selbstgemachter Cannabis-Tee. Die Blätter enthalten zwar deutlich weniger als die Blüten, aber auch in ihnen stecken Cannabinoide und Terpene, die du so nutzen kannst.

Manche geben Cannabisblätter auch in Salate oder Säfte. Der THC-Gehalt ist dabei sehr niedrig, ein klassisches High gibt es also nicht. Den Blättern werden außerdem entgiftende, verjüngende und nervenschützende Effekte nachgesagt, weil frisches Cannabis neuroprotektiv wirken soll. Gut belegt ist das beim Menschen allerdings nicht.

Kompost aus Cannabisblättern: Nährstoffe für den nächsten Grow

Auch Kompost ist eine nachhaltige, umweltfreundliche Option: Die Cannabisblätter kommen auf den Kompost, und ihre Nährstoffe landen im nächsten Grow. So brauchst du weniger Kunstdünger. 

Auf den Kompost dürfen Blätter und Zweige, so fällt kaum Müll an.

Eigener Kompost ist einer der einfachsten Wege zu einem komplett organischen Grow. 

Creme aus Cannabiswurzeln selber machen 

Selbstgemachte Cremes mit Cannabis haben einen großen Vorteil: Du weißt genau, was du dir auf die Haut schmierst, und es sind keine Chemikalien drin, die reizen könnten. 

Cannabis-Cremes werden häufig bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt. Dafür kannst du auch die Wurzeln nutzen, die nach der Ernte übrig bleiben. Hack sie klein und mahl sie zu einem gleichmäßigen Pulver. Dieses Wurzelpulver mischst du dann mit Flüssigkeit oder Fett zu selbstgemachten Cremes und Ölen, um die Pflanze auch über die Haut zu nutzen.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, Cannabis-Reste zu verwerten. Du brauchst nur die Reste und das passende Zubehör für das, was du machen willst. Das hier sind einige der bekanntesten und einfachsten Ideen.

Dünger für Cannabis selber machen

Wer zu Hause Cannabis anbaut, kann seine Pflanzen auch mit selbstgemachtem Dünger natürlich versorgen. Klar, jede Pflanze ist anders und hat ihren eigenen Nährstoffbedarf. Trotzdem hier ein einfaches Rezept zum Ausprobieren:

Rezept für selbstgemachten Cannabis-Dünger: Zutaten:

  • Bananenschalen: reich an Kalium und anderen wichtigen Nährstoffen.
  • Eierschalen: liefern Kalzium und weitere Mineralien.
  • Kaffeesatz: bringt Stickstoff und andere nützliche Nährstoffe mit.
  • Wasser: die flüssige Basis, die die Nährstoffe aus den Zutaten zieht.

So geht's:

  1. Sammle Bananen- und Eierschalen und wasch sie ab, damit keine Rückstände dranbleiben.
  2. Zerkleinere Bananen- und Eierschalen im Mixer oder in der Küchenmaschine, bis sie fein sind.
  3. Misch die zerkleinerten Schalen in einem passenden Gefäß mit dem Kaffeesatz.
  4. Gieß so viel Wasser dazu, dass alles bedeckt ist, und rühr gut um.
  5. Lass die Mischung mehrere Tage stehen und rühr ab und zu um.
  6. Nach ein paar Tagen seihst du die Mischung ab, um die festen Reste vom flüssigen Dünger zu trennen.
  7. Verdünn den Dünger mit Wasser im Verhältnis 1 Teil Dünger zu 10 Teilen Wasser.

So bekommen deine Cannabispflanzen auf natürliche Weise zusätzliche Nährstoffe. Behalt aber Gesundheit und Wachstum deiner Pflanzen im Blick, um Menge und Art der Nährstoffe bei Bedarf anzupassen. Und informier dich gut darüber, was deine Pflanze konkret braucht, damit der Grow gesund und erfolgreich läuft.

Pizza mit Cannabis

Cannabis-Gerichte wie die Cannabis-Pizza sind eine kreative Art, die Wirkung von Gras über die Küche zu genießen. Es gibt jede Menge Cannabis-Rezepte, und die Pizza ist einer der Klassiker.

Für eine Cannabis-Pizza brauchst du ein paar bestimmte Zutaten:

  1. Pizzateig: selbstgemacht oder fertig aus dem Supermarkt.

  2. Cannabis-Öl oder Cannabutter: Damit das Cannabis in die Pizza kommt, brauchst du vorher ein Öl oder eine Butter mit Cannabis.

  3. Belag: was du magst, zum Beispiel Tomatensoße, Käse, Gemüse, Fleisch und so weiter.

So könnte deine Cannabis-Pizza aussehen:

  1. Cannabis-Öl oder Cannabutter vorbereiten: Rezepte dafür findest du online jede Menge. Öl oder Butter sind die Träger für die psychoaktiven Inhaltsstoffe des Cannabis.

  2. Pizzateig vorbereiten: Mach den Teig selbst oder nimm einen fertigen, ganz wie du willst.

  3. Roll den Teig auf einem Pizzablech aus und verteil Tomatensoße oder was du sonst als Basis nimmst.

  4. Träufel das Cannabis-Öl oder die Cannabutter auf den Teig. Wie viel, hängt von deinem Geschmack und der gewünschten Stärke ab. Verteil es gleichmäßig.

  5. Jetzt kommt der Belag drauf: Käse, Gemüse, Fleisch und so weiter.

  6. Back die Pizza nach den Angaben im Teigrezept, bis der Rand goldbraun und der Belag gar ist.