Cannabutter im Wasserbad: das einfache Rezept plus vegane Kokosöl-Variante
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Cannabutter im Wasserbad: das einfache Rezept plus vegane Kokosöl-Variante

Erst decarboxylieren, dann eine halbe Stunde im Wasserbad: So wird Cannabutter ohne Küchendrama – und so klappt’s vegan mit Kokosöl.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

 

Einfaches Rezept für Cannabutter im Wasserbad

Cannabutter ist ganz normale Butter, in der die Wirkstoffe von Cannabis gelöst sind – ohne Pflanzenreste. Du decarboxylierst die Blüten bei 110 °C im Ofen, lässt sie dann eine halbe Stunde im Wasserbad in geschmolzener Butter ziehen und seihst ab: Fertig ist eine Butter, die die natürlichen Wirkstoffe der Pflanze enthält, allen voran THC und CBD.

Meistens landet Cannabutter in Edibles, vor allem in Gebäck wie Brownies, Keksen und Kuchen. Du kannst sie aber überall nehmen, wo normalerweise Butter reingehört: in die Pasta, dünn aufs Frühstückstoast oder als Klecks auf einen Berg Kartoffelpüree.

Die gute Nachricht: Du musst weder Sternekoch noch Cannabis-Nerd sein, um gute Cannabutter hinzukriegen. Du brauchst nur das nötige Wissen, etwas Geduld und ein bisschen Ordnung in der Küche.  Cannabutter ist eine richtig effiziente Art, Cannabis zu konsumieren. Sie ist diskret, vielseitig und easy zu machen. 

Ganz WICHTIG: Wenn du Cannabis isst, verbrennen die Cannabinoide nicht (THC/CBD). Dazu kommt: Die Leber baut THC in eine stärkere Verbindung um, 11-Hydroxy-THC. Deshalb setzt die Wirkung später ein, hält länger an und knallt deutlich mehr. Halt dich an die Mengen, übertreib es nicht – und dann viel Spaß.

Decarboxylierung

Das zerkleinerte Cannabis vorher im Ofen zu erhitzen, nennt man Decarboxylierung: Erst dadurch werden THC, CBD und die anderen Cannabinoide aktiv. Rohe Blüten enthalten vor allem die sauren Vorstufen wie THCA, die beim Essen kaum wirken. Außerdem können sich die Fette aus Butter oder Öl danach leichter mit dem Cannabis verbinden – so wird die Infusion am besten.

Was du brauchst:

  • 25 g Cannabisblüten
  • Einen Grinder oder eine Schere
  • Eine Auflaufform

Die Schritte sind wirklich simpel. Heiz den Ofen auf 110 °C vor und gib das vorher gegrinderte oder klein geschnittene Cannabis (nicht zu fein) in die Auflaufform – am besten eine aus Glas. 

Bei niedriger Hitze bleibt es 20 bis 45 Minuten im Ofen. Am besten schaust du alle 15 Minuten nach und rührst einmal durch. 

Jetzt kommt die Butter

Du brauchst:

  • 250 g Butter
  • 1/2 Liter Wasser
  • Einen Kochtopf
  • Eine hitzefeste Glasschüssel fürs Wasserbad
  • Das vorher decarboxylierte Cannabis
  • Ein Mulltuch oder ein feines Sieb

Profi-Tipp: Heb bei der nächsten Ernte alles auf, was „übrig“ bleibt und noch Harz dran hat – Blattschnitt und kleine Buds sind perfekt für genau so was.

Bring das Wasser im Topf zum Kochen und stell die Glasschüssel mit der Butter obendrauf. Sobald die Butter geschmolzen ist, kommt das decarboxylierte Cannabis dazu. Jetzt eine halbe Stunde lang immer wieder umrühren, damit sich das Harz von den Blüten löst und ins Fett übergeht. Die Wärme setzt die Decarboxylierung fort, und die Cannabinoide werden weiter aktiviert. 

Zum Schluss seihst du die Butter ab, füllst sie in ein Gefäß und lässt sie mindestens 6 Stunden abkühlen. Danach kannst du sie für andere Rezepte verwenden oder morgens aufs Brot schmieren und voll durchstarten.

Und wenn du vegan lebst? Dann gibt’s hier eine supersimple vegane Variante – aus dem Ofen! Du brauchst 15 g zerkleinertes Cannabis, eine Tasse Kokosöl und eine Auflaufform aus Glas. Zuerst decarboxylierst du das Cannabis wie oben beschrieben. Dann zerkleinerst du das decarboxylierte Gras gut und gibst das Kokosöl in dieselbe Form. Bei 110 °C bleiben das decarboxylierte, zerkleinerte Cannabis und das Kokosöl 3 Stunden zusammen im Ofen; etwa jede halbe Stunde umrühren. Nach den 3 Stunden hat das Öl einen hellen, grünlich-gelben Schimmer – das Zeichen, dass es fertig ist und raus kann.

Zum Schluss durch ein richtig feines Sieb abseihen: Mulltuch, Metallsieb oder notfalls ein Teesieb.  Sobald das Öl abgekühlt ist, kommt das Glas in den Kühlschrank. Du kannst es genauso verwenden wie normale Butter, in jedem Rezept, das Butter braucht.

Selbstgemachte Cannabutter im Glas

Wie isst man Cannabutter?

So gehst du vor, wenn du Cannabutter essen willst:

  1. Cannabutter herstellen: Es gibt viele Rezepte, aber am verbreitetsten ist, das Cannabis direkt in der Butter ziehen zu lassen. Dafür zerkleinerst du zuerst das decarboxylierte Cannabis fein. Dann schmilzt du die Butter bei niedriger Hitze in einem Topf und gibst das gemahlene Gras dazu. Etwa 2 bis 3 Stunden bei kleiner Flamme ziehen lassen und ab und zu umrühren. So gehen die Cannabinoide in die Butter über. Danach seihst du die Butter ab, damit keine Pflanzenreste drinbleiben, und füllst sie in ein passendes Gefäß.

  2. Cannabutter in Rezepten verwenden: Sobald die Cannabutter fertig ist, kannst du damit alles Mögliche kochen und backen. Nimm sie statt normaler Butter für Kekse, Brownies, Kuchen, Brot oder anderes Gebäck. Du kannst sie auch in Soßen und Dressings rühren oder Gemüse darin anbraten.

Ganz wichtig ist die Dosierung: Fang mit kleinen Mengen an, denn gegessenes Cannabis kann stärker und länger wirken als geraucht. Wann die Wirkung einsetzt und wie heftig sie wird, ist außerdem von Mal zu Mal verschieden. Also Geduld: Warte mindestens eine Stunde – lieber länger –, bevor du nachlegst, und schau erst mal, was passiert.

Wie decarboxyliert man Cannabis?

Die Decarboxylierung ist der entscheidende Schritt, um die Cannabinoide im Gras zu aktivieren, also etwa THC und CBD. Dafür heizt du den Ofen auf 110 bis 120 °C vor. Dann brichst du die Buds in kleinere Stücke und verteilst sie gleichmäßig auf einem Backblech. Das Cannabis bleibt etwa 30 bis 45 Minuten im Ofen; in dieser Zeit wandeln sich die sauren Cannabinoide in ihre aktive Form um. Danach ist das decarboxylierte Cannabis bereit für alle möglichen Zubereitungen, zum Beispiel Edibles oder Extrakte.

 

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