Cannabispflanze geht ein? Erste Hilfe in drei Schritten
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Cannabispflanze geht ein? Erste Hilfe in drei Schritten

Schlappe Blätter, gelbe Spitzen, nichts geht mehr? Symptome lesen, Gießplan prüfen, Düngeplan korrigieren: So rettest du deine Pflanze.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Wenn deine Cannabispflanze eingeht, steckt meist eines von drei Problemen dahinter: falsches Gießen (zu viel oder zu wenig), Nährstoffmangel oder Überdüngung, oft verstärkt durch einen schiefen pH-Wert. Erste Hilfe heißt deshalb: ruhig bleiben, Symptome lesen, dann Gießplan und Düngeplan prüfen und korrigieren. Die meisten Pflanzen erholen sich, wenn du früh genug reagierst.

Hier gehen wir Schritt für Schritt durch, wie du eine schlappe Pflanze wieder auf die Beine bringst.

Schritt 1: Symptome einer kranken Cannabispflanze richtig deuten

Wenn deine Cannabispflanzen schwächeln, musst du zuerst die Symptome lesen, um die Ursache zu finden. So gehst du die häufigsten Probleme an:

Junge Cannabis-Sämlinge

1. Gelbe Blätter:

Gelbe Blätter können vieles bedeuten: zu viel gegossen, zu wenig gegossen oder Nährstoffmangel. Zu viel Wasser lässt die Wurzeln ersticken, zu wenig trocknet die Pflanze aus. Auch Stickstoffmangel färbt die Blätter gelb, typischerweise von unten nach oben.

2. Zu viel gegossen:

Zu viel Wasser durchnässt das Substrat, die Wurzeln bekommen keinen Sauerstoff mehr, und im schlimmsten Fall fängt die Wurzel an zu faulen. Die richtige Wassermenge ist hier alles.

3. Zu wenig gegossen:

Zu wenig Wasser setzt die Pflanze unter Trockenstress, besonders bei großer Hitze oder in Trockenphasen. Ein vernünftiger Gießrhythmus ist die Basis für gesunde Pflanzen.

4. Stickstoffmangel:

Stickstoff braucht die Pflanze für gesundes Wachstum, fehlt er, werden die Blätter gelb. Ein ausgewogener Dünger mit Stickstoff kann den Mangel beheben.

5. Nährstoffverbrennung:

Wenn du dich fragst, warum die Blätter deiner Cannabispflanze gelb werden, kann auch Überdüngung schuld sein. Zu viel Dünger verbrennt die Blätter, die Spitzen werden gelb und braun. Halte dich an die Dosierangaben und kipp nicht mehr Nährstoffe rein als nötig.

Wer diese Probleme früh und gezielt angeht, hilft seinen Pflanzen, sich zu erholen und wieder durchzustarten. Behalte die Symptome im Blick und pass deine Pflege an, dann bleiben die Pflanzen gesund und kräftig.

Schritt 2: Den Gießplan genau unter die Lupe nehmen

Schwächeln deine Cannabispflanzen, lohnt sich ein genauer Blick darauf, wie du gießt. So überprüfst du deinen Gießplan und bringst die Pflanzen wieder in Form:

1. Führ ein Grow-Tagebuch:

Wer genau notiert, wann und wie viel gegossen wurde, versteht seine Pflanzen viel besser. Schreib Häufigkeit und Wassermenge auf und beobachte, wie die Pflanzen reagieren. So kannst du gezielt nachjustieren und vermeidest zu viel oder zu wenig Wasser.

2. Eine überwässerte Pflanze retten:

Zeigen deine Pflanzen Anzeichen von zu viel Wasser, etwa hängende oder gelbliche Blätter, musst du schnell für besseren Abfluss sorgen und seltener gießen. Nimm die Untersetzer weg, damit sich kein Wasser staut, und stell die Töpfe auf eine Schicht Kies, damit es besser abläuft. Pass die Gießabstände mithilfe deines Grow-Tagebuchs an den tatsächlichen Bedarf an.

Cannabispflanze mit Regentropfen

3. Eine vertrocknete Pflanze retten:

Ist die Erde knochentrocken und die Blätter welk, braucht die Pflanze sofort Wasser. Gieß gründlich, bis das ganze Substrat durchfeuchtet ist und alle Wurzeln genug abbekommen.

Wenn du nicht so oft gießen kannst wie nötig, denk über eine Tropfbewässerung nach. Prüf außerdem die Topfgröße und topf bei Bedarf in größere Töpfe um, damit ausgewachsene Pflanzen genug Wasser zur Verfügung haben.

Mit diesen Anpassungen und einem wachsamen Auge auf den Bedarf deiner Pflanzen kommen sie wieder zu Kräften und wachsen gesund weiter. Jede Pflanze ist anders, also richte den Gießplan nach den Bedingungen in deinem Grow.

Schritt 3: den Düngeplan deiner Cannabispflanzen prüfen

Die richtige Nährstoffversorgung ist die Grundlage für gesundes Wachstum. Zu viel oder zu wenig Dünger führt aber schnell zu Überdüngung oder Mangel. Zeigen deine Pflanzen Anzeichen eines Nährstoffungleichgewichts, musst du den Düngeplan prüfen und anpassen. So geht's:

1. Schau in dein Grow-Tagebuch:

Wenn du ein Grow-Tagebuch führst, geh deinen Düngeplan und die bisher verwendeten Mengen durch. Hast du zuletzt etwas umgestellt? Eine Gabe vergessen? Wer Unregelmäßigkeiten findet, versteht schneller, woher die Nährstoffprobleme kommen.

2. Prüf das NPK-Verhältnis:

Achte darauf, dass dein Dünger für jede Wachstumsphase das passende Verhältnis von Stickstoff, Phosphor und Kalium (NPK) liefert. In der Wachstumsphase brauchen Cannabispflanzen mehr Stickstoff für die Blattbildung, in der Blüte mehr Phosphor und Kalium für die Buds. Sorg in jeder Phase für die richtige Balance.

3. Behalte den pH-Wert der Erde im Blick:

Gerät der pH-Wert aus dem Gleichgewicht, kommt es zur Nährstoffblockade: Die Wurzeln können die Nährstoffe nicht mehr richtig aufnehmen. Miss mit einem pH-Messgerät, wie sauer oder basisch dein Substrat ist, und halte den Wert im optimalen Bereich von 6,0 bis 6,5. Dann kann die Pflanze die Nährstoffe auch wirklich verwerten.

4. Überdüngung beheben:

Hast du zu viel gedüngt und zeigen sich Verbrennungen, handle schnell. Spül das Substrat mit pH-korrigiertem Wasser durch, um überschüssige Salze auszuwaschen, und dünge danach sparsamer. Mit einem EC- bzw. TDS-Messgerät kontrollierst du den Nährstoffgehalt deiner Düngerlösung und verhinderst, dass du wieder überdüngst.

Mit diesen Schritten und einem Düngeplan, der zu deinen Pflanzen passt, bekommst du Nährstoffprobleme in den Griff und sorgst für gesundes Wachstum. Wer dauerhaft auf die Bedürfnisse seiner Pflanzen achtet, wird am Ende mit einer guten Ernte belohnt.