
CBD, CBG und CBN im Vergleich: Was die Cannabinoide unterscheidet
Cannabinoide sind die natürlichen Wirkstoffe aus den Harzdrüsen der Cannabispflanze – und CBD, CBG und CBN spielen dabei ziemlich unterschiedliche Rollen.
CBD, CBG und CBN sind alle Cannabinoide, unterscheiden sich aber deutlich: CBD kommt reichlich in der Pflanze vor und berauscht nicht, CBN entsteht erst, wenn THC altert, und wirkt nur schwach berauschend, und CBG ist selten – seine Vorstufe CBGA gilt als Ausgangsstoff, aus dem die Pflanze die anderen Cannabinoide bildet. Bleibt die Frage: Was genau ist eigentlich ein Cannabinoid?
Kurz gesagt: Cannabinoide sind die natürlichen Verbindungen, die in den Harzdrüsen der Cannabispflanze stecken. Bekannt sind sie für eine ganze Reihe möglicher therapeutischer und medizinischer Wirkungen.
Cannabinoide wirken, indem sie mit dem Endocannabinoid-System des Menschen zusammenspielen. Studien deuten darauf hin, dass sie Schmerzen, Angst, Krampfanfälle und Übelkeit lindern können. Außerdem werden sie als Entzündungshemmer und bei Hautproblemen wie Ekzemen und Ausschlägen untersucht.
Jedes Cannabinoid hat seine eigenen Eigenschaften, aber sie können auch zusammenwirken und sich gegenseitig ergänzen, sodass der Körper sie effizienter verarbeitet.
Was unterscheidet CBD, CBG und CBN?
CBD
Neben Tetrahydrocannabinol (THC) ist Cannabidiol (CBD) das bekannteste Cannabinoid, vor allem weil es in der Cannabispflanze so reichlich vorkommt. Im Nutzhanf ist es sogar das häufigste Cannabinoid überhaupt.
Beliebt ist CBD auch, weil es Studien zufolge Schmerzen und Entzündungen lindern kann, ohne die psychoaktive Wirkung von THC. Deshalb gilt es meist als „sicherer“. Außerdem ist es das Cannabinoid, das sich am günstigsten legal gewinnen und herstellen lässt – kommerziell also ein beliebter Kandidat.
Tatsächlich ist ein Medikament auf CBD-Basis von der US-Arzneimittelbehörde FDA zur Behandlung bestimmter Formen von Krampfanfällen zugelassen.
CBD gibt es als Tinkturen, Gummibärchen, Kapseln, Cremes und mehr. Häufig eingesetzt wird es bei Entzündungen, Schlafproblemen, Angst, Krampfanfällen und Spasmen, Suchtproblemen und Schmerzen.
CBN
So populär CBD auch ist: Cannabinol (CBN) war tatsächlich das erste Cannabinoid, das isoliert wurde, und zwar Ende der 1890er-Jahre; seine Struktur wurde in den 1930ern aufgeklärt. Die Pflanze bildet es nicht direkt, sondern es entsteht, wenn THC in der Pflanze mit der Zeit oder durch Hitze und Sauerstoff abgebaut wird. CBN wirkt leicht berauschend, laut einigen Untersuchungen aber nur mit etwa einem Viertel der Stärke von THC.
CBN wird als Entzündungshemmer, gegen Schmerzen, zur Anregung des Knochenwachstums und für besseren Schlaf erforscht, die Belege sind aber noch dünn.
CBG
Cannabigerol (CBG) entsteht aus seiner Vorstufe, der Cannabigerolsäure (CBGA), die auch als „Mutter aller Cannabinoide“ bezeichnet wird. Alle oben genannten Cannabinoide starten als CBGA, das die Pflanze in andere Verbindungen umbaut, die sich wiederum durch Licht und Hitze weiter verändern.
CBG ist extrem selten und macht in den meisten Cannabissorten weniger als 1 % aus. Deshalb braucht es eine aufwendige Extraktion, was es wertvoll und teuer macht. Einige Hanfbauern versuchen allerdings, Sorten zu züchten, die von Natur aus viel CBGA bilden, ohne es in andere Stoffe umzuwandeln. Das steckt noch in den Anfängen, hat aber schon vielversprechende Ergebnisse gebracht.
Erforscht wird CBG unter anderem für die Regeneration des Hautmikrobioms, gegen Schmerzen und zur Muskelentspannung, gegen Entzündungen sowie bei Angst und Depressionen. Auch zu Glaukom wird geforscht, und es werden neuroprotektive und antibakterielle Eigenschaften untersucht. Außerdem wird es als Appetitanreger für Menschen mit HIV oder Essstörungen untersucht.
Auch wenn CBD und die anderen Cannabinoide immer beliebter werden: Informier dich gut und sprich mit Fachleuten, bevor du eines davon nimmst. Produkte auf Cannabinoid-Basis wirken nicht einfach, weil ein bestimmter Stoff drin ist. Sie müssen richtig zusammengesetzt sein, hochwertige Zutaten enthalten und auf einen konkreten Zweck abgestimmt sein.
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