CBD-Cocktails mixen: Mixologie mit Cannabis und zwei Rezepte
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CBD-Cocktails mixen: Mixologie mit Cannabis und zwei Rezepte

Cannabis-Drinks sind der neue Hype an der Bar – wir trennen Werbeversprechen von offenen Fragen, mixen zwei Klassiker mit CBD und sagen, warum THC und Alkohol nicht ins selbe Glas gehören.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

CBD-Cocktails sind Drinks, in die ein paar Tropfen CBD-Tinktur oder CBD-Öl gemixt werden – sie sollen entspannen, ohne high zu machen. Alkohol bleibt trotzdem drin, und Cannabis und Alkohol verstärken sich gegenseitig: Maß halten ist Pflicht. In den US-Bundesstaaten, in denen Cannabis für Erwachsene legal ist, ist der Markt geradezu überschwemmt worden: Cocktails, Sprudelwasser und alkoholfreie Weine mit Cannabis-Zusatz stehen dort längst im Regal.

Vermarktet werden diese Cannabis-Getränke als gesündere Alternative ohne Kater. Sie sind beliebt, aber Ärzt:innen und Cannabisforscher:innen haben Bedenken und jede Menge offene Fragen zu Sicherheit und Wirkung.

Cannabis-Getränke: Risiken und offene Fragen

Die Drinks versprechen ein Erlebnis ohne die Nachwehen von Alkohol, doch Fachleute sehen gewisse Risiken und Fragen, auf die es noch keine klaren Antworten gibt. Weil es kaum gründliche Forschung zu den gesundheitlichen Folgen von Drinks mit Cannabis gibt, ist unklar, wie man sie am besten konsumiert und was sie mit Gehirn und Körper machen.

Drinks mit CBD oder THC: wirklich die gesündere Wahl?

Auch wenn Getränke mit CBD oder THC gern ein Gesundheits-Image verkaufen, warnen Fachleute vor möglichen Risiken – und davor, diese Fragen erst zu klären, wenn die Produkte noch beliebter geworden sind.

Fehlende klare Regeln, keine Ahnung, wie sich das langfristig auf die Gesundheit auswirkt: Cannabis-Getränke sind für Konsument:innen und Fachleute gleichermaßen eine Herausforderung.

Warum die Forschung den Cannabis-Drinks hinterherläuft

Die Nachfrage steigt so schnell, dass die Forschung kaum hinterherkommt. Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen fehlt deshalb solides Wissen über Risiken und Nutzen. Die Frage bleibt: Sind diese Drinks wirklich eine gesündere Alternative oder ein mögliches Gesundheitsrisiko? Je weiter die Branche wächst, desto dringender braucht es gründliche Studien und klare Regeln.

Genug der Vorrede – heute geht es um Mixologie und Cocktails mit Cannabis.

Cocktailkunst vs. Mixologie: Was ist der Unterschied?

Mixologie ist mehr als Drinks zusammenkippen: Sie ist ein Spielfeld für Innovation, auf dem einzigartige Cocktails entstehen. Dafür braucht es nicht nur Handwerk, sondern auch ein tiefes Verständnis der Zutaten und der Chemie hinter den Mischungen. Ihre Wurzeln reichen bis in die Prohibition in den USA (1920–1933) zurück, als Flüsterkneipen aufwendige Cocktails erfanden, um den miesen Fusel zu tarnen, den es damals gab.

Seitdem hat sich die Mixologie enorm verändert: frische Zutaten, verfeinerte Techniken und viel mehr Fokus auf Qualität und Präsentation. Moderne Mixolog:innen bleiben nicht bei den Klassikern stehen, sondern trauen sich an neue Aromen und Erlebnisse und heben die Cocktailkunst auf ein ganz neues Level.

Die klassische Cocktailkunst konzentriert sich dagegen auf die Grundlagen: traditionelle Cocktails zubereiten und feste Rezepte hinter der Bar nachbauen. Barkeeper lernen den Umgang mit dem Basiswerkzeug und feilen an Techniken wie Shaken, Abseihen, Servieren und Flambieren. Show und Präsentation spielen eine Rolle, aber meist hält man sich an die Rezepte des Hauses.

Die Mixologie gibt sich mit dem Üblichen nicht zufrieden und sucht ständig nach neuen Wegen, den Gaumen zu überraschen. Mixolog:innen tüfteln, experimentieren mit ungewöhnlichen Aromakombinationen und setzen auf moderne Geräte, die das Trinkerlebnis auf eine höhere Stufe bringen.

Dieser mutige, kreative Ansatz macht die Mixologie zu einer Kunst, die sich ständig weiterentwickelt und die Grenzen der klassischen Cocktailkunst sprengt.

CBD-Cocktails zum Nachmixen

CBD-Fans haben in der Cocktailwelt eine neue Spielwiese entdeckt: Tinkturen wie CBD sind zur Überraschungszutat geworden, die das Trinkerlebnis verändert.

Seit Cannabis in mehreren US-Bundesstaaten auch für Erwachsene legal ist, tüfteln Profi-Mixolog:innen an Cocktails, die nicht nur gut schmecken, sondern entspannen sollen – ohne das High von THC.

Alkoholbasierte CBD-Tinkturen sind dabei die erste Wahl, weil sich das Cannabinoid damit sauber in den Drink einbinden lässt. Beworben werden die Drinks gegen Stress, Schlafprobleme und Schmerzen und als gesündere Art, entspannt und sorglos zu werden – belastbare Studien dazu gibt es, wie oben gesagt, bisher kaum.

Mezcal-Margarita mit CBD

Zutaten:

  • 30 ml Mezcal
  • 30 ml Aquavit (optional)
  • 22 ml Limettensaft
  • 22 ml Agavensirup
  • 30 ml Saft aus Cannabisblättern oder dein liebster grüner Saft
  • 1 Prise Meersalz
  • 15 mg CBD-Tinktur

Zubereitung:

Mezcal, Aquavit, Limettensaft, Agavensirup, grünen Saft, Salz und CBD-Tinktur mit Eis in einen Shaker geben.
Kräftig shaken und in einen Tumbler mit Eis abseihen.
Mit einem Cannabisblatt, essbaren Blüten oder Gemüse garnieren.

Gin Tonic mit CBD

Zutaten:

  • 45 ml Gin
  • 105 ml Tonic Water
  • 7,5 ml Limettensaft
  • 15 mg CBD-Öl
  • Aromaten wie Cannabisblätter, Limettenscheiben, Grapefruitzesten, essbare Blüten, Kräuter und Pfefferkörner

Zubereitung:

Gin, Limettensaft und Tonic in einem Weinglas verrühren und mit Eis auffüllen.
Die Aromaten nach Geschmack dazugeben.
Das CBD-Öl oder die Tinktur obendrauf geben.
Wenn du auf den Geschmack gekommen bist, probier dich weiter durch: Mint Julep, Pimm's Cup oder Dry Martini, jeweils mit CBD. Achte auf die Dosis – und vor allem: Alkohol und Cannabis verstärken sich gegenseitig. Kommt THC ins Spiel, drohen schnell Schwindel, Übelkeit, Kreislaufprobleme oder ein Horrortrip; THC und Alkohol mischst du deshalb besser gar nicht. Auch CBD kann zusammen mit Alkohol müder machen. Bleib bei wenigen Drinks, iss vorher etwas und setz dich danach auf keinen Fall ans Steuer.