
Gras aufbewahren: Glas, Humidor oder Titandose?
Kühl, dunkel, trocken, das weiß jeder. Aber wie kühl, wie trocken und in welchem Behälter? Der Überblick, damit deine Ernte monatelang gut bleibt.
Am besten bewahrst du Gras in einem luftdichten Behälter an einem kühlen, dunklen Ort auf, bei 59 bis 63 % Luftfeuchtigkeit und unter 25 °C. So bleiben deine Buds nach dem Ernten und Trocknen über Monate richtig gut.
Also: Wie lagerst du Gras richtig? Eigentlich ganz einfach: Die Blüten kommen in luftdichte Gefäße und werden unter bestimmten Bedingungen aufbewahrt.
Beim Aufbewahren von Buds gibt es trotzdem einiges zu beachten, und du solltest wissen, welche Faktoren den Unterschied machen. Werden die Buds falsch gelagert, sind sie zu hoher oder zu niedriger Feuchtigkeit, extremen Temperaturen, Licht oder Luft ausgesetzt; all das kann dafür sorgen, dass Qualität, Stärke und Geschmack mit der Zeit flöten gehen. Im schlimmsten Fall findest du sogar Schimmel an deinen Buds.
Wie lange ist Gras im Glas haltbar?
Ein festes Ablaufdatum hat Cannabis nicht, aber die Qualität leidet, wenn es falsch gelagert wird. Richtig aufbewahrt bleibt die Blüte lange stabil. Laut einigen Studien können die Cannabinoide bis zu 2 Jahre stabil bleiben, wenn das Gras mindestens vier Wochen ordentlich fermentiert (gecured) wurde und optimal gelagert wird. Zu hohe oder zu niedrige Temperaturen und Feuchtigkeit können bei der Lagerung außerdem Probleme wie Schimmel und Pilzbefall verursachen.

Wie bleibt Gras frisch? Die richtigen Bedingungen
Die goldene Regel: Cannabis immer kühl, dunkel und trocken aufbewahren. Entscheidend ist aber, wie trocken, wie dunkel und wie kühl. Also: Wie lagerst du deine selbst geernteten Buds?
Cannabisblüten sind empfindlich, und Pilze durch zu viel Feuchtigkeit können dir die ganze Ernte ruinieren. Deshalb empfehlen wir eine Luftfeuchtigkeit zwischen 59 und 63 %.
Außerdem brauchst du für die beste Haltbarkeit einen kühlen Platz mit weniger als 25 Grad. Das ist wichtig, weil zu viel Wärme die Inhaltsstoffe der Buds abbaut, während niedrige Temperaturen die Decarboxylierung bremsen.
Halte deine Buds fern von Wärmequellen wie Sonnenlicht, Lampen, Backofen, Mikrowelle, Elektrogeräten und Co.
Welcher Behälter eignet sich für die Langzeitlagerung?
Den perfekten Behälter für Cannabis gibt es nicht, aber einige sind deutlich besser als andere. Manche taugen nur für eine Weile, andere eignen sich für kurze wie für lange Zeit.
Einmachglas:
Einmachgläser gehören aus gutem Grund zu den beliebtesten Gefäßen für getrocknete Buds: Glas nimmt keinen Geruch an, und der Metalldeckel schließt komplett luftdicht ab. Weil die Gläser durchsichtig sind, musst du darauf achten, dass sie nicht im Licht stehen. Ansonsten halten Gläser Feuchtigkeit und Temperatur bei der Lagerung gut stabil.
Zipbeutel aus Plastik (nur für kurze Zeit):
Das ist nicht die beste Methode und bringt auch nicht die besten Ergebnisse, aber immer noch besser, als die Buds ungeschützt herumliegen zu lassen. In Zipbeuteln kannst du dein Gras vorübergehend aufbewahren. Achte darauf, dass der Verschluss wirklich dicht ist. Du kannst die Buds auch vakuumieren, das ist eine viel bessere Methode, die wir in diesem Artikel erklären.

Zigarrenkiste oder Humidor:
Diese Option ist etwas teurer: Ein Humidor ist eine Kiste mit Feuchtigkeitskontrolle, in der man Zigarren, Zigaretten, Pfeifentabak oder eben getrocknetes Gras aufbewahrt. Nimm aber einen Humidor, der speziell für Cannabis gemacht ist; sonst kann das Holz den Geschmack deiner Buds verfälschen.
Titandosen:
Viele Kiffer halten sich grundsätzlich von Metalldosen fern, vor allem für die Langzeitlagerung. Der Grund: Metall kann den Geschmack der Buds mit der Zeit stark verändern. Wer aber kein Fan von Glas ist und einen Behälter sucht, der kein Licht durchlässt, ist mit Titandosen am besten bedient. Titan verändert den Geschmack deines Grases nicht.
Was passiert, wenn Gras alt wird?
Das kann passieren, wenn deine Buds altern:
THC baut sich ab
Ist das Gras Wärme, Sauerstoff und UV-Licht ausgesetzt, beginnen die enthaltenen Cannabinoide (darunter THC) zu zerfallen. Das geht nicht sehr schnell, aber nach ein paar Wochen kannst du den Unterschied merken.
Drehst du dir daraus einen Joint, wirst du merken: Richtig high macht er nicht mehr, ganz nüchtern bleibst du aber auch nicht.
Aus THC wird CBN
Wenn THC zerfällt, verschwindet es nicht einfach. Es wandelt sich in ein anderes Cannabinoid um, CBN, das nur leicht psychoaktiv ist und kein echtes High auslöst. Das passiert, wenn das Gras Sauerstoff und Wärme abbekommt.
Der Geschmack geht verloren
Mit der Stärke verliert das Gras auch an Geschmack, und der Rauch wird kratziger. Der Grund: Die Terpene verflüchtigen sich mit der Zeit.
Weitere Tipps und Tricks zur Aufbewahrung von Cannabis
- Manche Grower empfehlen, Cannabis im Gefrierfach oder Kühlschrank aufzubewahren. Wenn du das machst, denk daran, dass die extreme Kälte beim Einfrieren und die höhere Feuchtigkeit die Buds spröde machen können. Dann frieren auch die Trichome auf den Blüten ein und brechen ab, und das Ergebnis sind Buds mit weniger Stärke, weniger Geschmack und weniger Wirkung.
- Noch mal zusammengefasst: Egal in welchem Behälter du dein Gras aufbewahrst, lagere es kühl und dunkel und schütze es vor extremen Temperaturen, Luft, Licht und Feuchtigkeit.
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