Plane über Outdoor-Cannabis: So schützt du deine Pflanzen mit Netz und Regendach
ANBAU

Plane über Outdoor-Cannabis: So schützt du deine Pflanzen mit Netz und Regendach

Starkregen lässt Buds schimmeln und Äste brechen. Mit Stütznetz, Plane, gutem Abfluss und vorbeugenden Mitteln kommen deine Outdoor-Pflanzen durch.

VON CosechaLibre Redaktion4 MIN LESEZEIT

Gegen heftigen Regen schützt du Outdoor-Cannabis am besten mit einem Stütznetz, das die Äste hält, und einer Plane, die du etwa 30 cm über den Pflanzen spannst, damit die Buds nicht durchnässen und schimmeln. Dazu kommen Töpfe mit gutem Abfluss, robuste Sorten und vorbeugende Mittel gegen Pilze. Starkregen wird immer häufiger und ist für jede Art von Anbau eine echte Herausforderung, auch für Cannabis: In kurzer Zeit fallen riesige Wassermengen, mit Überschwemmungen, Schlammlawinen und Schäden an Bauten und Umwelt.

Wer weiß, wie solcher Regen auf Cannabispflanzen wirkt, kann seinen Grow besser schützen und das Risiko kleinhalten. Hier geht es darum, was Starkregen mit deinen Pflanzen macht und wie du die Schäden verhinderst oder zumindest abmilderst.

Was macht starker Regen mit einer Cannabispflanze?

Heftiger Regen kann deinen Pflanzen ordentlich zusetzen, an den Buds wie an den Blättern. Dichte Buds halten Wasser in ihrem Inneren fest, und das ist ein Paradies für Pilze und Krankheiten.

Dieses stehende Wasser kann Pilzinfektionen wie Mehltau oder Botrytis (Grauschimmel) auslösen, die eine Pflanze komplett ruinieren können. Außerdem kann das Gewicht des Wassers Äste abbrechen lassen, vor allem bei Dauerregen.

Noch schlimmer wird es mit Hagel, der irreparable Schäden anrichten kann. Und anhaltender Starkregen setzt den Boden unter Wasser, was zu Wurzelfäule führen und die Pflanze schwer schädigen kann.

So schützt du deine Pflanze vor Starkregen

Am besten schützt du Cannabis vor Starkregen, indem du vorbereitet bist. Das heißt: das richtige Setup für den Grow und Sorten, die von Natur aus besser mit Feuchtigkeit und Regenwetter klarkommen.

Manche Cannabispflanzen, vor allem Sativas, stecken heftigen Regen besser weg. Wenn du in einer Gegend mit viel Starkregen wohnst, setz auf Sorten mit höherer Feuchtigkeitsresistenz.

Für solche Klimazonen werden zum Beispiel Mazar oder Chemdawg empfohlen, außerdem Sorten aus subtropischen Regionen, in denen es oft regnet. Samen davon bekommst du bei verschiedenen Samenbanken.

Neben der Sortenwahl brauchst du Stützen, damit die Äste unter dem Gewicht der nassen Buds nicht brechen. Wichtig sind vor allem Pflanzstäbe und Netze, die die Äste halten, damit die Pflanzen schlechtes Wetter ohne größere Schäden überstehen.

Stütznetz für Outdoor-Cannabis

Eine der wirksamsten Maßnahmen gegen die Folgen von Starkregen ist ein Stütznetz. Das ist ein gitterartiges Netz, das Stängel und Äste stützt und verstärkt. Gut gespannt hält es die Buds besser und verhindert Schäden. Der Aufbau ist einfach:

  1. Stängel stützen: Sorg dafür, dass die unteren Stängel gut vom Netz gehalten werden. Das ist vor allem dort wichtig, wo sich die Äste teilen, denn an diesen Stellen brechen sie besonders leicht.
  2. Stabiles Gerüst: Sichere die Äste mit Pflanzstäben und Bindern. Für das Netz eignen sich Stahlstangen oder T-Pfosten, an denen du es festbindest, damit eine stabile Konstruktion entsteht.
  3. Äste einflechten: Flicht die Äste durch das Netz, sodass eine Wand und ein Dach aus Blättern entsteht, das die Buds trägt. Das stützt die Pflanze und hält gleichzeitig einen Teil des Wassers ab.
  4. Regendach: Damit kein Schimmel entsteht, spannst du eine Plastikplane über das Netz, etwa 30 cm über den Pflanzen. So prasselt der Regen nicht direkt auf die Buds.

Drainage im Topf

Wenn du in Töpfen growst, ist ein guter Abfluss Pflicht. Auf keinen Fall darf sich Wasser rund um die Töpfe stauen, sonst droht Wurzelfäule. Achte darauf, dass deine Töpfe genug Abzugslöcher haben, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Prüf den Abfluss der Töpfe am besten schon vor dem Einpflanzen und beobachte nach Regen, wie sich der Standort verhält. So siehst du, ob du zusätzlich eine Drainage brauchst.

Fungizide vorbeugend einsetzen

Vorbeugende Fungizide sind ein wertvolles Werkzeug gegen Pilzinfektionen, die nach Regen auftreten können. Besonders wirksam sind Mittel mit Bacillus-Bakterien oder Kaliumhydrogencarbonat. Sie schützen die Pflanzen vor Pilzkrankheiten wie Mehltau und Botrytis und sichern so Gesundheit und Qualität deiner Ernte. Solche Mittel gibt es in den meisten Growshops.

Mit diesen Maßnahmen schützt du deine Cannabispflanzen nicht nur vor schlechtem Wetter, sondern sorgst auch für eine gesündere und üppigere Ernte.