Promis gegen Cannabis: Nancy Reagan, Patrick Kennedy und Clint Eastwoods CBD-Klage
Nicht alle Stars feiern Gras: Diese drei Namen stehen für „Just Say No“, die Angst vor Big Marijuana und einen Kampf gegen CBD-Abzocke.
Zu den bekanntesten Promis gegen Cannabis gehören die frühere First Lady Nancy Reagan, die mit „Just Say No“ eine ganze Anti-Drogen-Kampagne anstieß, und der ehemalige US-Abgeordnete Patrick Kennedy, der vor einer Cannabisindustrie nach dem Vorbild von Big Tobacco warnte. Clint Eastwood ist kein Gras-Gegner im engeren Sinn, hat aber CBD-Händler verklagt, die mit seinem Namen Werbung machten. Die Debatte um Cannabis ist eben immer kontrovers und bringt jede Menge Meinungen hervor.
Auf Social Media streiten ganz normale Leute jeden Tag für oder gegen Cannabis. Wenn sich aber Promis äußern, haben ihre Argumente – dafür oder dagegen – viel mehr Gewicht. Auch deshalb, weil mehr als ein Star den Konsum nicht nur unterstützt, sondern ihn auch offen zugegeben hat.
Darum drehen wir den Spieß heute um und schauen uns ein paar Berühmtheiten an, die sich gegen die Legalisierung von Cannabis oder gegen das Geschäft damit gestellt haben.
Clint Eastwood
Clint Eastwood hat mehrere Klagen gegen CBD-Händler eingereicht, die seinen Namen zur Vermarktung ihrer Produkte benutzt haben. Laut The Hollywood Reporter wurden die Klagen an einem Mittwoch offiziell vor einem Bundesgericht in Kalifornien eingereicht.
Hintergrund ist eine Online-Masche: ein erfundener, rufschädigender Fake-Artikel über den Schauspieler, mit dem Cannabidiol-Produkte (CBD) beworben und verkauft wurden.

Laut seinen Anwälten trug der gefälschte Artikel den Titel „Big Pharma In Outrage Over Clint Eastwood's CBD: [Name des CBD-Produkts] - Fires Back With This!“, zeigte groß Fotos von Eastwood und berief sich auf ein erfundenes Interview, in dem er angeblich eine CBD-Linie bewirbt. In Wirklichkeit, so seine Vertreter, hat Eastwood mit CBD-Produkten nichts zu tun und dieses Interview nie gegeben.
Die Klage richtet sich außerdem gegen einen zweiten Punkt: die betrügerische Verwendung von Metadaten, die den Schauspieler mit der verklagten Marke verknüpfen.
In der Klageschrift heißt es sinngemäß: Indem die Beklagten den Namen von Mr. Eastwood in versteckten Metadaten nutzten, hätten sie seine Marke quasi an ihren Onlineshop gekoppelt, um Kundschaft anzulocken und den Eindruck zu erwecken, Eastwood sei mit ihren CBD-Produkten verbunden oder empfehle sie – obwohl es eine solche Verbindung nicht gibt.
Patrick Kennedy
Der ehemalige US-Abgeordnete Patrick Kennedy war gegen die Legalisierung von Cannabis, weil daraus seiner Meinung nach in den USA eine neue „Laster“-Industrie entstehen könnte, vergleichbar mit der Tabakindustrie.
Damals sagte Kennedy in einem Interview, medizinisches Cannabis sei bereits in 18 Bundesstaaten legal, und „ehe wir uns versehen, wachen wir eines Tages auf und haben eine weitere Tabakindustrie, nur heißt sie dann Marihuana-Industrie“.
Außerdem warnte der Ex-Abgeordnete vor den Folgen des Cannabiskonsums
vor allem für Minderjährige: „Wir wissen schon, was Tabak unseren Kindern angetan hat“, sagte Kennedy. „Wir wissen, was die Alkohol- und Spirituosenindustrie ihnen angetan hat. Die zielen auf Kinder. (…) Ich glaube nicht, dass wir in unserem Land noch eine legalisierte Droge brauchen.“
Nancy Reagan
Als Nancy Reagan mit ihrem Mann, Präsident Ronald Reagan, ins Weiße Haus einzog, startete sie eine Kampagne gegen Drogen allgemein – mit einem besonderen Fokus auf Cannabis.
Alles begann 1982 bei einem Besuch in einer Grundschule in Oakland, Kalifornien. Ein Mädchen meldete sich und fragte: „Mrs. Reagan, was soll ich machen, wenn mir jemand Drogen anbietet?“ Die damalige First Lady antwortete ohne zu zögern: „Sag einfach Nein. Mehr musst du nicht tun. Sag einfach Nein und geh weg.“ Daraus wurde der Slogan „Just Say No“.
Nancy Reagans Feldzug gegen Cannabis hat dazu beigetragen, das Bewusstsein für die Risiken von Drogenkonsum zu schärfen, und tatsächlich ging der Freizeitkonsum illegaler Drogen während Reagans Amtszeit deutlich zurück.
Ein direkter Zusammenhang zwischen diesem Rückgang und der Kampagne „Just Say No“ ließ sich allerdings nie belegen. Eine Untersuchung des Institute for Social Research der University of Michigan kam zu dem Schluss, dass der Drogenkonsum unter Jugendlichen in den Achtzigern ohnehin zurückging.
Welche Wirkungen und Nebenwirkungen hat Cannabis?
Cannabis kann akut Euphorie, Entspannung, eine veränderte Sinneswahrnehmung, mehr Appetit (Hallo, Fressflash) und eine schlechtere Bewegungskoordination auslösen.
Es kann aber auch unerwünschte Effekte haben wie Angst, Panik, Paranoia, Halluzinationen und Verwirrtheit. Welche Wirkung du spürst, hängt von Dosis, Konsumform, Potenz des Produkts, Umgebung und deinen persönlichen Voraussetzungen ab.
Cannabidiol (CBD) ist in den USA mit der Legalisierung in immer mehr Bundesstaaten richtig populär geworden.
Anders als THC wird CBD geschätzt, weil es therapeutischen Nutzen bieten soll, ohne zu berauschen – man kann es also nehmen, ohne high oder „breit“ zu werden. Kurz gesagt: entspannt sein und trotzdem voll klar im Kopf.

Zwei der wichtigsten Risiken des Cannabiskonsums
Eine mögliche Folge von Cannabiskonsum sind kognitive Beeinträchtigungen: Er kann die geistige Leistungsfähigkeit beeinflussen, vor allem die exekutiven Funktionen, und zu Problemen mit Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Denkgeschwindigkeit führen.
Eine weitere ist die Cannabiskonsumstörung, ein problematisches Konsummuster, das zu psychischer und/oder körperlicher Abhängigkeit führt. Typisch sind starkes Verlangen, Schwierigkeiten, den Konsum zu kontrollieren, Weiterkonsumieren trotz negativer Folgen, Cannabis wichtiger nehmen als andere Aktivitäten und Pflichten, steigende Toleranz und manchmal Entzugserscheinungen.
DER CLUB
Werde Teil der Community
Grower mit Namen und Gesicht, rückverfolgbare Chargen, eine echte Community. Kein Gerede, keine leeren Versprechen.
Dem Club beitretenWEITERLESEN
NOTIZENPilzkrankheiten bei Cannabis: 8 Erreger, die du kennen musst
Von Botrytis bis Rußtau: woran du die acht wichtigsten Pilze erkennst und wie du sie indoor wie outdoor gar nicht erst reinlässt.
NOTIZENCannabis-Streetwear: Wie Weed die Straßenmode erobert
Hanfblatt-Prints, Capsule Collections und Hanf als Stoff: Wo Weed-Kultur und Straßenmode heute zusammenkommen.