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Revegetation in der Blüte: Warum deine Cannabispflanze plötzlich wieder wächst
Statt Buds treibt die Pflanze wieder Blätter: was hinter gewollter und ungewollter Revegetation steckt und wie du sie verhinderst.
VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT
Revegetation heißt: Eine Cannabispflanze, die schon blüht, schaltet zurück in die Wachstumsphase – sie wird quasi neu geboren. Das kann gewollt sein (um nach der Ernte ein zweites Mal von derselben Pflanze zu ernten) oder ungewollt passieren, meist weil die Pflanze in der Blüte zu viel Licht abbekommt. Auslöser ist eine hormonelle Umstellung, wenn der Lichtzyklus von Blüte auf Wachstum wechselt: Eine Pflanze, die gerade noch geblüht hat, treibt plötzlich neue Triebe, aus denen neue Äste werden.
Cannabis ist eine einjährige Pflanze, deren Lebenszyklus von der Photoperiode bestimmt wird, also vom Verhältnis zwischen hellen und dunklen Stunden. Outdoor sorgen die langen Tage für Wachstum, die kürzeren lösen die Blüte aus. Indoor steuerst du diesen Zyklus über die Stunden, die das Licht brennt.
Ungewollt passiert Revegetation outdoor, wenn die Pflanzen in der Blüte mehr Licht abbekommen als nötig, und indoor, wenn mit der Beleuchtung etwas schiefläuft und die Pflanze länger Licht bekommt als vorgesehen. Willst du gezielt revegetieren, gibst du in der Blüte statt 12 Stunden Licht wieder 18, also sechs Stunden mehr. Wichtig dabei: Erst die Buds der ersten Blüte ernten, dann mit dem Revegetieren loslegen.
Ein Grund, warum Grower bewusst revegetieren: So holen sie mehr aus einer Sorte raus, ohne neu keimen oder mit Stecklingen arbeiten zu müssen. Bei Autoflowers ist Revegetation dagegen keine gute Idee. Sie blühen nach Alter und nicht nach Lichtstunden: Auch mit 18 Stunden Licht kehren sie nicht in eine brauchbare Wachstumsphase zurück und werden am Ende dünn, schwach und wenig ertragreich.
Und auch sonst klappt die Technik nicht immer perfekt: Der Wechsel im Zyklus bedeutet Stress für die Pflanze, und der kann sie umbringen oder zum Zwitter machen.

Was passiert, wenn deine Pflanze in der Blüte revegetiert?
Revegetiert eine Cannabispflanze mitten in der Blüte, kann das einige unerwünschte Folgen für deinen Grow haben. Revegetation bedeutet, dass eine Pflanze, die schon in der Blütephase steckt, zurück in die vegetative Phase wechselt. Auslöser können verschiedene Dinge sein, etwa Licht während der Dunkelphase oder veränderte Umgebungsbedingungen. Wenn eine Pflanze in der Blüte revegetiert, drohen diese Nachteile:- Spätere Ernte: Die Revegetation unterbricht den normalen Blütezyklus, und Reife und Ernte können sich deutlich verzögern. Die Pflanze braucht zusätzliche Zeit, um wieder richtig zu blühen.
- Schwächere Triebe weiter unten: Während der Revegetation bildet die Pflanze oft neue Triebe im unteren Bereich, was Qualität und Ertrag der oberen Buds schmälern kann. Der Grund: Die Energie fließt ins vegetative Wachstum statt in die Blütenbildung.
- Weniger Potenz und Qualität: Revegetation kann Potenz und Qualität der Buds verschlechtern. Die neuen Triebe sind meist lockerer und enthalten weniger Cannabinoide.

Wie verhinderst du Revegetation?
Mit diesen Tipps verhinderst du, dass deine Cannabispflanze revegetiert:- Lichtzyklus kontrollieren: In der Blüte müssen deine Pflanzen jeden Tag mindestens 12 Stunden ununterbrochene Dunkelheit bekommen. Vermeide jede Lichtquelle während der Dunkelphase, etwa Straßenlaternen, Lampen oder elektronische Geräte, die den Lichtzyklus stören könnten.
- Für ein passendes Klima sorgen: Temperatur und Luftfeuchtigkeit sollten optimal auf die Blütephase abgestimmt sein. Jeder Umweltstress oder starke Schwankungen können eine Revegetation auslösen.
- Stress vermeiden: Kümmer dich gut um deine Pflanzen und erspar ihnen unnötigen Stress wie Verletzungen, Nährstoffmängel oder Krankheiten. Gestresste Pflanzen revegetieren eher.
- Stabile Genetik verwenden: Setz auf stabile, hochwertige Sorten, die weniger zur Revegetation neigen. Informier dich vorher und wähl Sorten, die dafür bekannt sind, ohne Revegetationsprobleme durch die Blüte zu gehen.
- Regelmäßig kontrollieren: Schau dir deine Pflanzen regelmäßig an, um frühe Anzeichen von Revegetation zu erkennen, etwa neue Blätter an Stellen, wo keine hingehören. Siehst du erste Hinweise, greif sofort ein.
Was tun, wenn deine Pflanze revegetiert?
Wenn deine Cannabispflanze revegetiert, musst du gegensteuern und ihr helfen, wieder in die Blüte zu finden. Finde zuerst die Ursache: eine Unterbrechung im Lichtzyklus, Licht während der Dunkelphase, veränderte Umgebungsbedingungen oder Stress. Dann korrigierst du den Lichtzyklus so, dass deine Pflanzen jeden Tag mindestens 12 Stunden ununterbrochene Dunkelheit bekommen. Beseitige jede ungewollte Lichtquelle während der Dunkelphase, damit der Blütezyklus stabil bleibt. Außerdem solltest du das Klima stabilisieren und Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf optimale Blütewerte bringen. Vermeide abrupte Wechsel und starke Schwankungen, die deine Pflanzen stressen und die Revegetation begünstigen. Hab Geduld, kümmer dich konstant um deine Pflanzen, dünge passend und gieß ausgewogen. Achte auf Anzeichen der Erholung und passe dein Vorgehen bei Bedarf an. Jede Pflanze ist anders, also stimm deine Maßnahmen auf ihre Bedürfnisse ab. In schweren Fällen, die sich nicht mehr korrigieren lassen, musst du den Blütezyklus eventuell neu starten oder neu pflanzen. Behalte deine Pflanzen genau im Blick und tu, was nötig ist, damit sie sich erholen und wieder auf Kurs Richtung gelungene Blüte kommen.Das könnte dich auch interessieren …
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