Topping bei Cannabis: Wann und wie du die Spitze richtig kappst
ANBAU

Topping bei Cannabis: Wann und wie du die Spitze richtig kappst

Ein Schnitt an der Spitze, und die Pflanze wächst buschig statt nach oben. So toppst du richtig, wann der beste Moment ist und wann du die Schere besser liegen lässt.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

 

Topping heißt, die Haupttriebspitze deiner Cannabispflanze in der Wachstumsphase abzuschneiden, damit sie in die Breite statt in die Höhe wächst und mehrere gleich starke Haupttriebe bildet. Der beste Zeitpunkt ist die vegetative Phase, sobald die Pflanze 3 bis 4 Blattpaare hat, spätestens 5 bis 10 Tage vor der Umstellung auf Blüte. Topping ist simpel, bringt gute Ergebnisse und holt das Maximum aus deinem Indoor-Platz – und weil sich dank Indoor-Anbau und Autoflowers das ganze Jahr growen lässt, ist Beschneiden für viele Grower längst Routine.

Merk dir: Getoppt wird immer vor der Blüte. 

- Mit dem Topping solltest du 5 bis 10 Tage vor der Umstellung auf den Blüte-Lichtzyklus anfangen.

- Du brauchst eine mit Alkohol desinfizierte Trimmschere für die Schnitte.
- Abgeschnitten wird die kleine Spitze ganz oben an der Pflanze.
- Der Ertrag verteilt sich dann auf die Seitentriebe.
- Das Ganze dient vor allem dazu, Platz optimal zu nutzen.
- Ideal, um Mutterpflanzen zu erhalten.

Dass die Pflanze in die Höhe wächst, liegt am Hormon Auxin. Schneidest du die Spitze ab, wird dort kein Auxin mehr gebildet, und das Wachstum verlagert sich in die Seitentriebe.

Die Wachstumsphase ist ideal fürs Topping, weil die Pflanze dann Zeit hat, sich zu erholen. Jeder Schnitt bedeutet Stress, und damit der Stress positiv wirkt, ist der richtige Zeitpunkt entscheidend.

Toppst du in der Blüte, kannst du die Pflanze ruinieren. Die neuen Triebe brauchen etwa 7 bis 10 Tage, bis sie sprießen. Am besten wartest du zwei Wochen bis zum nächsten Schnitt, damit sich die Pflanze erholen kann.

Wann solltest du nicht toppen?

Topping ist eine Technik, mit der Grower bei vielen Pflanzen, auch bei Cannabis, ein buschigeres Wachstum fördern und die Höhe kontrollieren. Es gibt aber Situationen, in denen du besser die Finger davon lässt. Hier die wichtigsten:

  1. Frühe Wachstumsphase: In den ersten Wachstumsstadien solltest du nicht toppen. Die Pflanze muss erst ein starkes Wurzelsystem und gesundes Laub entwickeln, bevor du größere Schnitte machst.

  2. Junge oder geschwächte Pflanzen: Ist die Pflanze jung oder aus irgendeinem Grund geschwächt, etwa durch Krankheiten, Stress oder schlechte Umweltbedingungen, lass das Topping lieber sein. Sie braucht dann all ihre Energie und Reserven, um sich zu erholen und zu kräftigen.

  3. Autoflowers: Autoflowers haben einen kürzeren Lebenszyklus und wachsen schneller als photoperiodische Sorten. Meist rät man davon ab, Autoflowers zu toppen, weil das ihren Wachstumsrhythmus stören und den Ertrag drücken kann.

  4. Fortgeschrittene Blüte: In der Blütephase solltest du nicht toppen, weil das unnötigen Stress verursacht und die Bildung von Blüten und Harz beeinträchtigen kann.

Wie oft kannst du eine Pflanze toppen?

Grundsätzlich kannst du im Lebenszyklus einer Pflanze mehrmals toppen, solltest dabei aber ein paar Punkte beachten. Normalerweise wird in der vegetativen Phase getoppt, wenn die Pflanze ihre Struktur und ihr Laub aufbaut. Dann kann sie am besten auf den Schnitt reagieren und sich davon erholen. Bevor du ein weiteres Mal toppst, solltest du aber unbedingt Gesundheit und Wuchskraft der Pflanze checken. Zeigt sie Anzeichen von Schwäche, Stress oder Krankheit, verzichte aufs Topping, damit sie sich erholen und kräftigen kann. Bei Autoflowers wird, wenn überhaupt, nur vorsichtig und früh im Wachstum getoppt, weil sie einen kürzeren Lebenszyklus haben und schneller wachsen. Bei Autoflowers gilt deshalb: früh und sparsam toppen, damit sich Entwicklung und Blütenbildung nicht verzögern. Denk dran, dass in der Blütephase nicht getoppt wird, weil das unnötigen Stress auslöst und die Entwicklung der Blüten und die Harzproduktion beeinträchtigen kann. Jede Pflanze und jede Sorte hat eigene Bedürfnisse und verträgt unterschiedlich viel, also informier dich über die konkreten Ansprüche deiner Pflanzen, bevor du zur Schere greifst.

Wann ist der richtige Zeitpunkt fürs Topping?

Getoppt wird in der Regel in der vegetativen Wachstumsphase der Cannabispflanze. Am besten wartest du, bis die Pflanze mindestens 3 bis 4 echte Blattpaare gebildet und eine ordentliche Höhe erreicht hat. Dann kann sie schnell auf den Schnitt reagieren und sich erholen, was ein buschigeres Wachstum und kräftigere Seitentriebe fördert. Denk dran: Jede Pflanze ist anders und hat ihre eigenen Bedürfnisse und den für sie besten Zeitpunkt. Wenn du Wachstumsstand und allgemeinen Zustand im Blick behältst, findest du den richtigen Moment fürs Topping. Außerdem ist es wichtig, sauber zu schneiden und scharfe, desinfizierte Werkzeuge zu nehmen, damit du die Pflanze nicht unnötig verletzt.

Was passiert, wenn du beim Topping etwas falsch machst?

Wenn du falsch toppst, kann das deiner Pflanze schaden. Ein schlecht gesetzter Schnitt kann übermäßigen Stress auslösen, sodass die Pflanze langsamer wächst oder ganz stehen bleibt. Schneidest du oben zu viel weg, kannst du das Pflanzengewebe dauerhaft schädigen und damit Gesundheit und Entwicklung der Pflanze beeinträchtigen. Außerdem kann falsches Topping das Wachstum aus dem Gleichgewicht bringen, sodass sich die Seitentriebe ungleichmäßig entwickeln. Am Ende steht dann eine schiefe Pflanze mit schwacher Struktur. Topping will also mit Sorgfalt und der richtigen Technik gemacht werden. Wenn du wenig Erfahrung hast oder dir unsicher bist, frag lieber Profis oder erfahrene Grower um Rat.

 

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