Schädlinge im Outdoor-Grow: Die fünf größten Plagegeister für dein Cannabis
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Schädlinge im Outdoor-Grow: Die fünf größten Plagegeister für dein Cannabis

Blattläuse, Trauermücken, Minierfliegen, Wollläuse und Spinnmilben: woran du sie erkennst und wie du sie wieder loswirst.

VON CosechaLibre Redaktion4 MIN LESEZEIT

Wer Cannabis outdoor anbaut, bekommt es früher oder später mit Schädlingen zu tun. Die fünf hartnäckigsten im Freien sind Blattläuse, Trauermücken, Minierfliegen, Wollläuse und Spinnmilben. Sie schwächen die Pflanze und drücken die Ernte, und draußen kannst du die Bedingungen eben nicht so steuern wie in der Growbox.

Je früher du weißt, mit wem du es zu tun hast, desto gezielter kannst du vorbeugen und eingreifen. Unten findest du die typischen Problemfälle im Outdoor-Grow, was sie an der Pflanze anrichten und was du dagegen tun kannst, damit am Ende trotzdem eine ordentliche Ernte im Glas landet.

Schädlinge an Cannabis: So schützt du deine Ernte

Egal ob indoor oder outdoor: Schädlinge gehören zum Growen dazu. Die kleinen Eindringlinge mögen den Geschmack von Cannabis offenbar genauso wie wir und können deine Pflanzen in kurzer Zeit ernsthaft schädigen. Vorbeugen ist die halbe Miete. Hast du sie trotzdem einmal entdeckt, heißt es: schnell bestimmen, eindämmen und loswerden, bevor der Schaden nicht mehr gutzumachen ist.

Cannabisblüte mit Trichomen in Nahaufnahme

Hier kommen die Schädlinge, die dir am häufigsten begegnen, drinnen wie draußen. Wer sie früh erkennt und vorbeugt, hält den Schaden klein. Wer sie zu lange ignoriert, riskiert dagegen die ganze Pflanze.

Blattläuse an Cannabis: lästig und schnell in der Überzahl

Blattläuse gehören zu den häufigsten Schädlingen überhaupt und zu den nervigsten, die dein Grow abbekommen kann. Die winzigen Insekten (grün, schwarz oder gelblich) übersieht man wegen ihrer Größe leicht, und genau das macht sie so schwer zu kontrollieren.

Sie sitzen vor allem auf der Blattunterseite, saugen dort Pflanzensaft und vermehren sich rasend schnell. In geschlossenen Räumen wie einem Indoor-Grow kann sich eine Kolonie in kürzester Zeit explosionsartig ausbreiten und eine ganze Ernte ruinieren.

Was hilft gegen Blattläuse?

Bei Blattläusen ist Vorbeugen alles. Kontrollier deine Pflanzen regelmäßig, vor allem die Blattunterseiten. Selbst wenn du nur ein paar Läuse findest: sofort weg damit. Sprühen kannst du ein natürliches Mittel wie Neemöl oder ein anderes biologisches Insektizid, das für den Einsatz an Pflanzen geeignet ist.

Trauermücken: Gefahr für die Wurzeln

Trauermücken, oft auch Pilzmücken genannt, sehen aus wie kleine schwarze Ameisen mit Flügeln und sind ein Dauerbrenner in Cannabis-Grows. Gefährlich sind vor allem die Larven: Sie fressen an den Wurzeln, bremsen das Wachstum und können die Drainage im Topf beeinträchtigen.

Sie fangen am Stammfuß an und arbeiten sich nach und nach bis ins Wurzelwerk vor. Angezogen werden sie vor allem von zu viel Wasser, und dann können sie dir als Grower richtig Kopfschmerzen machen.

Was hilft gegen Trauermücken?

Das Wichtigste: Halte die Erde nicht dauerhaft nass. Lass die oberste Schicht zwischen zwei Wassergaben antrocknen, das allein bremst die Population schon deutlich. Dazu kommen Gelbtafeln (gelbe Klebefallen), Neemöl oder Kieselgur, mit denen du die Plagegeister effektiv loswirst.

Minierfliegen: früh erkennen, schnell handeln

Minierfliegen bzw. Minierer sind Insektenlarven, die jedem Grower den Tag verderben können. Je nach Art stecken Fliegen, Käfer oder Motten dahinter. Die Larven leben im Inneren des Blatts, fressen sich Gänge hindurch und zerstören dabei das Blattgewebe, während sie sich an den Nährstoffen bedienen.

Ein Befall ist ziemlich leicht zu erkennen: weiße, braune oder gelbe Linien, die sich wie Schlangenlinien über die Blattoberseite ziehen. Das erwachsene Tier sieht aus wie eine Stubenfliege oder eine geflügelte Ameise und legt seine Eier unter die Blätter. Sobald die Larven schlüpfen, bohren sie sich ins Blattinnere.

Was hilft gegen Minierfliegen?

Minierer sind besonders hartnäckig, weil sie geschützt im Blatt sitzen und viele Insektizide sie dort gar nicht erreichen. Am besten entfernst du befallene Blätter komplett. Willst du das Blatt nicht opfern, kannst du die Larven auch direkt am Ende ihrer Fraßgänge mit den Fingern zerdrücken.

Wollläuse: die weiße Plage in den Ritzen

Wollläuse (auch Schmierläuse genannt) sind kleine weiße Insekten, die sich in Ecken, Blattachseln und Ritzen deiner Pflanze verstecken. Solange es nur wenige sind, richten sie meist keinen großen Schaden an. Vermehren sie sich aber unkontrolliert, werden sie schnell zur echten Plage.

Was hilft gegen Wollläuse?

Bei ein paar wenigen Tieren reicht es, sie per Hand abzusammeln. Ist der Befall stärker, helfen Neemöl oder eine Mischung aus Zitronensaft und Wasser, um sie wirksam zu bekämpfen.

Cannabispflanze mit Spinnmilbenbefall

SPINNMILBEN: der Albtraum jedes Growers

Spinnmilben sind einer der schlimmsten Albträume für alle, die Cannabis anbauen. Die winzigen Spinnentiere vermehren sich extrem schnell und können deine Pflanzen in kurzer Zeit schwer schädigen. Sie saugen den Saft aus den Blättern, schwächen die Pflanze und nehmen ihr die Kraft, hochwertige Blüten auszubilden.

Was hilft gegen Spinnmilben?

Spinnmilben lieben trockene Hitze und hassen Wind. Senk also die Temperatur und stell einen Ventilator auf, damit die Luft rund um die Pflanzen ständig in Bewegung ist. Sammle so viele Milben wie möglich per Hand ab und greif danach zu einem speziellen Mittel gegen Milben (Akarizid), am besten biologisch und sicher für Mensch und Pflanze.