Vape, Joint oder Edible vor dem Meditieren? Konsumform, Dosis und Stressabbau
GESUNDHEIT

Vape, Joint oder Edible vor dem Meditieren? Konsumform, Dosis und Stressabbau

Mit der richtigen Sorte und kleiner Dosis kann Cannabis Körper und Kopf runterfahren – entscheidend ist aber, wie du es nimmst.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Wer mit Cannabis meditieren will, fährt meist am besten mit einem Vaporizer und kleinen Dosen: Die Wirkung setzt schnell ein, lässt sich fein dosieren und bremst den Kopf, ohne dich auf die Couch zu nageln. Edibles brauchen bis zu zwei Stunden und sind dafür schwer zu timen. Meditation selbst senkt laut vielen Fachleuten aus der Gesundheit Stress und tut insgesamt gut – und die Menschheit praktiziert sie seit Jahrtausenden. Wandmalereien auf dem indischen Subkontinent, die Meditierende zeigen, sollen bis auf 5000 v. Chr. zurückgehen.

Die Veden, die heiligen Texte des Hinduismus, liefern den ersten schriftlichen Beleg, etwa aus dem Jahr 1500 v. Chr. Die Upanishaden beschreiben Meditation als Weg zu Erkenntnis und zur Einheit mit dem Absoluten, bei dem die Unwissenheit abfällt. Im 5. Jahrhundert v. Chr. waren dann im buddhistischen Indien und im taoistischen China weitere Formen der Meditation zu Hause.

Mehrere religiöse Strömungen, darunter Shivaiten, Naths und Buddhisten, haben Cannabis in ihre Meditationsrituale eingebaut. Sie glauben, dass die Kombination das Bewusstsein erweitert. Gras bremst den Kopf und hilft, in den richtigen Zustand „tiefer Stille“ zu kommen.

Kopf hoch, Körper locker

Ein klarer, gehobener Kopf und ein komplett entspannter Körper – diese Kombi ist ideal für eine wirkungsvolle Meditation. In der Praxis schaffen es die meisten Leute aber nicht, den Kopf beim Meditieren genug zur Ruhe zu bringen oder den Körper richtig loszulassen.

Mit der richtigen Einnahme und der passenden Dosis kann die richtige Sorte dich runterfahren, den Körper beruhigen und das Gedankenkarussell stoppen. Genau das ist der beste Zustand zum Meditieren – und wer ihn erreicht, kann eine intensive, verändernde Erfahrung machen. Weil jeder Mensch anders ist, musst du verschiedene Sorten ausprobieren, um herauszufinden, was bei dir funktioniert.

Wie sich deine Meditation anfühlt, hängt stark von der Sorte ab. Jeder hat da seine Vorlieben, und deine findest du nur durch ein bisschen Ausprobieren.

Die gängige Annahme: Sativas und sativalastige Hybriden wirken eher energiegeladen, fokussiert und motivierend. Damit sind sie ideal für tagsüber. Klingt also, als solltest du beim Meditieren lieber die Finger von Sativas lassen.

Indicas dagegen gelten als entspannender und sedierender. Viele schließen daraus, dass sie die „ideale“ Wahl zum Meditieren sind. Aber stimmt das wirklich?

Tatsächlich gibt es keine Garantie, dass ein indicalastiger Hybrid dich müde macht und eine sativalastige Sorte dich pusht. Wahrscheinlich bestimmt das gesamte Profil der Pflanze, inklusive Terpene und weiterer Cannabinoide, wie eine Sorte wirkt. Weil THC und CBD die häufigsten Cannabinoide sind, dreht sich die meiste Forschung um sie. Es gibt aber immer mehr Hinweise darauf, dass auch der Terpengehalt eine wichtige Rolle spielt.

Person meditiert im Schneidersitz

Cannabis wirkt bei jedem Menschen anders auf das Endocannabinoid-System. Entsprechend unterschiedlich kann es die Meditation beeinflussen. Bei manchen entspannt Gras einfach die Muskeln und parkt den Körper auf dem nächsten Sofa. Bei anderen beruhigt es einen überaktiven Kopf. Und manche bekommen durch Cannabis einen anderen Blick auf das, was in ihrem Leben passiert.

Laut dem US-amerikanischen National Institute on Drug Abuse gehören eine veränderte Sinneswahrnehmung und ein verändertes Zeitgefühl zu den Wirkungen von Cannabis. Manche Menschen berichten, dass Gras ihnen hilft, sich zu entspannen, Einsichten zu gewinnen und spirituell tiefer zu gehen. Genau das wünschen sich viele von einer Meditationssitzung. Für sie verstärkt die Kombination Entspannung, spirituelles Erleben und klare Einsichten.

Es gibt viele Wege, Cannabis zu konsumieren, und alle funktionieren. Zum Meditieren ist Vapen – oder Rauchen mit ein paar beigemischten Kräutern – aber wohl die beste Wahl. Edibles können bis zu zwei Stunden brauchen, bis sie wirken. Mit dem Vaporizer kannst du dagegen in Mikrodosen konsumieren und den gewünschten Bewusstseinszustand viel genauer ansteuern. Das ist vor allem für Einsteiger und Leute mit niedriger Toleranz Gold wert.

Erfahrene Konsumenten bevorzugen eventuell Blüten im Joint, weil die Wirkung schneller einsetzt – wer raucht, ist schneller „auf Empfang“. Manche mischen ihrem Gras Heilkräuter bei, um das Erlebnis abzurunden; dass das die Lunge schützt, ist allerdings nicht belegt – Rauch bleibt Rauch.

Warum passen Cannabis und Meditation so gut zusammen?

Es gibt mehrere Gründe, warum Cannabis und Meditation als gute Kombi gelten. Cannabis ist für seine entspannende und psychoaktive Wirkung bekannt und kann helfen, einen Geisteszustand zu schaffen, in dem Meditation leichter fällt. Manche Menschen merken, dass ein moderater Konsum vor dem Meditieren Kopf und Körper entspannt, Ängste dämpft und die Konzentration erleichtert.

Cannabis kann ein Gefühl von Ruhe und Gelassenheit fördern und so den Einstieg in die Meditation erleichtern. Außerdem kann es die Sinneswahrnehmung und das Gefühl für den Moment verstärken, was die Praxis vertiefen kann.

Wichtig: Das Erlebnis ist bei jedem anders und hängt davon ab, wie empfindlich du auf Cannabis reagierst. Manchen hilft Gras vor dem Meditieren, sich zu entspannen und zu fokussieren, andere merken, dass es ihre Konzentration und Klarheit eher stört. Geh das Ganze also individuell an und probier vorsichtig aus, ob Cannabis zu deiner Praxis passt.

Vergiss nicht: Meditation an sich hat schon jede Menge Vorteile für Kopf und Gefühlsleben. Sie hilft, Stress abzubauen, die Konzentration zu verbessern, den Kopf klar zu kriegen und Achtsamkeit zu üben. Ob du Cannabis dazunimmst, ist deine persönliche Entscheidung – aber du solltest die Wirkung kennen und deine Praxis an deine Bedürfnisse anpassen.

Meditation in ruhiger Umgebung

Gras und Meditation gegen Stress: eine gute Kombi?

Für manche Menschen kann die Kombination aus Gras und Meditation ein Weg sein, Stress zu begegnen. Beide werden mit Entspannung in Verbindung gebracht und können helfen, Anspannung zu senken und den Kopf zur Ruhe zu bringen.

Cannabis kann durch seine Inhaltsstoffe entspannend und euphorisierend wirken, was gegen Stress helfen kann. Wer moderat und verantwortungsvoll konsumiert, erlebt manchmal eine tiefe Entspannung und fühlt sich weniger gestresst.

Meditation wiederum setzt auf Achtsamkeit und das Bewusstsein für den Moment. Beim Meditieren lernst du, ruhiger zu werden, deine Gedanken zu beobachten, ohne sie zu bewerten, und innere Ruhe aufzubauen. Studien deuten darauf hin, dass Meditation Stress reduziert und der psychischen Gesundheit guttut.