Vollspektrum oder Breitspektrum CBD? Der Entourage-Effekt
GESUNDHEIT

Vollspektrum oder Breitspektrum CBD? Der Entourage-Effekt

Warum CBD im Team mit Terpenen und anderen Cannabinoiden anders wirken könnte als allein, und welche Produktform das liefert.

VON CosechaLibre Redaktion3 MIN LESEZEIT

Vollspektrum, Breitspektrum oder Isolat: Es gibt unzählige CBD-Produkte auf dem Markt, aber fast alle basieren auf einer dieser drei Formen. Der Unterschied ist, wie viel von der restlichen Pflanze mit drin ist, und genau da kommt der Entourage-Effekt ins Spiel.

Kurz erklärt: Der Entourage-Effekt ist die Theorie, dass die Cannabispflanze als Ganzes besser wirkt. Die Wirkstoffe der Pflanze, etwa Phytocannabinoide und Terpene, arbeiten demnach zusammen und verstärken gegenseitig ihre Effekte. Allgemein meint der Begriff pflanzliche Mittel, deren verschiedene Inhaltsstoffe gemeinsam eine bestimmte Wirkung aufs Wohlbefinden entfalten sollen, von weniger Angst bis zu weniger Entzündungen.

Beim Entourage-Effekt geht es darum, was passiert, wenn andere Stoffe mit Cannabidiol zusammenkommen, im Gegensatz zu CBD in isolierter Form. Die Idee: Mit einer ganzen Bandbreite an Pflanzenstoffen kannst du eine Vielzahl positiver Effekte erleben.

In der Natur gibt es über 20.000 Terpene. Cannabis ist dabei ein besonders produktiver Terpen-Lieferant, mehr als 140 sind in der Pflanze bekannt. Terpene sind Aromastoffe, sie sorgen für den typischen Geruch einer Pflanze. Limonen zum Beispiel steckt in Zitronenschalen, Eukalyptol im Eukalyptus. 

Sie bilden die Grundlage vieler ätherischer Öle, denen man schon für sich genommen positive Wirkungen zuschreibt. Neben ihrem angenehmen Duft werden Terpene auf mögliche gesundheitliche Vorteile untersucht und darauf, wie sie die Art verändern, wie der Körper Cannabinoide nutzt. Limonen wurde in Kombination mit CBD auf eine stimmungsaufhellende Wirkung untersucht, Pinen (aus Kiefernharz) auf eine Steigerung der Wachheit.

THC und CBD: THC ist das Cannabinoid, das hauptsächlich für das High der Pflanze verantwortlich ist. CBD macht dagegen nicht nur nicht high, einige Untersuchungen deuten auch darauf hin, dass es die psychoaktive Wirkung von THC abschwächen könnte, sodass das High nicht ganz so heftig reinknallt, oder dir, wenn es schon zu spät ist, beim Runterkommen helfen kann. CBD allein gilt natürlich trotzdem als wertvoll, und viele bevorzugen es gerade, weil kein THC drin ist.

Vollspektrum-CBD („Full Spectrum“): Wenn du ein CBD-Produkt suchst, das möglichst viele Stoffe der Cannabispflanze enthält, ist Vollspektrum-CBD die beste Wahl. Solche Produkte behalten das komplette Cannabinoidprofil der Pflanze, einschließlich etwas THC. Die psychoaktive Wirkung von THC umgehst du mit einem CBD-Produkt aus Nutzhanf, das nur Spuren von THC unter 0,3 % enthält. Meist enthält ein Vollspektrum-CBD-Öl außerdem Terpene, Flavonoide, Fettsäuren und weitere Neben-Cannabinoide.

Ganzpflanzen-CBD: Viele halten Ganzpflanzen- und Vollspektrum-CBD für dasselbe, es gibt aber ein paar wichtige Unterschiede. Zunächst einmal steckt in Ganzpflanzen-CBD wirklich die ganze Pflanze, inklusive Wachsen, Fetten und anderen Bestandteilen, die in Vollspektrum-Öl nicht vorkommen. Im Grunde ist Ganzpflanzen-CBD eine weniger raffinierte Version von Vollspektrum-CBD. Ein Nachteil: Der Geschmack ist nicht so angenehm und kann bitter sein.

Breitspektrum-CBD („Broad Spectrum“): Breitspektrum-Produkte enthalten in der Regel eine Reihe verschiedener Cannabinoide, und was viele daran besonders reizt: Sie enthalten noch weniger THC.

Der Entourage-Effekt ist eine faszinierende Theorie, die zeigt, wie vielfältig die Wirkstoffe und Pflanzenstoffe in Cannabis sind und auf wie viele Arten sie zusammenwirken könnten, um das Wohlbefinden zu fördern und unterschiedliche Vorteile zu bieten.

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