Wann blüht Cannabis? Dunkelheit, Blütedauer und die drei Blütephasen
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Wann blüht Cannabis? Dunkelheit, Blütedauer und die drei Blütephasen

Nicht weniger Licht, sondern lange Nächte lösen die Blüte aus: wie das funktioniert, wie lange sie dauert und was in jeder Phase passiert.

VON CosechaLibre Redaktion4 MIN LESEZEIT

Cannabis beginnt zu blühen, sobald die Pflanze rund 12 Stunden ununterbrochene Dunkelheit pro Tag bekommt: indoor, wenn du auf 12/12 umstellst, outdoor, wenn die Nächte gegen Ende des Sommers länger werden. Die Blüte dauert meist 7 bis 9 Wochen, manche Sativas brauchen deutlich länger. Autoflowers sind die Ausnahme, sie blühen nach Alter statt nach Licht. Jede Phase im Leben deiner Pflanze zählt, aber heute geht es ums Finale, wenn die Buds erntereif werden: die Blütephase.

Einfach gesagt beginnt die Blütephase, wenn deine Pflanzen aromatische Blüten bilden, die du bei richtiger Pflege ernten, trocknen, fermentieren und am Ende rauchen kannst.

Das Wachstum hört dabei nicht sofort auf. Am Anfang der Blüte wachsen deine Pflanzen sogar weiter, irgendwann ist aber Schluss, und sie stecken ihre ganze Kraft in große, harzige Blüten. Wie lange es dauert, bis die Pflanze in die Blüte geht und durchblüht, hängt von vielen Faktoren ab, meist sind es 7 bis 9 Wochen Blüte, manche Sativa-Sorten brauchen aber deutlich länger.

Blühende Cannabispflanze mit harzigen Buds

Wann blüht eine Cannabispflanze?

Der Anbauzyklus endet in der Regel mit der Blüte. Und die setzt ein, wenn sich das Verhältnis von Licht und Dunkelheit ändert. Viele glauben, das liegt an weniger Licht, entscheidend ist aber, wie viele Stunden Dunkelheit die Pflanze bekommt.

Wie viel Dunkelheit braucht Cannabis zum Blühen?

Damit Cannabis richtig blüht, braucht es etwa 12 Stunden ununterbrochene Dunkelheit. Tagsüber, also wenn Licht da ist, betreibt die Pflanze Photosynthese, wandelt Licht in Energie um und gibt dabei Sauerstoff ab. Nachts ändert sich der Prozess: Die Pflanze bildet ein Hormon namens Florigen, das die Blüte auslöst. Bekommen deine Pflanzen mehr Stunden ununterbrochene Dunkelheit, bilden sie mehr Florigen und werden damit in die Blüte gezwungen.

Die drei Abschnitte der Blütephase

  • Blütebeginn (Woche 1 bis 3): Die Pflanze wächst weiter, und die Weibchen bilden die berühmten Vorblüten. Dazu kommen weiße Stempel (Pistillen), aus denen sich die Buds entwickeln.
  • Mitte der Blüte (Woche 4 bis 5): Jetzt hört das Wachstum auf, und die Buds legen an Masse zu.
  • Späte Blüte (ab Woche 6): Die Trichome werden immer dichter und die Pflanzen richtig harzig. Jetzt solltest du die Farbe der Trichome im Auge behalten, um den Erntezeitpunkt zu erwischen.

Die wichtigsten Nährstoffe in dieser Phase sind Phosphor und Kalium (PK).

Blütephase indoor und outdoor: der Unterschied

Wenn du schon mal indoor angebaut hast, weißt du: Die Pflanzen gehen in die Blüte, sobald du den Lichtzyklus auf 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit umstellst. Der einzige Unterschied zwischen Indoor- und Outdoor-Blüte: Draußen blühen deine Pflanzen mit dem Wechsel der Jahreszeit, wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden.

Wenn deine Weibchen in die Blüte gehen, merkst du, dass sie nicht sofort Blüten bilden. Wie schon gesagt wachsen sie je nach Sorte noch ein paar Wochen weiter, um den Übergang in die Blüte zu schaffen, das nennt man Vorblüte. Manche Pflanzen können indoor ihre Höhe dabei sogar verdoppeln, vor allem, wenn sie vorher wenig gewachsen sind.

Cannabisblüten nach 48 Tagen Blüte

Behalte die Genetik deiner Samen im Blick, denn jede Sorte hat ihren eigenen Blüteverlauf. Alle photoperiodischen Sorten folgen zwar demselben Grundmuster, die Blütezeit kann aber variieren, zumal noch die Vorblüte dazukommt.

Was passiert, wenn du die Dunkelphase unterbrichst?

Auch wenn man es ihnen nicht ansieht: Cannabispflanzen sind Lebewesen, die Stress bekommen können. Klar fragst du dich also, was passiert, wenn die Dunkelphase während der Blüte unterbrochen wird. Kurz gesagt: Die Pflanze gerät unter Dauerstress und kann im schlimmsten Fall revegetieren. Das heißt, sie bildet die Blühhormone nicht mehr und fängt wieder an zu wachsen.

In Extremfällen wird die Pflanze durch den Stress zum Zwitter. Sie bildet dann männliche und weibliche Blüten, die männlichen bestäuben die weiblichen, und am Ende hast du Buds voller Samen.

Und was ist mit Autoflowers?

Autoflowers sind die Ausnahme von der Regel: Sie richten sich nicht nach Licht und Dunkelheit, sondern nach ihrem Alter.

Autos blühen auch mit weniger Stunden Dunkelheit, indoor kannst du sie sogar bei 18 Stunden Licht oder mehr laufen lassen. Als Faustregel gilt: Eine Autoflower beginnt nach 4 bis 6 Wochen zu blühen.

Tipps für die Blütephase deiner Cannabispflanze

  • Spülen (Flushen): In den letzten zwei Wochen vor der Ernte solltest du die Wurzeln mit pH-reguliertem, klarem Wasser durchspülen.
  • Luftfeuchtigkeit: Sie sollte bei höchstens etwa 30 bis 40 % liegen, damit Schädlinge und Schimmel keine Chance haben.
  • Reife der Buds: Während der zwei Wochen Flushen behältst du deine Pflanzen genau im Blick. So merkst du, wann die Buds erntereif sind.
  • 48 bis 72 Stunden Dunkelheit: Manche Grower stellen ihre Pflanzen vor der Ernte 48 bis 72 Stunden am Stück in komplette Dunkelheit, um die Potenz zu steigern. Viele schwören darauf, dass die Pflanzen so mehr Trichome bilden und das Gras stärker wird, belegt ist das aber vor allem durch Erfahrungsberichte.