Wie groß wird eine Cannabispflanze? So ziehst du Riesenpflanzen indoor und outdoor
ANBAU

Wie groß wird eine Cannabispflanze? So ziehst du Riesenpflanzen indoor und outdoor

Platz, Topfgröße, Sorte und Timing: Was du ändern musst, damit aus deiner Pflanze ein echter Cannabis-Baum wird.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Wie groß eine Cannabispflanze wird, hängt vor allem von Platz, Topfgröße, Sorte und Wachstumszeit ab. Indoor sollten deine Pflanzen am Ende der Wachstumsphase im Schnitt 1,40 bis 1,80 m messen; kommen sie danach raus, können sie draußen ihre Größe noch verdoppeln oder verdreifachen. Klar, die echten Riesen wachsen meist outdoor, wo Platz kein Thema ist – aber auch indoor musst du dich nicht mit mittelgroßen Pflanzen zufriedengeben, wenn du ein paar Dinge änderst.

Wie bekommst du indoor riesige Cannabispflanzen?

Riesige Cannabispflanzen indoor zu ziehen, wird für viele zum Problem, weil sie den Platz von Anfang an falsch einschätzen. Die Hektik und die Ungeduld beim Aufbauen spielen dir da schnell einen Streich – diesen Schritt solltest du also ganz entspannt angehen. Damit es mit den Monsterpflanzen klappt, achte auf Folgendes:

Riesen-Cannabis braucht Platz

Ein typischer Growraum von 1 × 1 × 2 m reicht für bis zu ein Dutzend Stecklinge in kleinen Töpfen. Dieselbe Fläche kann später von 1 bis 4 Cannabis-Bäumen in großen Töpfen gefüllt werden. Bevor du dir eine Sorte holst, die richtig in die Höhe schießt, check also, ob du überhaupt genug Platz hast.

Riesige Cannabispflanze im Growraum

Große Töpfe für große Cannabispflanzen

Vergiss für solche Pflanzen die mittelgroßen Töpfe: Starte lieber direkt mit 20 Litern, und wenn es Air-Pots sind, umso besser. Riesenpflanzen brauchen viel Raum für ihre Wurzeln, und die Töpfe müssen gut drainieren.

Welche Sorten werden besonders groß?

Wenn die Bedingungen passen, kann fast jede Sorte riesig werden. Für richtig fette Buds kannst du aber zu Moby Dick, White Widow oder Gorilla Glue greifen. Am besten recherchierst du selbst, welche Sorten dir am meisten liegen und wie viel Ertrag sie jeweils bringen. Schau dich bei verschiedenen Samenbanken um – in Argentinien zum Beispiel in unserem Samen-Shop.

Das beste Substrat für riesige Cannabispflanzen

Beim Substrat ist organischer Anbau die erste Wahl, aber auch Hydro funktioniert. Wenn du dich dafür entscheidest, sind „Hempy Buckets“ ideal: Du brauchst einen 20-Liter-Eimer mit einem kleinen Loch für den Abfluss, und als Substrat mischst du 70 % Perlite mit 30 % Vermiculite.

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Wenn du organisch anbaust, gilt vor allem: mehr Erde und richtig große Töpfe, wie gesagt. 

Richtig gießen für riesige Cannabispflanzen

Ein Cannabis-Baum braucht zwar mehr Wasser, aber übertreib es nicht mit dem Gießen. Die Wassermenge sollte 10 bis 20 % des Topfvolumens betragen. Bei einem 30-Liter-Topf gießt du also 3 bis 6 Liter am Tag und achtest darauf, dass das Wasser gut abläuft. Und vergiss den pH-Wert nicht! In normaler Erde sollte er zwischen 6,0 und 6,5 liegen. Bei organischen Substraten oder Hydro liegt er etwas niedriger, bei 5,8 bis 6,3.

Licht und Dünger bei Riesenpflanzen

Beim Licht kannst du bei deinem normalen Setup bleiben – lies aber die Anleitung deiner Lampe genau, damit du die empfohlenen Abstände einhältst. Denk dran: Bei diesen Pflanzen sind die Wurzeln das Wichtigste, also überlade sie nicht mit Nährstoffen. Empfohlen werden hochwertige organische Basisdünger plus ein oder zwei mineralische Blütebooster für bessere Ergebnisse.

Trainingstechniken wie LST (Low Stress Training, also sanftes Herunterbinden), Topping, FIM, Lollipopping und die ScrOG-Methode sind sehr zu empfehlen. Am meisten holst du raus, wenn du mehrere davon kombinierst – passend zur Form und Größe deines Indoors.

Und zum Schluss: Wenn du einen Steckling von einer blühenden Pflanze nimmst und bewurzeln lässt, hast du ein geborenes Monster in der Hand – das funktioniert aber nur bei photoperiodischen Sorten. Diese Technik heißt Monster Cropping: Der Steckling wird zurück in die Wachstumsphase gebracht (Revegetation). Schön sieht das nicht aus, aber diese kleinen Monster wachsen buschig in die Breite und sind das bestgehütete Geheimnis der Riesenpflanzen-Grower.

Die Vorbereitung: So ziehst du eine riesige Cannabispflanze

Wie bei jeder Pflanze entscheidet die Vorbereitung direkt darüber, wie lange die Wachstumsphase dauert – und damit über Größe und Ertrag. Deshalb lohnt es sich, vorauszuplanen und Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen, damit jede Phase optimal läuft. Für riesige Pflanzen sollte die Keimung idealerweise Anfang Februar stattfinden. (Der Originaltext stammt aus Argentinien; auf der Südhalbkugel entspricht das Anfang August.)

Indoor-Anbau:

Indoor musst du einen eigenen Bereich so einrichten, dass die Pflanzen gut wachsen können. Ziel ist ein kräftiger, gesunder Wurzelballen, damit du schrittweise und in kontrollierten Abständen umtopfen kannst. Als Licht eignen sich verschiedene Systeme, etwa Leuchtstoffröhren, mit einem Lichtzyklus von rund 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit – so förderst du das Wachstum und bekommst riesige Cannabispflanzen.

Am Ende der Wachstumsphase sollten Indoor-Pflanzen im Schnitt 1,40 bis 1,80 m groß sein. Das ist das Zeichen, dass sie in einen endgültigen Behälter umziehen können, am besten draußen. Bei uns ist das meist Ende Mai oder Anfang Juni der Fall (auf der Südhalbkugel Ende November oder Anfang Dezember), und danach wachsen sie noch zwei volle Monate weiter.

Große Cannabispflanze im Topf

Riesige Outdoor-Pflanzen

Outdoor ist deine Pflanze zu Saisonbeginn schon gekeimt. Ab dann hast du rund 3 Monate, um ihr Wachstum bestmöglich zu pushen. Wenn unten aus dem Topf Wurzeln herauswachsen, ist das das Zeichen, dass ihr der Platz ausgeht – dann vorsichtig umtopfen.

Außerdem solltest du wissen, welche Düngermengen deine Pflanze braucht, um richtig groß zu werden – immer angepasst an die Sorte, die du anbaust.

Draußen können Cannabispflanzen ihre Größe verdoppeln oder verdreifachen. Dafür bereitest du den Boden vor, bevor du sie auspflanzst, und lässt sie mindestens 48 Stunden im Dunkeln stehen, um den Stress zu senken. Damit sie sich nach und nach an die Sonne gewöhnen, stellst du sie danach am besten zwei, drei Tage an ein helles Fenster.