
Wie lange wirkt Cannabis-Tee? Wirkungseintritt, Peak und Dauer plus Blätter-Rezept
Cannabis-Tee wirkt später, länger und sanfter als ein Joint: wann er einsetzt, wann er am stärksten ist und wie du ihn aus Blättern mit Milch richtig zubereitest.
Rezept für Cannabis-Tee aus Blättern:
Cannabis-Tee setzt nach 30 Minuten bis 2 Stunden ein, erreicht nach 2 bis 3 Stunden seinen Höhepunkt und kann 4 bis 8 Stunden anhalten, also deutlich später und länger als ein Joint, dafür meist sanfter. Wie stark er wirkt, hängt davon ab, ob die Blätter decarboxyliert sind und ob Fett wie Milch oder Sahne im Tee ist. Hier das Grundrezept mit getrockneten Blättern:
Zutaten:
- 1–2 Teelöffel getrocknete Cannabisblätter (Blüten oder Buds gehen auch, aber Blätter enthalten meist weniger psychoaktive Wirkstoffe)
- 1 Tasse Wasser
- Süßungsmittel (optional)
- Milch oder Sahne (optional, für den Geschmack und damit die Wirkstoffe besser aufgenommen werden)
Zubereitung:
Schritt 1: Bring das Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen.
Schritt 2: Gib die getrockneten Blätter in den Topf und stell die Hitze auf niedrig. Lass sie etwa 15 bis 30 Minuten im heißen Wasser ziehen, damit sich die Wirkstoffe lösen. Wenn du Wirkung willst, decarboxylierst du die Blätter am besten vorher im Ofen, so wie weiter unten bei der Cannabutter beschrieben.
Schritt 3: Nimm den Topf vom Herd und gieß den Tee ab, damit die Blätter rauskommen. Ein Sieb oder Teefilter reicht.
Schritt 4: Wenn du magst, süß den Tee mit Honig oder Zucker, das macht ihn geschmacklich runder.
Schritt 5: Optional kommt noch ein Schuss Milch oder Sahne dazu. Die Wirkstoffe von Cannabis sind fettlöslich, das Fett in der Milch hilft also bei der Aufnahme und macht den Geschmack milder.
Schritt 6: Genieß deinen Cannabis-Tee! Trink langsam und achte darauf, was du spürst. Die Wirkung kann länger auf sich warten lassen als beim Rauchen, weil die Wirkstoffe erst über die Verdauung freigesetzt werden. Also nicht nachlegen, nur weil nach einer halben Stunde noch nichts passiert.

Wofür wird Cannabis-Tee getrunken?
Cannabis-Tee aus Blättern, Blüten oder Buds wird wegen der möglichen Effekte der enthaltenen Cannabinoide getrunken, vor allem THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol). Diese Stoffe docken an Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems an, das im Körper an der Regulierung von Stimmung, Schmerz, Appetit und Schlaf beteiligt ist.
Wofür Leute Cannabis-Tee nutzen, ist ganz unterschiedlich. Viele trinken ihn, um Stress und Anspannung abzubauen, denn Cannabinoide könnten angstlösend wirken und beim Entspannen helfen. Patient:innen berichten außerdem, dass er chronische Schmerzen lindern könnte, und erste Untersuchungen deuten auf entzündungshemmende Eigenschaften der Cannabinoide hin.
Häufig wird Cannabis-Tee auch zum Einschlafen getrunken. Manche Cannabinoide wirken sedierend und könnten beim Einschlafen und bei Schlafproblemen helfen. CBD-reiche Sorten können entspannen, ohne dass du ein starkes Euphorie-High oder einen vernebelten Kopf bekommst.
Im medizinischen Bereich wurde Cannabis-Tee auch als Möglichkeit untersucht, den Appetit bei Patient:innen anzuregen, die wegen chronischer Krankheiten an Gewicht verlieren. THC, bekannt für den Fressflash, könnte in solchen Fällen helfen, mehr Kalorien aufzunehmen.
Wichtig: Wie Cannabis-Tee wirkt, hängt stark von der Sorte, der Dosis und deiner Toleranz ab.
Wie lange wirkt Cannabis-Tee?
Wie lange die Wirkung von Cannabis-Tee anhält, hängt von vielen Faktoren ab: Dosis, Cannabinoid-Gehalt, Toleranz und wie dein Körper ihn verstoffwechselt. In der Regel ist die Wirkung sanfter und hält länger an als beim Rauchen oder Verdampfen.
Im Schnitt setzt die Wirkung 30 Minuten bis 2 Stunden nach dem Trinken ein, der Höhepunkt kommt nach 2 bis 3 Stunden. Insgesamt kann sie 4 bis 8 Stunden anhalten, manchmal auch länger, je nachdem, wie stark der Tee ist und wie viele Cannabinoide drinstecken.
Cannabis-Tee wirkt meist allmählicher und subtiler als ein Joint, weil Verdauung und Stoffwechsel langsamer sind. Dazu reagiert das Endocannabinoid-System bei jedem Menschen etwas anders, das beeinflusst Dauer und Intensität der Wirkung.
Trockenes Hasch (Dry Sift)
Laut der Faustregel aus der Quelle bekommst du aus 200 g Resten etwa 30 bis 40 g Hasch. Am einfachsten geht’s so: Die Reste ein paar Stunden einfrieren und dann über einem Sieb oder Metallgitter schütteln.
Dafür brauchst du einen Behälter, in den das Pulver fällt. Schüttel etwa 5 Minuten, sammel das Hasch dann mit einer Karte zusammen und schüttel erneut. Je länger du schüttelst, desto mehr Hasch bekommst du, aber mit jeder Runde sinkt die Qualität.
Cannabutter
Cannabutter kommt meist in Edibles wie Brownies, Kuchen oder Kekse. Je nach Qualität der Sorte rechnet man mit etwa 20 bis 30 g Resten.
Für die Butter heizt du den Ofen auf 100 °C vor, verteilst die Reste auf einem mit Alufolie ausgelegten Backblech und lässt sie etwa 20 bis 30 Minuten im Ofen. Am besten rührst du alle 10 Minuten vorsichtig um, damit nichts verbrennt und alles gleichmäßig decarboxyliert.
Wenn das durch ist und abgekühlt, kommen die decarboxylierten Reste mit der Butter in ein Glas. Das Ganze im Wasserbad erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Wichtig: Die Mischung darf nicht über 95 °C kommen und nie kochen. Ein Trick dagegen: mehr Wasser ins Wasserbad geben, dann bleibt die Temperatur niedriger. Nach 2 bis 3 Stunden die Butter abseihen und in den Kühlschrank stellen, bis sie fest ist und sich unten im Glas das Wasser abgesetzt hat. Dann ist sie fertig.
Cannabis-Olivenöl
Eine gute Möglichkeit, Cannabis ohne Rauchen zu konsumieren. Wie Cannabutter nimmst du es am besten kalt, im Salat oder überall dort, wo es nicht stark erhitzt wird.
Dafür brauchst du gutes Olivenöl. Erwärm es in einem Topf bei mittlerer Hitze; sobald sich erste Bläschen zeigen, schaltest du den Herd aus und gibst die Reste dazu, am besten vorher decarboxyliert wie bei der Cannabutter. Nach 2 bis 3 Stunden im Öl füllst du es in ein Glasgefäß ab. Kühl gelagert hält es sich bis zu einem Jahr.
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