Wo wächst Cannabis wild? Die natürlichen Lebensräume von Gras
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Wo wächst Cannabis wild? Die natürlichen Lebensräume von Gras

Vom Himalaya über Jamaika bis zum Mittleren Westen der USA: wo Cannabis ohne Grower wächst und welche Landrassen dort zu Hause sind.

VON CosechaLibre Redaktion4 MIN LESEZEIT

Cannabis wächst wild vor allem in warmen, feuchten Regionen, stammt ursprünglich aber aus Süd- und Zentralasien rund um den Himalaya. Mit dem Menschen hat sich die Pflanze über fast die ganze Welt verbreitet: Wilde Bestände gibt es heute von den Tropen über Steppen bis ins Gebirge. Wenn du dich für wild wachsende Pflanzen und Kräuter interessierst, ist die Frage nach ihren natürlichen Standorten also spannender, als sie klingt.

Durch diese Verbreitung haben sich verschiedene Cannabis-Varietäten an die unterschiedlichsten Klimabedingungen angepasst, und so gibt es heute zahlreiche wilde Sorten.

Wild wachsende Cannabispflanzen in ihrer Heimat haben jeweils ganz eigene Vorlieben, was Höhenlage, Breitengrad und Luftfeuchtigkeit angeht. Schauen wir uns die Klimazonen an, in denen Gras in freier Natur gedeiht.

Welches Klima mag Cannabis?

Das Klima, das Cannabis mag, verrät viel über seine natürlichen Lebensräume. Grob gesagt fühlt sich die Pflanze in warmem, feuchtem Klima am wohlsten, ist aber nicht darauf beschränkt. Man hat sie sogar hoch oben im Himalaya in Nepal gefunden, ein klares Zeichen dafür, wie anpassungsfähig sie ist.

Diese Vielseitigkeit ist beeindruckend: Cannabis kann fast überall auf der Welt wachsen, außer in echten Wüsten und in der Antarktis, solange es genug Sonne und Wärme bekommt.

Woher stammt die Cannabispflanze ursprünglich?

Ursprünglich kommt Cannabis aus Regionen rund um den Himalaya, etwa Afghanistan, wo das Klima trockener und kälter ist. Mit der Zeit hat es sich aber über die ganze Welt verbreitet, weil Menschen es anbauen wollten.

Diese weltweite Verbreitung zeigt, wie gut sich die Pflanze an ganz verschiedene Klimazonen anpassen kann, von kalt und trocken bis warm und feucht. Heute findest du Cannabis an den unterschiedlichsten Orten, auch weit weg von seiner ursprünglichen Heimat.

Wo findest du wildes Cannabis?

Wildes Cannabis gibt es in vielen Regionen der Welt. Oft fällt es gar nicht auf, weil es Nutzhanf ähnelt und kleiner bleibt. Es gibt aber Gegenden, die für ganze Felder bekannt sind, weil das Klima ein kräftiges, schnelles Wachstum begünstigt. In der Regel sind warme, tropische Gegenden am besten für wildes Cannabis geeignet.

Tropische Regionen: Malawi und Lamb's Bread

Tropische Zonen wie Savannen und Regenwälder bieten ideale Bedingungen für viele wild wachsende Cannabis-Varietäten. Landrassen wie Malawi (aus Malawi) und Lamb's Bread (aus Jamaika) gedeihen dort dank hoher Luftfeuchtigkeit, gleichbleibender Wärme und regelmäßigem Regen. Milde Winter und viel Sonne sorgen außerdem für eine lange Wachstumssaison und damit für eine natürliche Entwicklung.

In Ländern wie Mexiko und Jamaika gibt es ausgedehnte Flächen, auf denen Cannabis ganz von allein wächst. Cannabis ist fest in der jamaikanischen Kultur verwurzelt, und weil es leicht zu bekommen ist, sieht man es auch überall.

Auch die Gesetze in Jamaika verändern sich und tragen dieser Realität zunehmend Rechnung. Im warmen, feuchten Klima dieser Regionen blüht Cannabis, einmal gesät, praktisch von selbst.

Gemäßigte Regionen: Swazi Gold und Lebanese Red

Gemäßigte Regionen, auch subtropische oder maritime Zonen genannt, bieten mildere Bedingungen, die zu Landrassen wie Swazi Gold (aus Eswatini, dem früheren Swasiland) und Lebanese Red (aus dem Libanon) passen. Diese Sorten kommen gut mit einem mäßig warmen, mediterranen Klima zurecht, in dem sie problemlos wachsen.

Trockene Regionen: Sinai und Afghani

In den Steppen und Halbwüsten trockener Regionen findest du robuste, zähe Landrassen wie Sinai (aus Ägypten) und Afghani (aus Afghanistan). Sie haben sich an trockene, windige Bedingungen angepasst und stecken auch große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht weg.

Kontinentale Regionen: Swiss Sativa und Nepalese

Kontinentale Regionen haben kalte, trockene Winter und heiße, feuchte Sommer. Die Sorten, die dort wild wachsen, etwa Swiss Sativa (Landrasse aus der Schweiz) und Nepalese (Landrasse aus Nepal), haben gelernt, mit diesen wechselnden Bedingungen übers Jahr klarzukommen. Anders als in anderen Klimazonen fehlen hier große Gewässer, die die Temperaturen ausgleichen.

Wächst Cannabis in den USA wild?

Auch im Mittleren Westen der USA ist wildes Cannabis bekannt. Diese Pflanzen gelten als Überbleibsel aus der Zeit, als Hanfanbau in der US-Landwirtschaft gängig und sogar eine patriotische Pflicht war.

Wildes Cannabis kann sich als Unkraut lange an einem Standort halten, hat aber meist wenig THC und macht nicht high wie Gras aus kommerziellem Anbau.

Während heutiges Zuchtgras auf hohe THC-Werte getrimmt ist, verfolgt wildes Cannabis kein solches Ziel. Dass es trotzdem überall auftaucht, zeigt, wie anpassungsfähig die Pflanze ist und wie gut sie sich in den unterschiedlichsten Lebensräumen ausbreitet.

Wie wächst Cannabis ruderalis in freier Natur?

Cannabis ruderalis ist eine wilde Unkrautform, die vor allem in Osteuropa und Zentralasien verbreitet ist. Sie hat wenig THC und mäßig viel CBD. Ruderalis wird weder zu Sativa noch zu Indica gezählt, soll aber in der Volksmedizin in Russland und der Mongolei traditionell gegen Depressionen eingesetzt worden sein.