Yoga und Cannabis: Welche Sorte, wie viel und was du lassen solltest
GESUNDHEIT

Yoga und Cannabis: Welche Sorte, wie viel und was du lassen solltest

Hybrid statt reiner Sativa oder Indica, weniger als sonst und nicht mit vollem Bauch: So passen Gras und Yogamatte zusammen.

VON CosechaLibre Redaktion3 MIN LESEZEIT

Yoga und Cannabis passen für viele gut zusammen, wenn du eine Hybrid-Sorte wählst, weniger nimmst als sonst und nicht mit vollem Magen auf die Matte gehst. Yoga gibt es in vielen Formen, im Kern ist es aber eine Praxis der Verbindung, die dich in einen natürlichen Zustand des Gleichgewichts bringt, in dem Geist, Körper und Atem ganz zusammenfinden. Der Blick wechselt von der Brille des Egos zur Brille des höheren Selbst, und die Trennung zwischen allem entpuppt sich als Illusion.

Cannabis ist, wie viele andere heilige Pflanzen, ein Werkzeug, das genau diesen Zustand erlebbar machen kann. Wissenschaftlich gut belegt ist, dass Cannabis unser Endocannabinoid-System anspricht, das System im Körper, das für die Homöostase sorgt, also für das innere Gleichgewicht. Viele berichten außerdem, dass Gras die Sinne schärft und das Körperbewusstsein steigert, ähnlich wie Yoga.

Weil die meisten Sorten als Indica, Sativa oder Hybrid gekennzeichnet sind, hast du schon mal eine grobe Orientierung. Die Wirkung ist aber bei jedem anders, also probier aus, was dir am besten taugt.

Wie gesagt, Yoga verbindet Geist und Körper, deshalb lohnt sich eine Hybrid-Sorte, statt deine Aufmerksamkeit mit einer Sativa komplett in den Kopf oder mit einer Indica komplett in den Körper zu katapultieren.

Ein sativa-dominanter Hybrid wie Jack Herer oder White Widow kann ein super Begleiter für Vinyasa oder Power Yoga sein. Ein indica-dominanter Hybrid wie OG Kush oder White Diesel passt eher zu Restorative Yoga, Yin Yoga und Meditation. Wenn du deine perfekte Sorte wirklich finden willst, beschäftig dich mit Terpenen und such nach Sorten mit genau den Terpenen, mit denen du arbeiten willst.

Auch Edibles mit gleich viel THC und CBD sind gute Begleiter fürs Yoga, weil das CBD zu viel berauschende Energie abfedert. Wenn du gar keine psychoaktive Wirkung willst, bleib bei CBD: Viele berichten, dass es Angst und Anspannung löst und es so leichter macht, ganz im Moment zu sein.

Wenn du direkt vor der Session konsumieren willst, kannst du rauchen oder vapen. Beim Rauchen entstehen potenziell schädliche krebserregende Stoffe. Wenn du das vermeiden willst, vape lieber Blüten oder Konzentrat. Konzentrat ist viel stärker als Blüten, denk beim Dosieren dran.

Hast du vor der Session noch etwas Zeit, nimm am besten ein Edible, etwa eine Kapsel, ein Gummi oder eine Tinktur unter die Zunge. Fehlt dir die Zeit, bis es wirkt, geht auch ein schneller wirkendes Edible, aber rechne damit, dass es irgendwann mitten in der Session reinkickt.

Do: Nimm weniger als deine übliche Dosis. Warum? Die yogische Atmung erzeugt einen Bewusstseinszustand, der der Präsenz und der gesteigerten Sinnlichkeit von Cannabis ähnelt. Wenn du zu viel nimmst, kann das schnell zu viel werden. Übst du allein, kann dich das zu neuen Ebenen der Körper-Geist-Verbindung führen, die du in Ruhe erkunden kannst. Übst du mit anderen, kann es dich dagegen in Unruhe oder Angst stürzen.

Don’t: Mit vollem Magen konsumieren und üben. Geh möglichst mit leerem oder fast leerem Magen auf die Matte. Wenn du vorher etwas essen willst, dann am besten eine Suppe oder einen Smoothie. Verdauung lenkt beim Yoga ab, und high wird das nur noch schlimmer.

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