
Bokashi selber machen: Was der japanische Fermentkompost deinem Cannabis bringt
Was Bokashi ist, wie du Küchenabfälle im luftdichten Eimer fermentierst und wie du den Bio-Dünger im Cannabis-Grow einsetzt.
Bokashi ist eine japanische Methode, Küchen- und Gartenabfälle in einem luftdicht verschlossenen Eimer mit Hilfe effektiver Mikroorganismen (EM) zu fermentieren statt zu kompostieren. Nach zwei bis drei Wochen hast du einen stickstoffreichen Bio-Dünger, den du in die Erde eingräbst, plus einen Bokashi-Saft als Flüssigdünger. Das geht schneller als klassischer Kompost, braucht wenig Platz und klappt sogar in der Wohnung.
Viele steigen deshalb von Mineraldünger auf Bio-Dünger und -Zusätze um – ein wichtiger erster Schritt. Noch konsequenter ist es, den eigenen Dünger selbst herzustellen, zu 100 % organisch. Dafür nutzt du Abfälle aus Garten, Küche und Anbau und bekommst ein hochwertiges Produkt, ohne Plastikverpackungen, die um die halbe Welt gereist sind.

Hier geht es um Bokashi, eine Kompostiertechnik aus Japan, die in kürzerer Zeit noch bessere Ergebnisse liefert als der klassische Komposthaufen.
Wie verbessert Bokashi den Boden für den Cannabis-Anbau?
Ist Bokashi bei Bio-Düngern dem herkömmlichen Kompost überlegen? Diese Frage stellen sich viele Gärtner und Grower – vor allem, wenn sie sich die besonderen Vorteile von Bokashi-Dünger anschauen.
Erstens punktet Bokashi mit seinem Stickstoffgehalt, einem lebenswichtigen Nährstoff für die Wachstumsphase, gerade bei Pflanzen wie Cannabis. Zweitens ist die Methode unschlagbar schnell.
Während klassischer Kompost Monate braucht, liefert Bokashi in wenigen Wochen einen konzentrierten Dünger, ohne dass organisches Material verloren geht oder schädliche Gase in die Umwelt gelangen.
Ein weiterer Pluspunkt ist der geringe Platzbedarf. Bokashi braucht weniger Raum als ein Komposthaufen und funktioniert dank des luftdichten Behälters auch drinnen – ohne fiese Gerüche und ungebetene Insekten.
Was brauchst du für Bokashi?
Für den Start brauchst du einen speziellen Bokashi-Eimer mit luftdichtem Deckel und einem Ablauf im Boden für die Flüssigkeit, die bei der Fermentation entsteht. Dieser nährstoffreiche Bokashi-Saft lässt sich ebenfalls als Flüssigdünger zum Gießen oder als Blattspray nutzen – so verwertest du wirklich alles.
Kurz gesagt: Bokashi ist eine praktikable, effektive Option für alle, die schnell, effizient und platzsparend kompostieren wollen – mit spürbaren Vorteilen für das Pflanzenwachstum.
Wie setzt du Bokashi im Cannabis-Grow ein? Die Anleitung
Mit Bokashi-Kompost kannst du deine Pflanzen ausschließlich mit Küchen- und Gartenabfällen versorgen – sogar mit Fleisch und Milchprodukten, die in anderen Kompostarten nichts verloren haben.
Der Einstieg ist easy. Du kannst ein Bokashi-Starterset kaufen oder dein eigenes Bokashi nach Rezepten für Bokashi-Kleie aus dem Netz ansetzen. Dort findest du auch jede Menge Infos zum Ablauf, zu den Zutaten und Tipps von Profis.
Manche Grower züchten ihre effektiven Mikroorganismen (EM) selbst, allerdings lässt sich bei der Eigenzucht schwer abschätzen, wie viele Mikroben tatsächlich drin sind.
Wer die Mikroben bei einem seriösen Anbieter kauft, bekommt sicher die drei Gruppen, die für die Bokashi-Fermentation entscheidend sind: Milchsäurebakterien, Hefen und photosynthetische Bakterien.

Bokashi-Kompost Schritt für Schritt
Leg zuerst Küchenabfälle in den Bokashi-Eimer und streu etwas mit EM geimpfte Kleie darüber. Jedes Mal, wenn du neue Reste nachlegst, kommt wieder Kleie drauf. Achte darauf, was in den luftdichten Eimer kommt: keine verdorbenen Lebensmittel, keine großen Knochen, Muschelschalen, Kunstfasern, Milch oder andere Flüssigkeiten.
Lass die Küchenabfälle außerdem gut abtropfen, damit nicht zu viel Flüssigkeit im Eimer landet. Über den Ablauf am Boden kannst du die Flüssigkeit abzapfen und als Dünger fürs nächste Gießen nutzen oder richtig lagern.
Ist der Bokashi-Eimer voll, bleibt der Deckel zu und der Inhalt fermentiert zwei bis drei Wochen bei Zimmertemperatur. Danach ist das Bokashi bereit, im Boden kontrolliert fertig abgebaut zu werden – und liefert deinen Pflanzen dabei wertvolle Nährstoffe.
Was bringt Bokashi für Wachstum und Gesundheit deiner Cannabispflanzen?
Bei der Anwendung gilt: Bokashi am besten in die Erde eingraben, statt es oben drauf zu streuen. Der Dünger ist sehr potent. Damit die Wurzeln keinen Schaden nehmen, gräbst du Löcher, gibst das Bokashi hinein und füllst sie dann komplett mit deinem Substrat auf.
Viele Grower mischen es aber auch direkt unter Substrat oder Kompost und haben damit kaum Probleme – es hängt eben von den Zutaten und der fertigen Mischung ab.
Ein weiterer Grund, Bokashi tief einzugraben: Seine Nährstoffe stehen nicht so schnell zur Verfügung wie die von klassischem Kompost, der vollständig zersetzt ist und meist als oberste Schicht ausgebracht wird.
Außerdem kannst du mit Bokashi größere Mengen organisches Material „impfen“, indem du es einfach untermischst. Auch für Wurmkompost ist es eine super Ergänzung: Wer eine Wurmkiste hat, gibt Bokashi dazu und beschleunigt so die Kompostierung dank der wertvollen Mikroorganismen.
Selbst kompostieren lohnt sich also auf ganzer Linie: Es schont die Umwelt und macht aus deinen Abfällen das Beste, um Boden und Pflanzen zu ernähren.
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