Substrat-Arten für Cannabis: Erde, Super Soil, Kokos, Hydro
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Substrat-Arten für Cannabis: Erde, Super Soil, Kokos, Hydro

Was ein Substrat leisten muss, die bewährte Grundmischung in Prozent und wann Super Soil, Kokos oder Hydro die bessere Wahl sind.

VON CosechaLibre Redaktion4 MIN LESEZEIT

Substrate für Cannabis lassen sich grob in drei Gruppen teilen: erdbasierte Mischungen (klassische Erde oder Super Soil), inerte Substrate wie reine Kokosfaser und erdlose Hydrokultur. Jedes Substrat muss dasselbe leisten: Wasser und Nährstoffe speichern, die Wurzeln mit Luft versorgen und ihnen Halt geben. Bei der riesigen Auswahl im Handel ist die Entscheidung trotzdem nicht ohne. Keine Panik: Wir lotsen dich durch das Angebot, damit du gut informiert wählst.

Was muss ein Substrat für Pflanzen leisten?

Bevor wir uns in die Mischungen stürzen, solltest du verstehen, welche Grundaufgaben ein Substrat im Anbau hat. Das sind die wichtigsten:

  1. Wasser und Nährstoffe speichern: Substrate sind Speicher für Wasser und Nährstoffe und sorgen dafür, dass die Pflanzen ständig an alles kommen, was sie zum Wachsen brauchen.
  2. Gasaustausch: Sie ermöglichen den Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid zwischen den Wurzeln und der Umgebung, damit Atmung und Photosynthese laufen.
  3. Halt für die Wurzeln: Sie geben dem Wurzelwerk stabilen Halt, damit die Pflanze gesund wachsen und sich gut verankern kann.

Wichtig: Die physikalischen Eigenschaften eines Substrats sind nicht einfach die Summe seiner Bestandteile. Welche Komponenten du wählst und in welchem Verhältnis, entscheidet über Qualität und Funktion der fertigen Mischung.

Blähton als Substratzusatz

Welches Substrat passt zu deinem Grow?

Auf die Frage nach der besten Erde für den Cannabisanbau gibt es keine einzige, endgültige Antwort. Das richtige Substrat hängt von deinen Anbaubedingungen, deinen Vorlieben und deiner Erfahrung ab. Es gibt aber eine Grundmischung, die sich bewährt hat und in der Grower-Szene weit verbreitet ist.

Die Grundmischung für ein gutes Substrat:

Egal ob du ein Substrat für indoor oder outdoor mischst: Du solltest wissen, welche Bestandteile auf jeden Fall rein müssen. Das sind die Basiszutaten:

  1. Mutterboden oder Kompost (40 %): Das Rückgrat jedes Cannabis-Substrats. Liefert die wichtigsten Nährstoffe und die Struktur, die die Pflanze für gesundes Wachstum braucht.
  2. Torf (25 %): Torf erfüllt gleich mehrere Aufgaben. Er hilft, den pH-Wert zu regulieren, lockert das Substrat auf und hält Feuchtigkeit und Nährstoffe, ideal für die Wurzelentwicklung.
  3. Humus (15 %): Humus, vor allem Wurmhumus, ist reich an Nährstoffen sowie Humin- und Fulvosäuren. Er füttert die Pflanzen, hilft beim pH-Ausgleich und verbessert die Bodenstruktur.
  4. Vermiculit (10 %): Das leichte, poröse Mineral verbessert Belüftung und Drainage und speichert gleichzeitig Wasser und Mineralstoffe, die es nach und nach an die Wurzeln abgibt.
  5. Perlite (10 %): Ähnlich wie Vermiculit ist Perlite ein inertes Material, das die Struktur des Substrats verbessert, für Luft sorgt und etwas Feuchtigkeit hält.

Wenn du diese Zutaten im richtigen Verhältnis mischst, bekommst du ein ausgewogenes, nährstoffreiches Substrat, in dem deine Cannabispflanzen kräftig und gesund wachsen. Probier ruhig herum und pass deine Mischung an das an, was deine Pflanzen brauchen!

Erde und Substrat: Alternativen für den Cannabisanbau

Beim Cannabisanbau kann das richtige Substrat bei Ertrag und Pflanzengesundheit einen großen Unterschied machen. Neben der üblichen Grundmischung gibt es weitere Optionen, die zu unterschiedlichen Bedürfnissen und Vorlieben passen.

Super Soil:

Super Soil ist bei Bio-Growern sehr beliebt. Es besteht aus festen organischen Zusätzen, die die Pflanze über ihren ganzen Lebenszyklus mit allen nötigen Nährstoffen versorgen. Meist wird es mit Bio-Düngern auf Mikrobenbasis kombiniert, die Aufnahme und Zersetzung des organischen Materials steuern.

Dazu kommt: Mit wenigen Zusätzen lässt es sich wiederverwenden und ist auf lange Sicht günstig.

Kokosfaser als Substrat

Inerte Substrate:

Reine Kokosfaser ist eines der beliebtesten inerten Substrate, also eines, das selbst kaum Nährstoffe liefert. Sie verlangt etwas mehr Aufwand, weil du spezielle Dünger brauchst und genau und häufig messen musst, dafür sind Drainage und Wasserspeicherung top. Ideal, wenn du ohne Erde growen willst.

Hydrokultur:

Hydrokultur verzichtet ganz auf Erde: Die Wurzeln werden mit einer Nährlösung versorgt. pH-Wert und elektrische Leitfähigkeit (EC) wollen streng kontrolliert werden, dafür wachsen die Pflanzen schnell und effizient.

Nimm Nährstoffe, die speziell für Hydrosysteme gemacht sind, und miss regelmäßig, damit die Bedingungen für die Pflanzen optimal bleiben.

Nützliche Zusätze fürs Substrat:

Neben dem richtigen Substrat kannst du mit ein paar nützlichen Zusätzen noch mehr aus deinem Grow holen:

  • Mykorrhiza: Diese nützlichen Pilze gehen eine Symbiose mit den Wurzeln ein und können so die Nährstoffaufnahme verbessern.
  • Azospirillum-Bakterien: Sie können bei der Bindung von Stickstoff helfen, einem der wichtigsten Nährstoffe fürs Wachstum.
  • Trichoderma: Diese nützlichen Pilze schützen die Pflanzen vor schädlichen Pilzkrankheiten, indem sie ihnen Platz und Ressourcen streitig machen.
  • Biostimulanzien: Wurmhumus ist ein Beispiel dafür: Er liefert zusätzliche Nährstoffe, reguliert den pH-Wert und fördert so ein gesundes Wachstum.

Mit diesen Substraten und Zusätzen kannst du deinen Grow genau auf deine Pflanzen zuschneiden und ihr Wachstums- und Ertragspotenzial voll ausschöpfen.