
Cannabis-Glossar: die wichtigsten Begriffe von 420 bis Wax
BHO, Budtender, Kief oder Live Resin: Das Kiffer-Lexikon für alle, die beim Fachchinesisch der Szene nicht mehr nur nicken wollen.
Wer neu in die Cannabis-Welt einsteigt, stolpert über jede Menge Begriffe – von BHO über Budtender bis Wax –, die beim Anbau und Konsum oft mehr verwirren als erklären. Dieses Cannabis-Glossar übersetzt die wichtigsten Fachwörter und Slang-Ausdrücke in klare Kurzdefinitionen. So verstehst du, was hinter Produkten, Methoden und Szene-Codes steckt, und triffst bessere Entscheidungen.
Hier also die Begriffe, die dir am häufigsten begegnen werden. Klar: Es gibt noch viel mehr.
Butane Hash Oil (BHO):
Butane Hash Oil, kurz BHO, ist ein Cannabis-Konzentrat, bei dem THC und Terpene mit Butan extrahiert werden. Die Methode kann richtig gefährlich sein und gehört nur in die Hände von Leuten mit Chemie-Erfahrung.
Blunt:
Was ein Blunt ist, ist schnell erklärt, und vielleicht hast du schon mal einen gesehen: ein Deckblatt aus Tabak, in das Gras gedreht und geraucht wird. Die Länge liegt meist zwischen 12 und 35 cm. Am besten zündest du ihn in Begleitung eines verantwortungslosen Erwachsenen oder einer guten Crew an.
Bubble Hash:
Bubble Hash ist ein Cannabis-Konzentrat aus Millionen von Trichomen. Gewonnen wird es ohne Lösungsmittel, indem Pflanzenmaterial in Eiswasser gerührt wird.
Budtender:
Im Kiffer-Vokabular ist ein Budtender jemand, der Cannabis verkauft oder in einem Shop arbeitet – also die Person, mit der du beim Einkauf von Cannabisprodukten redest.
Bubbler:
Ein Bubbler ist ein Rauchgerät aus Glas mit Wasserkammer. Meist ist er größer als eine Handpfeife, aber kleiner als eine klassische Röhrenbong.
420 Bedeutung:
Die Zahl steht für den Feiertag rund um Anbau und Konsum von Cannabis und meint meist den 20. April (Monat vier, Tag 20 – nach amerikanischer Schreibweise 4/20). Ähnlich wird 710 bzw. der 10. Juli mit Haschischöl verbunden: „OIL“ heißt Öl und sieht auf dem Kopf gelesen aus wie die Zahl 710.
Cannabidiol (CBD):
Eines der wichtigsten Cannabinoide in Cannabis und Hanf ist Cannabidiol, kurz CBD. Es sitzt im Harz der Blüten und macht nicht high. Stattdessen kann es die psychoaktive Wirkung von THC abmildern. Therapeutisch ist CBD spannend: Es wird häufig bei Angst, Übelkeit und Krampfanfällen eingesetzt, bei bestimmten Formen von Epilepsie ist die Studienlage am besten. In der CBD-Kategorie unseres Shops in Argentinien findest du Produkte mit CBD.

Cannabinoide:
Cannabinoide sind die wichtigsten chemischen Verbindungen der Cannabispflanze. Am bekanntesten sind Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD), insgesamt stecken aber über 100 verschiedene Cannabinoide in der Pflanze. Sie docken am Endocannabinoid-System an und sind für die große Bandbreite an Wirkungen verantwortlich, die Cannabis nachgesagt und teils auch nachgewiesen werden.
Hanf (Nutzhanf):
Nutzhanf gehört zur Cannabis-Familie, hat aber einen niedrigen THC-Gehalt von 0,3 % oder weniger. Angebaut wird er vor allem für Fasern, Samen und andere industrielle Zwecke.
Mota (spanischer Slang):
So nennt man Gras in mehreren Ländern Lateinamerikas, zum Beispiel in Mexiko. Ein paar Beispiele: „¿Vamos a fumar mota?“ (Rauchen wir einen?), „¿Tienes un poco de mota que me regales?“ (Hast du ein bisschen Gras für mich?).
Sorten (Strains):
Sorten oder Strains sind die verschiedenen Cannabis-Varietäten innerhalb der Pflanzenfamilie.
Edibles:
Edibles sind Lebensmittel und Getränke, die aktiviertes Cannabis enthalten.
Konzentrate:
Konzentrate sind Cannabis-Extrakte mit hohem Cannabinoidgehalt, die es in vielen Formen gibt – etwa Haschisch, Shatter, Wax, Rosin und Live Resin.
Paraphernalia (Rauchzubehör)
Mit „Paraphernalia“ ist sämtliches Zubehör gemeint, das zum Herstellen, Verstecken und Konsumieren von Drogen gebaut und benutzt wird, meist für den Freizeitkonsum. Zum Beispiel die Bong, Pfeifen, Feinwaagen und Vaporizer.
Dab Rig:
Ein Glasgerät, das speziell zum Verdampfen von „Dabs“ gebaut ist, also von kleinen Portionen Cannabis-Konzentrat.
Cannabisblüte (botanisch):
Die Blüte ist das Fortpflanzungsorgan der Samenpflanzen. Werden samenlose Blüten (Sinsemilla) produziert, bilden die Pflanzen weibliche Blüten, die unbefruchtet bleiben, weiter reifen, immer neue Blüten nachschieben und sich schließlich mit Harz füllen. Bei Cannabis, das für die Samenzucht bestäubt wird, fallen Blüten- und Harzproduktion dagegen geringer aus.
Dispensary:
Ein Laden, in dem man legal Cannabis für medizinische Zwecke und/oder für Erwachsene bekommt, heißt Dispensary.
Extraktion:
Extraktion ist der Prozess, bei dem gewünschte Bestandteile aus dem pflanzlichen Rohmaterial gelöst werden.
CO2-Extraktion:
Eine Extraktionsmethode, bei der CO2 als wichtigstes Lösungsmittel dient.
Kohlenwasserstoff-Extraktion:
Werden Cannabinoide mit Kohlenwasserstoffen wie Butan oder Propan aus dem Pflanzenmaterial gelöst, spricht man von Kohlenwasserstoff-Extraktion.
Phänotyp:
Der Phänotyp umfasst die sichtbaren Merkmale, die aus dem Zusammenspiel zwischen der Genetik einer Pflanze und ihrer Umwelt entstehen.
Blüte (oder Bud):
Das unverarbeitete Produkt der Cannabispflanze heißt Blüte. Andere Namen dafür sind Gras, Bud oder Ganja.
Hasch:
Haschisch ist eine traditionelle Form von Cannabis-Extrakt, die ohne Lösungsmittel auskommt.
Indica:
Eine der bekanntesten Unterarten der Cannabispflanze, Cannabis sativa subsp. indica, mit kurzem Stängel und breiten Blättern.
Kief:
Das pulvrige, pollenähnliche Zeug, das sich von Cannabisblüten löst. Es besteht aus den Köpfen der Drüsentrichome und heißt auch Dry Sift.
Grinder:
Eine Mühle, mit der du Cannabisblüten zerkleinerst, damit das Material gleichmäßig wird und sich besser drehen lässt. Gehört in jedes Kiffer-Kit.
Joint
Eine Zigarette aus Gras. Im Deutschen auch Tüte, Dübel, Sportzigarette und unzählige andere Namen … gedreht mit oder ohne Tip. In Argentinien heißt der Joint meist „porro“, „faso“ oder „churro“ – die gängigsten Ausdrücke für Cannabiszigaretten dort.

Freizeitkonsum:
Cannabis, das zum Vergnügen und nicht aus medizinischen Gründen konsumiert wird, nennt man Freizeit-Cannabis oder Cannabis für den „Erwachsenengebrauch“ (Adult Use).
Live Resin:
Bei Konzentraten ist das Harz oft „live“: Die Pflanzen wurden direkt nach der Ernte eingefroren und/oder extrahiert, noch vor Trocknung und Curing.
Sativa:
Eine der bekanntesten Unterarten der Cannabispflanze, Cannabis sativa, mit langem Stängel und schmalen Blättern.
Endocannabinoid-System:
Das ECS oder Endocannabinoid-System ist das körpereigene System, das mit Cannabinoiden interagiert, das Gleichgewicht im Körper (Homöostase) mitreguliert und eigene Cannabinoide (Endocannabinoide) wie Anandamid bildet.

Lösungsmittelfrei (Solventless):
Produkte, bei denen kein Butan, Propan, Hexan oder ein anderes Kohlenwasserstoff-Verfahren zum Einsatz kam, gelten als lösungsmittelfrei.
Shatter:
Ein Cannabis-Konzentrat, das wie Glas „zerspringt“, wenn man es anfasst.
Trockensieb (Dry Sift):
Dry Sift, auch Kief genannt, ist ein Konzentrat, das durch Sieben der Buds entsteht: Die Harzdrüsen fallen durch das Sieb und werden als Pulver gesammelt.
Terpene:
Terpene sind die Bestandteile der Cannabispflanze, die für das Aroma verantwortlich sind und die Wirkung mitprägen.
Tinktur:
Eine bestimmte Form von Cannabis-Extrakt, die zum Schlucken oder für die Einnahme unter der Zunge (sublingual) gedacht ist.
THC:
Tetrahydrocannabinol, kurz THC, ist eines der bekanntesten Cannabinoide und der wichtigste psychoaktive Wirkstoff in Cannabis.
Topicals:
Cannabisprodukte, die äußerlich auf Körper und Haut aufgetragen und nicht eingenommen werden.
Trichome:
Die drüsenartigen Härchen der Cannabispflanze, die Cannabinoide, Terpene und Flavonoide produzieren.
Vaporizer:
Ein Gerät, das Cannabis auf die gewünschte Temperatur erhitzt, ohne es zu verbrennen. Gibt es in allen möglichen Varianten.
Wax
Wax ist ein Cannabis-Konzentrat mit wachsartiger Konsistenz, meist mit Butan extrahiert.
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