Cannabis-Museum Amsterdam und Barcelona plus die letzte Hanfmühle
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Cannabis-Museum Amsterdam und Barcelona plus die letzte Hanfmühle

Vom Museum, das nach einem Tag dichtgemacht wurde, bis zur letzten Hanfmühle der Welt: Ausflugsziele für alle, die Cannabiskultur live sehen wollen.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Zu den wichtigsten Orten der Cannabiskultur gehören das Hash Marihuana & Hemp Museum im Amsterdamer Rotlichtviertel, sein Schwestermuseum im Gotischen Viertel von Barcelona und die letzte noch arbeitende Hanfmühle der Welt, keine halbe Stunde von Amsterdam entfernt. Dazu kommen Treffpunkte der Szene wie 420-Festivals, der Emerald Cup in Kalifornien, das Seattle Hempfest und die Spannabis. Genug Stoff für eine ganze Reiseroute, vom Coffeeshop bis zur Plantagentour in Kalifornien.

Wenn du neugierig bist und mal was anderes erleben willst, tauch ein in diese Welt und entdecke Orte, an denen Cannabis mehr ist als eine Pflanze: ein Stück lokaler Identität und ein echter Grund hinzufahren. Mach dich auf eine Reise voller Entdeckungen und Erlebnisse gefasst, die du so schnell nicht vergisst.

Cannabisblüte in der Hand

Cannabis-Tourismus boomt

Cannabis-Tourismus ist zu einer richtigen Branche geworden, mit Angeboten für jeden Geschmack. Was mal eine unbekannte Nische war, ist heute ein weltweiter Trend: Festivals, Wettbewerbe, Treffen und ganze Urlaube, die sich um Gras drehen.

  • 420-Festivals: Diese Feiern der Cannabiskultur werden weltweit immer größer. Von Europa bis Nordamerika, in Ländern wie den USA, Kanada, Mexiko und Jamaika, gibt es Festivals mit guter Musik, Essen, Kunst und natürlich gutem Gras in sicherer, feierlicher Atmosphäre.
  • Cups und Wettbewerbe: Der Emerald Cup in Kalifornien ist ein Herzstück der Cannabisbranche und zieht Grower, Unternehmer und Fachleute aus aller Welt an. Neben dem Wettbewerb auf Top-Niveau gibt es jede Menge Gelegenheiten, etwas zu lernen, Leute kennenzulernen und eine gute Zeit zu haben.
  • Reisen für Aktivisten: Wer mehr will als nur abhängen, findet bei Events wie dem Seattle Hempfest eine Bühne für die politische Arbeit rund um Cannabis. Politik trifft hier auf Livemusik, mitreißende Reden und richtig gutes Streetfood.
  • Luxus am Strand: Lust auf ein All-inclusive-Resort am Strand mit Gras dazu? Das Bright Side Festival auf Jamaika bietet ein exklusives Tropenerlebnis mit Shows direkt an der Karibik und Touren rund ums Thema Cannabis, etwa zu Orten aus dem Leben von Bob Marley.
  • Spannabis: Die Spannabis in Barcelona gilt als größte Cannabismesse der Welt und ist das volle Programm: Ausstellung, Wettbewerbe, Musik, Kunst und Essen. Dazu kommt eine internationale Konferenz zu aktuellen Themen aus Wissenschaft, Medizin und Cannabispolitik.

Von wilden Festivals bis zum Luxus-Retreat: Cannabis-Tourismus hat für jeden etwas und ist eine spannende Option für alle, die auf Reisen etwas Besonderes suchen. Tauch ein in diese wachsende Welt und bring deine Abenteuerlust auf ein neues Level.

Hash Marihuana & Hemp Museum in Amsterdam und Barcelona

1987 eröffnete der Cannabis-Unternehmer und Visionär Ben Dronkers zusammen mit seinem Kollegen Ed Rosenthal das Cannabis Info Museum im berühmten Amsterdamer Rotlichtviertel. Er wollte seine faszinierende private Cannabis-Sammlung und seine Leidenschaft für die Pflanze mit anderen teilen, und so öffnete das Museum als einzigartiger Lernort seine Türen.

Die niederländische Regierung sah darin allerdings Werbung für illegale Aktivitäten und machte das Museum schon einen Tag nach der offiziellen Eröffnung dicht.

Ben Dronkers wehrte sich erfolgreich gegen die Schließung und machte am nächsten Tag wieder auf. So entstand das Hash Marihuana & Hemp Museum, das seitdem eine feste Größe der Cannabisszene ist.

2009 kam am selben Kanal ein zweiter Standort dazu, um noch mehr von der Sammlung zu zeigen. Die Hemp Gallery widmet sich der Geschichte und den vielen Verwendungen von Hanf, von Papier und Segeltuch bis zu Haute Couture und Design.

Das Cannabis-Museum in Barcelona

Später zog es das Museum auch nach Barcelona. Am 9. Mai 2012 wurde das Hash Marihuana & Hemp Museum Barcelona offiziell eröffnet, im Beisein prominenter Gäste wie Sir Richard Branson und des Kulturanthropologen Josep Fericgla.

Es liegt im prächtigen Palau Mornau mitten im Gotischen Viertel von Barcelona, ein modernistischer Palast ganz im Zeichen von Cannabis.

Heute beherbergt das Museum nicht nur eine einzigartige Sammlung zu allen Facetten von Cannabis, sondern ist auch ein Bildungszentrum: Es unterstützt die Forschung und informiert mit Ausstellungen und Bildungsprogrammen über Cannabis und Hanf.

Wer sich für die Geschichte der Pflanze interessiert, sollte sich das Hash Marihuana & Hemp Museum nicht entgehen lassen.

Die letzte Hanfmühle der Welt besuchen

Wer die Geschichte des Industriehanfs hautnah erleben will, besucht die einzige noch arbeitende Hanfmühle der Welt. Sie steht nur 20 Kilometer vom Zentrum Amsterdams entfernt in der idyllischen ländlichen Region Zaanstreek.

Jahrhundertelang hatte diese besondere holländische Windmühle eine wichtige Aufgabe: Sie klopfte die zähen Hanffasern weich, aus denen dann Seile und Segel für Schiffe gemacht wurden, die über die Weltmeere fuhren.

Historische Hanfmühle in der Nähe von Amsterdam

Früher war die niederländische Landschaft voller Hanfmühlen, heute hat nur noch die Mühle Paauw die Zeit überdauert. Hier erfährst du die ganze Geschichte des Industriehanfs, vom Anbau auf dem Feld über die Verarbeitung in der Mühle bis zum fertigen Produkt. Ein Stück Vergangenheit, das direkt vor deinen Augen lebendig wird.

Was erwartet dich beim Besuch?

Beim Besuch kannst du diesen faszinierenden Teil der niederländischen Hanf-Kultur in deinem eigenen Tempo erkunden. Der Müller erklärt dir, wie die Mühle funktioniert, und ein Film zeigt, wie sie über zehn Jahre wieder aufgebaut wurde und welche wichtige Rolle Industriehanf früher im Leben der Menschen spielte.

Die Mühle ist jeden Samstag für Besucher geöffnet, dank der Zusammenarbeit zwischen der gemeinnützigen Stichting Zaanse Pakhuizen, die den Wiederaufbau übernommen hat, und dem Hash Marihuana & Hemp Museum, das die Ausstellung gestaltet hat. Ein echter Geheimtipp für alle, die das Erbe des Hanfs erleben wollen.