
Cannabis-Serien, die die Kifferkultur geprägt haben: von Weeds bis Trailer Park Boys
Dealende Vorstadtmütter, Dispensary-Chaos und Kochshows mit THC: Diese Serien und Filme haben das Bild von Cannabis auf dem Bildschirm verändert.
Die Serien, die die Cannabis-Kultur am stärksten geprägt haben, sind Weeds, Disjointed, High Maintenance und Trailer Park Boys, dazu kommen Kochshows wie Cooking on High und Filme wie How High. Sie zeigen Gras nicht mehr nur als Klischee, sondern mit Humor, Drama und einem ehrlicheren Blick auf die Leute, die es rauchen, verkaufen oder anbauen.
Die Zeiten, in denen Cannabis im Fernsehen nur als Stigma und Klischee auftauchte, sind vorbei. Diese Produktionen mischen Humor, Drama und ab und zu eine Prise Psychedelik und erzählen Geschichten, die weiter gehen als das alte Kiffer-Bild. Sie zeigen die Pflanze mit all ihren Facetten und Widersprüchen.
Indem sie Cannabis vom Stigma befreien, wollen diese Serien Verständnis schaffen und die alten Erzählungen rund um die Pflanze hinterfragen.

Auf unserer Tour durch Serien und Filme rund um Gras siehst du, wie der Bildschirm zum Experimentierfeld wird, Vorurteile infrage stellt und Gespräche über diese vielseitige Pflanze anstößt.
Von Comedys zum Totlachen bis zu Dramen mit echten moralischen Dilemmas: Cannabis-Serien sind längst ein eigenes Fernsehphänomen, das über Stereotype hinausgeht. Also, los geht’s!
Weeds: die Cannabis-Revolution in der amerikanischen Vorstadt
Weeds startete 2005 mit einer Story, die auf den ersten Blick bekannt klingt, für ihre Zeit aber revolutionär war. Das klassische Muster: Jemand steckt in Geldnot und rutscht in den Verkauf illegaler Substanzen. Doch die Serie nahm eine überraschende Wendung.
Die Hauptfigur, eine verwitwete Mutter von zwei Kindern aus der oberen Mittelschicht, fängt an, in ihrer beschaulichen Wohnsiedlung Gras zu verkaufen.
Zu einer Zeit, als die Rechtslage in den USA noch weit von der heutigen entfernt war, zeigte Weeds den Grasverkauf als etwas fast Normales. Die Serie machte klar, dass das jeder machen kann, ohne gleich zwielichtig oder asozial zu sein, und setzte damit einen Meilenstein für Cannabis-Serien.
Disjointed: Kathy Bates kämpft für die Normalisierung von Cannabis
Die bekannte Schauspielerin Kathy Bates spielt in Disjointed eine langjährige Kifferin und Aktivistin. Die Story begleitet sie durch die Regulierungsbewegung in Kalifornien, wo sie schließlich ihre eigene Dispensary eröffnet.
Zusammen mit ihrem Sohn und einem Team junger Cannabis-Fans greift die Serie den medizinischen Einsatz von Cannabis auf und räumt mit Vorurteilen über Konsumenten auf.
Disjointed gilt als eine der ersten Serien, die diese neue Realität erkundet hat: den Weg von Cannabis von der verbotenen Substanz zur legalen Milliardenindustrie mit all seinen Tücken.
Die Serie kam zwar nicht über eine Staffel hinaus (Netflix veröffentlichte sie in zwei Teilen), ihr Einfluss auf das Bild von Cannabis in der Popkultur war aber deutlich.
Solche Serien unterhalten nicht nur, sie verändern auch, wie die Gesellschaft Cannabis sieht: Sie brechen Stigmata auf und sorgen für ein tieferes Verständnis dieser vielseitigen Pflanze.

Cooking on High: Cannabis in der Küche als Reality-Show
Einer der originellsten und erfolgreichsten Crossover der letzten Jahre kombiniert Kochshow und Reality-TV. Cooking on High auf Netflix ist ein Klassiker unter den Serien für bekiffte Abende: Zwei Köche mit Cannabis-Expertise treten gegeneinander an und kochen für eine Fachjury.
Ein Massenhit wurde die Show nicht, sie inspirierte aber auf derselben Plattform die Sendung „Cooked with Cannabis“. Außerdem ebnete sie den Weg für ein legendäres Crossover mit TV-Ikone Martha Stewart und dem bekennenden Kiffer-Rapper Snoop Dogg.
Trailer Park Boys: schwarzer Humor und Gras im Wohnwagenpark
Wenn es um Comedys über Drogen geht, führt an „Trailer Park Boys“ kein Weg vorbei. Die Weed-Serie liefert eine ordentliche Dosis schwarzen Humor und einen Blick auf das Leben in einem kanadischen Wohnwagenpark. Ricky und Julian versuchen mit ihrem schrägen Kumpel Bubbles, der Polizei zu entwischen, und scheitern dabei auf herrlich unfähige Art.
Die Serie zeigt die bittere Ironie von Armut in einem reichen Land, garniert mit improvisierten Indoor-Grows und Cannabis, das frisch und grün weggeraucht wird.
High Maintenance: New York und „der Typ“ mit dem Fahrrad
„High Maintenance“ taucht tief in das Leben in New York ein. Die bunt gemischten Figuren verbindet nur eins: „der Typ“, ein Dealer, der mit dem Fahrrad durch die Stadt fährt.
Gestartet als Webserie ohne feste Reihenfolge, fand die Serie ihr Zuhause bei HBO: vier Staffeln mit 34 Folgen, dazu die 19 ursprünglichen Webfolgen.
Die wilden 70er: Sitcom mit Rauchschwaden im Keller
Eine der lustigsten Comedys mit Drogenbezug: „Die wilden 70er“ (That ’70s Show) begleitet vier Teenager durch die 1970er-Jahre, da sind Gras-Anspielungen natürlich unvermeidlich.
Im Keller von Eric, wo sich die Clique trifft, wird geredet und gequalmt, während die Kamera die entspannten, grinsenden Gesichter einfängt. Nebenbei war die Serie das Sprungbrett für Ashton Kutcher, der hier eine seiner ersten großen Rollen hatte.
How High: Kiffer-Comedy, bei der Gras schlau macht
In „How High“ entdecken zwei begeisterte Kiffer ein magisches Kraut, das sie schlauer macht. Zu ihrer eigenen Überraschung schneiden sie bei den Aufnahmetests für Harvard glänzend ab und bekommen Stipendien für die Elite-Uni.
„Mac + Devin Go to High School“: Kiffer-Abenteuer an der Highschool
Die Comedy folgt zwei Highschool-Schülern: Devin Overstreet, dem Musterschüler, und Mac Johnson, der schon seit über zehn Jahren an der Schule rumhängt. Mit Snoop Dogg, Wiz Khalifa und Mike Epps vor der Kamera gibt’s jede Menge Humor und absurde Situationen im Schulalltag.
„Cooked with Cannabis“: Kochwettbewerb mit Gras
Auch das ist eine Serie für bekiffte Abende: In „Cooked with Cannabis“ treten Köche gegeneinander an, um Gastgeber und Gäste mit raffinierten Gerichten mit Cannabis, THC und CBD zu überraschen. Der Wettbewerb hebt das Kochen mit Gras auf ein neues Level und zeigt, was die Pflanze in der gehobenen Küche an Aromen hergibt.
„Have a Good Trip: Adventures in Psychedelics“: Promis erzählen von ihren Trips
Die etwas andere Doku „Have a Good Trip“ nimmt dich mit auf psychedelische Höhen und Tiefen, mit Animationen und witzigen Nachstellungen der Erlebnisse von Promis. Hier erzählen Stars ihre lustigsten und abgefahrensten Geschichten mit Psychedelika.
„Grass Is Greener“: die komplizierte Beziehung der USA zu Gras
Wenn du einen Film für einen bekifften Abend suchst, nimm lieber einen anderen. Diese starke Doku zeigt, welche Schlüsselrolle Cannabis in Jazz und Hip-Hop gespielt hat, und deckt zugleich den Rassismus im US-amerikanischen War on Drugs auf. „Grass Is Greener“ geht der komplizierten Beziehung des Landes zu Gras auf den Grund.
Family Business: Cannabis-Start-up auf Französisch
Die Legalisierung in Frankreich scheint in Reichweite, und „Family Business“ erzählt von einem Unternehmer in der Klemme, der die Metzgerei der Familie in ein modernes, zeitgemäßes Café umbauen will. Die Serie zeigt, wie eine Legalisierung die Spielregeln fürs Geschäft verändert.
„Reincarnated“: Wie Snoop Dogg zu Snoop Lion wurde
In „Reincarnated“ begleitest du Snoop Dogg auf seiner spirituellen Reise nach Jamaika. Die Doku zeigt seine Verwandlung in Snoop Lion, seine Verbindung zur jamaikanischen Kultur und die Suche nach einer neuen Identität.
„Rolling Papers“: Journalismus und Cannabis-Kultur
In einer kritischen Zeit für Printmedien erzählt „Rolling Papers“ von einer Zeitung in Denver, die auf einen neuen Markt setzt und ein eigenes Ressort für Cannabis-Kultur gründet. Die Doku zeigt, wie dieser Schritt mitten im Cannabis-Boom den Journalismus verändert hat.
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