Dein erster Cannabis-Grow: Was du vorher wissen musst
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Dein erster Cannabis-Grow: Was du vorher wissen musst

Platz, Klima, pH, Licht und Genetik abhaken, dann Keimung, Wachstum, Blüte und Spülen: die Checkliste für Einsteiger, von BSF Seeds.

VON CosechaLibre Redaktion6 MIN LESEZEIT

Von @bsfseeds

Cannabis anzubauen ist kein Hexenwerk, aber auch kein Selbstläufer. Wenn du vor deinem ersten Grow stehst, solltest du wissen: Du brauchst vor allem Zeit, Hingabe und einen wachen Blick. Vorher klärst du die Rechtslage und bringst Platz, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, pH-Wert, Licht und Genetik auf Linie. Das meiste lernst du ohnehin aus den Fehlern, die dir in den einzelnen Phasen passieren. 

Wenn du zum ersten Mal eine Cannabispflanze anbaust, gibt es einiges zu beachten. Am besten gehst du Punkt für Punkt vor und hakst eine Liste ab, um sicherzugehen, dass du alles hast, was du für deinen ersten Grow brauchst. 

Das Allererste, bevor du dir eine Pflanze zulegst: Informier dich über die Cannabisgesetze in deiner Region oder deinem Land. In Argentinien können Grower inzwischen legal zu Hause anbauen, in Deutschland regelt das Cannabisgesetz (CanG) den Eigenanbau, check dort die aktuell gültige Fassung. Hier liest du alles darüber, wie du in Argentinien eine Anbaugenehmigung bekommst.

Dieser Beitrag ist eine Art Grow-Handbuch für Einsteiger, in dem du die wichtigsten Grundbegriffe lernst.

Aber nicht nur das. Du musst auch wissen, wie du eine Cannabispflanze pflegst, und ein paar Begriffe rund um Pflege und Wachstum kennen. Die findest du hier.

Was du über Cannabispflanzen wissen musst

Wissen ist Macht, und gerade beim Einstieg in den Anbau dieser uralten Pflanze zählt es. Das brauchst du für deinen Grow:

Platz:

Je mehr Platz, desto besser, denn Lampen heizen Indoor-Räume schnell auf. Schränke oder Growzelte helfen dir außerdem, Lichtlecks zu vermeiden, wenn die Pflanze in der Blüte ist, einer der Hauptgründe, warum Homegrower sie bevorzugen.

Temperatur:

20 bis 25 °C. Das wichtigste Werkzeug dafür ist ein Thermometer. Praktisch: Die meisten Geräte zeigen dir neben der Temperatur auch die Luftfeuchtigkeit an. 

Luftfeuchtigkeit:

40 bis 70 %: höher (60–70 %) bei Sämlingen und in der Wachstumsphase, niedriger (40–50 %) in der Blüte. Wenn du in einer sehr feuchten Gegend wohnst, lohnt sich ein Luftentfeuchter.

pH-Wert des Wassers:

6,3 bis 6,7. Um das zu kontrollieren, brauchst du ein pH-Messgerät, das bekommst du problemlos. Leitungswasser hat oft einen zu hohen pH-Wert, zum Regulieren brauchst du dann einen pH-Regulator, auch der ist leicht zu kriegen.

Licht:

Das hängt ein bisschen von Größe und Anzahl der Pflanzen ab, für den Einstieg im Growraum ist eine 175-Watt-Natriumdampflampe (HPS) aber eine gute Wahl. Solche Lampen kommen einfach in die Steckdose, du brauchst nur noch eine Zeitschaltuhr, um die Intervalle je nach Phase einzustellen. Die Lampe hängt über der Pflanze. Mehr zum richtigen Abstand zwischen Lampe und Pflanze liest du hier.

Samen oder Stecklinge:

Wenn du mit Samen startest, lohnt es sich, Geld in die Hand zu nehmen. Gesunde, gute Samen sind die Basis für verlässliche Genetik in guter Qualität. Arbeitest du mit Stecklingen, ist es wichtig zu wissen, woher sie kommen und wie sie am Anfang gepflegt wurden, damit du keine Pflanzen großziehst, die mit Chemie vollgepumpt sind. 

Cannabispflanzen nach 31 Tagen Wachstumsphase im Indoor-Grow

Cannabis anbauen: Schritt für Schritt

Eine Cannabispflanze wächst nach einem einfachen Schema, aber jede Phase braucht ihre eigene Pflege. Hier zeigen wir dir, woran du erkennst, in welcher Phase dein Cannabis gerade steckt, und worauf du achten musst:

Cannabissamen pflanzen: die Keimung

Es gibt viele Methoden, Samen zum Keimen zu bringen. Als Anfänger brauchst du eine einfache Methode mit hoher Erfolgsquote.

Wir empfehlen, die Samen drinnen keimen zu lassen. Die meisten Cannabispflanzen mögen tagsüber 20 bis 30 °C und nachts nicht unter 15 °C.

Wachstumsphase:

In der Wachstumsphase (Vegetation) brauchen Cannabispflanzen mindestens 18 Stunden Licht, und die Phase dauert 2 bis 8 Wochen. Bei den Nährstoffen nimmst du in Woche 1 ein NPK-Verhältnis von 2:1:2, also zwei Teile Stickstoff, ein Teil Phosphor und zwei Teile Kalium. In Woche 7 kannst du das NPK -Verhältnis auf 10:5:7 erhöhen, gefolgt von 1:1:1 in der späten Wachstumsphase.

In dieser Phase kommen meist stickstoffbetonte Wachstumsdünger und Wurzelstimulatoren zum Einsatz, damit die Pflanzen gut aufnehmen und ein kräftiges Wurzelsystem bilden.

Autoflowers haben meist nur eine Wachstumsphase von 3 bis 6 Wochen und blühen unabhängig vom Lichtzyklus. Du kannst sie zu jeder Jahreszeit aussäen. Ideal für diese Ruderalis-Hybriden sind trotzdem 18 Stunden Licht oder mehr über den gesamten Lebenszyklus von 8 bis 12 Wochen. Junge Pflanzen brauchen nur minimal Dünger und Zusätze. Stickstoffdünger und Enzyme für den Wurzelbereich reichen meist völlig.

Außerdem riechen Cannabispflanzen ziemlich intensiv. Wenn du indoor growst, lohnt es sich, in Geruchskontrolle zu investieren. Du kannst einen Aktivkohlefilter an den Abluftventilator mit Rohrsystem hängen und/oder Geruchsneutralisierer im Raum aufstellen.

Blütephase:

Jetzt reduzierst du die Lichtzeit von 18 auf 12 Stunden (12 Stunden Licht, 12 Stunden Dunkelheit), und je nach Sorte dauert diese Phase etwa 6 bis 8 Wochen. Jetzt geht es darum, Phosphor und Kalium hochzufahren. Düngen bringt in der frühen Blüte viel, in den letzten Wochen, wenn die eigentlichen Buds schon stehen, dagegen kaum noch etwas.

Und zum Schluss solltest du noch auf Folgendes achten: ein gesundes Substrat, gute Drainage in Töpfen und Pflanzgefäßen, ein sauberer, gut belüfteter Growraum gegen Schimmel und Schädlinge und vor allem: viel lesen und genau hinschauen.

Wie die Buds Schritt für Schritt reifen:

Wenn die Pflanzen nicht mehr weiter blühen können, fangen die Blüten an zu altern. Du musst erkennen, wann deine Pflanze kurz vor der Ernte steht. Die Stempel (Pistillen) der Buds sind weiß, solange sie jung sind, und werden mit dem Alter braun.

Aber wie lange dauert es, bis eine Cannabispflanze Buds bildet? Das hängt davon ab, ob du indoor oder outdoor growst, welche Sorte du anbaust, wie du sie pflegst und so weiter.

Wenn die meisten Stempel braun werden, gießt du mindestens 2 Wochen lang nur noch mit klarem Wasser. So verbraucht die Pflanze die restlichen Nährstoffe im Boden und in sich selbst, und die Buds schmecken später nicht nach Dünger.

Wenn du einmal verstanden hast, wie eine Cannabispflanze aufwächst, erkennst du auch, wann sie reif für die Ernte ist. Den richtigen Moment, mit dem Düngen aufzuhören, zu finden, ist dagegen etwas, das dir nur die Erfahrung beibringt.

Danach braucht dein Gras eine ordentliche Trocknung und Fermentation, denn davon hängt die Qualität des Endprodukts stark ab. Lies dazu unseren Beitrag übers Trocknen und Fermentieren deiner Buds.

Reife Cannabisblüte mit Trichomen

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