Erstes Mal kiffen und nichts gespürt? Was beim ersten Joint passiert
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Erstes Mal kiffen und nichts gespürt? Was beim ersten Joint passiert

Warum viele beim ersten Joint gar nichts merken, wie du richtig inhalierst und was du von Wirkung, THC und CBD erwarten kannst.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Beim ersten Mal Kiffen kann alles Mögliche passieren: Manche werden sofort high, lachen sich kaputt oder werden paranoid, andere spüren erst mal gar nichts. Dass beim ersten Joint die Wirkung ausbleibt, ist häufiger, als man denkt, und hat oft mit falscher Inhalationstechnik, Erwartungen und der eigenen Biologie zu tun. Klar ist nur: Eine seltsame Erfahrung ist es auf jeden Fall.

Die einen fühlen sich beim ersten Joint paranoid, kichern ohne Ende oder sind sofort richtig breit, die anderen fragen sich: Warum rauche ich und merke nichts? Dass man mit der Zeit eine Toleranz entwickelt, also Cannabis umso weniger wirkt, je öfter man es nimmt, weiß jeder. Dass man aber auch die ersten paar Male gar nichts spürt, betrifft mehr Leute, als du glaubst.

Wenn du noch nie gekifft hast und es zum ersten Mal ausprobieren willst, hast du sicher ein paar Fragen. Deshalb gibt’s hier ein paar Strategien mit gesundem Menschenverstand, damit dein erstes Mal angenehm wird und du es in guter Erinnerung behältst.

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Warum spürst du beim ersten Joint oft nichts?

Nach einer verbreiteten Vorstellung muss man Cannabis erst „lernen“, um es richtig zu erleben. Der Körper müsse sich durch wiederholten Konsum daran gewöhnen und verstehen, was er da eigentlich fühlen soll. Manche nennen das eine „Sensibilisierungsphase“. Aber was passiert da? Nach dieser (nicht bewiesenen) Theorie würde THC in den ersten Sessions dein Endocannabinoid-System nach und nach „aktivieren“, bis sich das High einstellt.

Es kann also ein paar Sessions dauern, bis du kapierst, was mit dir passiert, und merkst, dass du tatsächlich high bist, statt nach dem Gefühl zu suchen, das du erwartet hast.

Was du beim ersten Mal Kiffen beachten solltest

Viele Anfänger haben noch ein ganz anderes Problem, das am Anfang ziemlich nerven kann: das Rauchen an sich. Oft ziehen sie zwar am Joint, behalten den Rauch aber im Mund, und so kommt das THC gar nicht erst im Blut an.

Denk dran: Deine Erwartungen, die Leute um dich herum und deine Biologie beeinflussen dein erstes Mal, also sei geduldig und bleib offen.

Wenn du zum ersten Mal einen Joint rauchst, geh es langsam an und such dir Leute, denen du vertraust. Nach den ersten Zügen machst du 20 bis 30 Minuten Pause und achtest genau darauf, wie du dich fühlst. So wirst du high, aber nicht zu sehr.

Cannabispflanzen im Growraum an Tag 37

Such dir das richtige Produkt aus

Vorweg: Rauch jeder Art kann Hals und Lunge schädigen. Cannabisrauch ist zwar anders als vieles andere, ein gewisses Risiko bleibt beim Rauchen aber, etwa für chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen (COPD).

Manche sehen diese möglichen Risiken als Preis für die unmittelbare Wirkung. Also: Wie rauchst du deinen ersten Joint am besten?

Vaporizer zum Beispiel reduzieren den Rauch bis zu einem gewissen Grad. Was du davon hast, hängt natürlich von der Qualität des Geräts ab und davon, was du verdampfst. Viele Vape-Liquids enthalten unschöne Zusatzstoffe und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die allerlei Gesundheitsprobleme verursachen können. Wenn du vapen willst, kauf dein Material (und alle Cannabisprodukte) bei einer lizenzierten Abgabestelle.

Ein hochwertiger Vaporizer mit sauber gegrowten Blüten und gut extrahiertem Haschisch ist Pflicht, wenn du beim Vapen bleiben willst. Und zum Schluss: Such dir eine solide Einsteigersorte aus.

Fang klein an

Niedrig anfangen und langsam steigern ist der beste Weg, um einen Bad Trip zu vermeiden. Nimm ein oder zwei kurze Züge und warte dann, und zwar länger, als du denkst.

Lieber langsam: Das ist die einfachste Sicherheitsregel gegen unangenehme Nebenwirkungen. Beim Rauchen merkst du die Wirkung schnell, du musst also nur kurz abwarten, bevor du entscheidest, ob noch ein Zug drin ist.

Such dir den richtigen Ort

Für deine erste Session ist es entscheidend, dass du dich körperlich und mental am richtigen Ort fühlst. Zu Hause ist die naheliegende und beste Wahl. Dazu kommen Leute, denen du vertraust, am besten welche, die schon Erfahrung mit Cannabis haben.

Halt dir den Tag frei

Nach dem ersten Kiffen kannst du ziemlich müde sein. Deshalb solltest du nicht vor der Arbeit, vor dem Autofahren oder vor etwas Anstrengendem kiffen.

Was erwartet dich beim ersten Mal Kiffen?

Wenn du dich entschieden hast, Gras zu probieren, kannst du beim Rauchen mit Folgendem rechnen:

Die Wirkung kommt schnell und intensiv

Rauchen oder Verdampfen wirkt viel schneller als die meisten anderen Konsumformen, also stell dich darauf ein, dass es kräftig wird. Inhalierte Cannabinoide gehen über die Lunge direkt ins Blut und von dort ins Gehirn. Tinkturen und Edibles laufen dagegen zuerst über die Leber, deshalb dauert es länger, bis du etwas merkst.

THC gilt als das wichtigste Cannabinoid hinter dem High. Zusammen mit anderen Cannabinoiden und Terpenen trägt es über den sogenannten Entourage-Effekt zur Wirkung von Cannabis bei. CBD soll das THC-High dabei etwas „abfedern“.

Sorten mit viel THC und viel CBD sorgen in Kombination für eine „gemäßigtere“ psychoaktive Wirkung. Sorten mit viel THC und kaum oder gar keinem CBD knallen deutlich stärker.

Sorten mit viel CBD und wenig THC (oder beidem zu gleichen Teilen) beschreiben viele als beruhigend, entspannend und stimmungsaufhellend, manche berichten auch von weniger Schmerzen. Anders als bei THC-lastigen Sorten bleibst du dabei klar und konzentriert.