Passivrauchen bei Haustieren: Werden Hund und Katze vom Kiffen high?
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Passivrauchen bei Haustieren: Werden Hund und Katze vom Kiffen high?

Was Joint-Rauch mit Hund und Katze macht, welche Symptome auf eine Vergiftung hindeuten und wie du deine Tiere schützt.

VON CosechaLibre Redaktion4 MIN LESEZEIT

Ja, Tiere können vom Cannabisrauch high werden: Hunde und Katzen sind viel kleiner als wir und reagieren deshalb schon auf geringe Mengen THC, das auch über den Rauch aufgenommen wird. Bei Haustieren führt Neugier außerdem oft zu ungeplanten Situationen, und eine versehentliche Cannabis-Aufnahme kann für Hund oder Katze ernste Folgen haben.

Von Verhaltensänderungen bis zu teils schweren gesundheitlichen Folgen: Wer weiß, was passiert, wenn ein Tier Cannabis einatmet, kann vorbeugen und dafür sorgen, dass es seinem Vierbeiner gut geht.

Können Tiere vom Passivrauchen high werden?

Wer Haustiere hat und kifft, sollte sich eine Frage stellen: Können Tiere durch passiven Cannabis-Rauch high werden? Bei Menschen hat Passivrauch dank Körpergröße und Gewicht selten spürbare Effekte. Bei unseren Haustieren sieht das anders aus.

Hunde und Katzen reagieren wegen ihrer geringen Größe viel empfindlicher auf Cannabis. Schon wenig Rauch kann reichen, damit sie high werden. Halten sie sich zum Beispiel in einem Raum auf, in dem ordentlich gekifft wird und die Luft voller Rauch hängt, bekommen sie die THC-Wirkung sehr wahrscheinlich zu spüren.

Und es geht nicht nur ums High. Weil ihre Atemwege empfindlicher sind, bekommen Haustiere auch leichter Atemprobleme und Reizungen.

Faustregel: Je kleiner das Tier, desto größer das Risiko, dass der Rauch ihm schadet. Am besten schützt du die Gesundheit deines Tieres, indem du nicht in seiner Nähe kiffst.

Und was ist mit CBD für Haustiere?

CBD wird als vielversprechende Option für verschiedene Beschwerden bei Haustieren wie Hunden diskutiert. Bevor du es gibst, solltest du aber ein paar Dinge beachten.

Wenn dein Hund krank ist und du glaubst, dass CBD ihm helfen könnte, kann das eine Option sein, aber nur nach Rücksprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt. Anders als THC berauscht CBD nicht, dein Tier wird davon also nicht high.

Selbst wenn du eine CBD-reiche Sorte rauchst: Halte dein Tier vom Rauch fern. Deine Tierärztin oder dein Tierarzt kann dir sicherere und sinnvollere Alternativen empfehlen, etwa CBD-Öl, das sich leicht und genau dosieren lässt.

Wie funktioniert das Endocannabinoid-System bei Haustieren?

Hunde und Katzen haben ein Endocannabinoid-System (das körpereigene Netzwerk, an dem Cannabinoide andocken), das unserem ähnelt. Deshalb kann Cannabis bei ihnen ähnlich wirken wie bei uns. Wie Hunde können also auch Katzen high werden, wenn sie THC aus dem Rauch abbekommen.

Es gibt Berichte, wonach im Blut von Katzen, die Cannabisrauch ausgesetzt waren, THC nachgewiesen wurde. Das spräche dafür, dass Katzen THC aus dem Rauch aufnehmen und ähnlich verstoffwechseln wie Menschen. Heißt aber natürlich nicht, dass du dein Gras mit der Katze teilen solltest.

Cannabis kann für dein Haustier gefährlich sein und seiner Gesundheit schaden, bei Katzen genauso wie bei Hunden. Bewahr dein Gras also außer Reichweite auf und such dir für Beschwerden deines Tieres sicherere, passendere Lösungen.

Welche Folgen kann Cannabis bei Haustieren haben?

Diese möglichen negativen Folgen solltest du im Blick haben, wenn dir das Wohl deines Tieres am Herzen liegt:

  1. Atemprobleme: Cannabisrauch kann Lunge und Atemwege von Haustieren reizen. Das kann Husten, Atemnot und andere Atembeschwerden auslösen.
  2. Vergiftung: Nimmt ein Tier Cannabis in irgendeiner Form auf, ob über Rauch, Essen oder andere Produkte, droht eine Vergiftung. Typische Symptome sind Schwäche, Koordinationsprobleme, Erbrechen, Durchfall, Teilnahmslosigkeit, erhöhte Geräuschempfindlichkeit und ein veränderter Herzschlag, und das kann für das Tier gefährlich werden.
  3. Neurologische Probleme: In manchen Fällen wirkt Cannabis auf das zentrale Nervensystem der Tiere und kann Krampfanfälle, Zittern und andere neurologische Störungen auslösen. Dann muss das Tier sofort zur Tierärztin oder zum Tierarzt.

So schützt du dein Haustier vor Cannabis

  1. Kein Rauch ins Gesicht: Setz dein Tier nie direkt Cannabisrauch aus. Puste ihm keinen Rauch ins Gesicht, das reizt die Atemwege und belastet das Tier.
  2. Keine Edibles für Tiere: Gib deinem Haustier niemals Lebensmittel mit Cannabis. Schon kleine Mengen können seiner Gesundheit schaden.
  3. Gut lüften: Wenn du zu Hause kiffst, lüfte die Räume gründlich oder rauch draußen, vor allem, wenn du kleine Tiere hast. Noch besser: Lass dein Tier während des Rauchens in einem anderen Zimmer.
  4. Gründlich putzen: Reinige deine Wohnung regelmäßig und gründlich, auch Polster, Teppiche, Teppichböden und Vorhänge. Cannabisrauch setzt sich in Stoffen fest und bleibt dort ein Risiko für deine Tiere.
  5. Cannabis wegschließen: Bewahr Cannabisprodukte wie Space Cookies sicher und außer Reichweite deiner Tiere auf. Hat dein Tier doch etwas davon erwischt, bring es sofort zur Tierärztin oder zum Tierarzt.