Lichtverschmutzung beim Cannabis-Anbau: So schützt du die Dunkelphase
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Lichtverschmutzung beim Cannabis-Anbau: So schützt du die Dunkelphase

Lichtlecks in der Growbox oder die Straßenlaterne vorm Balkon können deine Blüte ruinieren. So findest und stoppst du die Störquellen.

VON CosechaLibre Redaktion3 MIN LESEZEIT

Lichtverschmutzung heißt: Künstliches Licht trifft deine Cannabispflanzen in ihrer Dunkelphase – etwa durch Lichtlecks in der Growbox, eine Straßenlaterne oder die Solarlampe im Garten. Bei photoperiodischen Sorten kann das die Blüte stören, die Pflanze zurück ins Wachstum schicken oder sie zum Zwitter machen. Du vermeidest das, indem du Box oder Standort nachts auf Lichtquellen prüfst und konsequent abdichtest oder abschirmst – egal ob indoor oder outdoor.

Was ist Lichtverschmutzung?

Von Lichtverschmutzung spricht man, wenn Licht aus künstlichen Quellen die Pflanze während der Nachtstunden erreicht. Bekommt sie davon längere Zeit direkt etwas ab, kann das Wachstum und Blüte negativ beeinflussen.

Das kann dir indoor wie outdoor passieren. Hier schauen wir uns beides an.

Lichtverschmutzung beim Indoor-Grow

Indoor entsteht Lichtverschmutzung meist durch Lichtlecks oder eine Lichtquelle, die stark genug ist, um den Blühzyklus zu stören. Das kann auch aus Versehen passieren – etwa wenn ein Gerät (hier zum Beispiel die Zeitschaltuhr der Beleuchtung) spinnt und die Lampen nicht zur richtigen Zeit an- oder ausschaltet.

Um Lichtverschmutzung zu vermeiden, musst du erst einmal die Quelle finden. Da gibt es einige Kandidaten:

  • Ein leuchtendes elektrisches Gerät im Growraum, zum Beispiel eine Kontroll-LED.
  • Eine Growbox, die nicht richtig dicht ist und Licht durchlässt – das findest du heraus, wenn du nach getaner Arbeit alles gründlich checkst. Oft sitzen auch die Manschetten der Öffnungen unten und oben an der Box nicht sauber an den Zu- und Abluftrohren. Mit Klebeband dichtest du sie zuverlässig ab.
  • Bei einem Growraum kann das Licht durchs Fenster, durch die Tür oder von einer Lichtquelle im Raum kommen.
  • Bei Zeitschaltuhren lieber zu digitalen Modellen greifen.
  • Musst du während der Dunkelphase in den Growraum, nimm grünes Licht: Damit kannst du in Ruhe arbeiten, ohne den Zyklus der Pflanzen zu stören.

Um zu checken, ob irgendwo Licht reinkommt, stell dich während der Dunkelphase in deinen Growraum, wenn es draußen hell ist. So siehst du Lichtlecks sofort. Bei Growboxen funktioniert der Trick genauso gut.

Lichtverschmutzung beim Outdoor-Grow

Bei Outdoor-Pflanzen kommt das Licht von Quellen, die mit deinem Grow nichts zu tun haben. Die können ganz unterschiedlich sein, sind aber oft stark genug, um jede Phase des Anbaus durcheinanderzubringen.

Typische Störquellen draußen:

  • Eine Straßenlaterne.
  • Eine Leuchtreklame von einem Laden in der Nähe von Terrasse, Balkon oder Garten.
  • Solarlampen im Garten, die den Zyklus der Pflanzen ebenfalls stören können.

Am besten beugst du vor, indem du dir deinen Standort nachts anschaust und direkt vor Ort prüfst, welche Lichtquellen in der Umgebung leuchten.

Lichtverschmutzung vermeiden: Warum die Photoperiode so wichtig ist

Photoperiodische Cannabissorten richten sich nach dem Wechsel von Licht und Dunkelheit, um zu entscheiden, wann sie von der Wachstums- in die Blütephase wechseln. Werden die Tage am Ende des Sommers auf natürliche Weise kürzer, merken die Pflanzen, dass sich die Jahreszeit ändert, und stecken ihre Energie in dicke Buds.

Genau hier liegt das Problem: Die Dunkelphase darf bei photoperiodischen Sorten wirklich nicht unterbrochen werden. Und schon das Licht einer Straßenlaterne kann reichen, um deinem Grow zu schaden. Der Stress kann dazu führen, dass die Pflanzen zurück in die Wachstumsphase rutschen oder zu Zwittern werden, also Pollen bilden und Blüten voller Samen produzieren, als wären sie männlich.

Vorbeugen ist besser als heilen: Denk an Lichtverschmutzung, bevor du pflanzt oder umtopfst, statt erst zu reagieren, wenn es schon passiert. Kommt das Licht vom Nachbarn oder von der Straße, kannst du es nicht einfach ausknipsen. Wachsen deine Pflanzen im Boden, schütz sie nachts mit einem Schattiernetz. Stehen sie im Topf, stell sie am besten an einen Platz, an dem kein Licht sie erreicht.

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