
Warum macht Kiffen müde? Die Gründe und was gegen die Müdigkeit hilft
THC, CBN, Myrcen, Menge und Konsumform: Was hinter der Müdigkeit nach dem Joint steckt und wie du wieder wach wirst.
Kiffen macht vor allem wegen des THC müde, dazu kommen Faktoren wie gealtertes Gras mit mehr CBN, die Menge und die Konsumform: Edibles machen meist länger schläfrig als ein Joint. Ganz verstanden ist der Mechanismus noch nicht, aber klar ist, dass Cannabis, besonders in größeren Mengen, oft schläfrig macht. Wenn du dich also nach dem Joint fragst, warum du jedes Mal fast wegpennst: Du bist damit nicht allein.
Warum werde ich vom Kiffen müde?
Die meisten, die Gras rauchen, kennen das: Manchmal, oder sogar meistens, fühlen sie sich danach schläfrig bis richtig träge. Aber warum macht Gras so viele Leute müde? Wovon hängt ab, wie lange das High anhält, und warum trifft es manche stärker als andere? Das sind einige der Gründe:

Cannabinoide und Terpene
Logisch: Diese beiden Gruppen von Wirkstoffen im Gras sind die Hauptverantwortlichen für den berühmten Müde-Effekt. Hier ein kurzer Blick auf beide.
Cannabinoide
Cannabis enthält über 100 bekannte Cannabinoide (oft ist von 113 die Rede), und wahrscheinlich sind noch längst nicht alle identifiziert.
Die Cannabinoide der Pflanze, die sogenannten Phytocannabinoide, wirken auf das Endocannabinoid-System (ECS) des Körpers. Die bekanntesten sind THC und CBD. THC ist für das typische High verantwortlich und auch der Hauptverdächtige beim Müdemachen. Warum genau THC schläfrig macht, darüber gibt es viele Vermutungen, viele davon drehen sich um Dopamin.
Auch CBD und viele andere Cannabinoide werden mit Schläfrigkeit in Verbindung gebracht. Die Ergebnisse sind bisher nicht eindeutig, aber einige Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen CBD und Veränderungen im Schlaf hin.
Terpene
Terpene sind weniger bekannt, kommen aber nicht nur im Cannabis vor, sondern überall in der Natur. Sie geben Cannabis, wie vielen anderen Pflanzen auch, seine riesige Palette an Aromen und Geschmäckern.
Eine beliebte Hypothese, für die es keine Belege aus Studien am Menschen gibt, besagt, dass Myrcen, ein im Cannabis häufiges Terpen, die Blut-Hirn-Schranke durchlässiger machen könnte. Dadurch würden Cannabinoide schneller ins Gehirn gelangen, und die Wirkung würde verstärkt.

Die Qualität deines Grases
Die Qualität kann den entscheidenden Unterschied machen. Was „Qualität“ hier heißt, ist nicht immer leicht zu sagen und ziemlich subjektiv. Wenn du aber siehst, wie das Gras angebaut, fermentiert und gelagert wurde, verstehst du besser, wie lange das High bei dir anhält, warum es bei jemand anderem kaum wirkt oder ob Cannabis beim Einschlafen helfen könnte.
Ganz am Ende, nach dem Grow, sind Trocknung und Fermentation der Blüten extrem wichtig und können die Wirkung bestimmen. Werden die Buds etwas früher geerntet und im Dunkeln in luftdichten Gläsern fermentiert, haben sie mehr THC. Bleiben sie dagegen länger an der Pflanze oder werden sie in Plastiktüten im Licht gelagert, kann das THC zerfallen und sich in andere Cannabinoide wie CBN umwandeln. CBN soll müder machen, und daher kommt dann der Spruch „Gras macht müde“.
Wie viel du rauchst
Muss man eigentlich nicht sagen: Je mehr du rauchst, desto stärker die Wirkung. Eine kleine Menge gibt dir wahrscheinlich ein leichtes High, das ohne große Nachwirkungen wieder verfliegt. Ziehst du dagegen eine Bong nach der anderen, bist du irgendwann komplett weg, egal welches Gras du rauchst.
Und wenn du jeden Tag oder sehr regelmäßig kiffst, kann sich die Wirkung aufsummieren. Eine große Session kann dich also so richtig müde machen, und die Chance auf eine dauerhafte Trägheit steigt.
Die Konsumform: Joint oder Edible?
Auch wie du konsumierst, spielt eine große Rolle. Beim Rauchen gelangt Delta-9-THC ins Gehirn. Das ist zwar sehr potent, wird aber relativ schnell abgebaut, sodass dein Körper zügig wieder ins Gleichgewicht kommt.
Isst du Cannabis dagegen, wird das Delta-9-THC zu 11-Hydroxy-THC umgewandelt. Dieses Molekül ist stärker und für den Körper schwerer abzubauen. Deshalb wirken Edibles so heftig und lange, und deshalb macht ein Space Cookie meist auch länger müde.
Wie wirst du nach dem Kiffen wieder wach?
Wenn du schon mittendrin steckst, probier ein paar dieser Tricks aus, um die Wirkung abzuschwächen:
- Probier eine Sorte mit CBD, um das THC-High abzumildern und den Kopf freizukriegen.
- Beweg dich ein bisschen, damit der Kreislauf in Schwung kommt und Sauerstoff ins Blut. Das hilft beim Wachwerden.
- Trink einen Kaffee, der gibt dir einen Energieschub.
- Geh duschen, das macht wach.
- Bleib weg von der Couch und halt dich so aktiv wie möglich.
- Quatsch mit Leuten, das bringt Energie.
- Reduzier die Menge, die du rauchst oder isst. Mit Microdosing kannst du regelmäßig konsumieren, ohne ständig müde zu sein.
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