Was ist Haschisch? Unterschied zu Gras, Herstellung und Konsum
KONSUM

Was ist Haschisch? Unterschied zu Gras, Herstellung und Konsum

Haschisch ist gepresstes Cannabisharz: was es von Gras unterscheidet, warum es stärker wirkt, wie es konsumiert wird und wie die Trockenextraktion funktioniert.

VON CosechaLibre Redaktion7 MIN LESEZEIT

Was ist Haschisch?

Haschisch, kurz Hasch oder „Piece“, ist das gepresste Harz der Cannabispflanze: Die Harzkristalle (Trichome) werden von den Blüten getrennt und zu kompakten Platten oder Klumpen gepresst. Weil es fast nur aus Harz besteht, enthält es deutlich mehr THC (Tetrahydrocannabinol), den psychoaktiven Hauptwirkstoff, als Gras – also die getrockneten Blüten. Im Spanischen nennt man es übrigens auch „Chocolate“, wegen der braunen Farbe.

Haschisch wirkt ähnlich wie Gras – Euphorie, Zufriedenheit –, aber wegen des höheren THC-Gehalts stärker. Schlechtes Hasch kann allerdings jede Menge Streckmittel enthalten: Erde, Henna, Plastik, Öl und noch Übleres wie Tierhaare oder Mist. Trotzdem gilt als Faustregel: Hasch ist viel konzentrierter als die Pflanze, aus der es stammt.

Wie wird Haschisch hergestellt?

Hasch wird aus dem Harz der Cannabispflanze gewonnen. Dafür sind ein paar bestimmte Schritte nötig. So läuft die Herstellung ab:

  1. Harz gewinnen: Hasch entsteht aus dem Harz an der Oberfläche der Pflanze, wo die Harzkristalle sitzen. Diese Kristalle enthalten viel THC, den wichtigsten psychoaktiven Wirkstoff von Cannabis.
  2. Trennen und pressen: Ist das Harz gesammelt, wird es vom Rest der Pflanze getrennt und zu kompakten Blöcken gepresst. Weil es praktisch reines Harz ist, ist Hasch stärker als Gras – die THC-Konzentration ist viel höher.
  3. Der eigentliche Prozess: Das Harz muss von den getrockneten Blättern getrennt werden, dafür wird das Pflanzenmaterial gekühlt. Dann wird es gesiebt, und die winzigen Harzkörnchen fallen durch das Sieb. Das lässt sich mehrmals wiederholen, um das Harz stärker zu konzentrieren.
  4. Zerkleinern und formen: Nach dem Sieben wird das Harz zu Pulver zerrieben. Dieses Pulver wird dann geformt und zu einem braunen Block gepresst.

Wie wird Haschisch konsumiert?

Meistens wird Hasch geraucht, entweder im Joint mit Tabak oder Gras gemischt oder in der Bong. Für den Joint wird das Piece zerbröselt, mit Tabak oder Gras gemischt, ins Blättchen gedreht und geraucht. In der Bong ist das Inhalieren sanfter: Das Hasch kommt in den Kopf, wird angezündet, und der Rauch zieht durchs Wasser, bevor du ihn einatmest. Du kannst Hasch auch verdampfen. Dabei wird es unterhalb der Verbrennungstemperatur erhitzt, so atmest du keine giftigen Verbrennungsprodukte ein. Seltener wird Hasch in Essen verarbeitet, etwa in Edibles, oder als Salbe auf die Haut aufgetragen. Wichtig: Haschisch kann deiner Gesundheit schaden und ist an vielen Orten verboten. Konsumier verantwortungsvoll und kenn die Gesetze, die bei dir gelten – in Deutschland ist das das Cannabisgesetz (CanG), dessen aktuelle Fassung du checken solltest.

Wie macht man Hasch selbst?

Es gibt unzählige Methoden, Hasch zu machen. Die älteste und einfachste ist die Trockenextraktion. Aber was ist Hasch eigentlich genau? Auf der einen Seite steht Gras, also die getrockneten, unverarbeiteten Blüten der weiblichen Cannabispflanze. Hasch dagegen ist das Harz der weiblichen Pflanze, das mechanisch oder chemisch von ihr getrennt wurde. Bei der Trockenextraktion arbeitest du mit schon getrockneten Buds und ganz ohne Lösungsmittel.

Wie machst du also trocken Hasch aus deinem Gras? Und was brauchst du dafür? Hier kommt alles, was du wissen musst.

Was brauchst du, um Hasch zu machen?

Traditionell ist Hasch kein Hexenwerk: Du schüttelst das Pflanzenmaterial, damit sich die Trichome lösen, und trennst sie mit einem Sieb oder Netz ab.

Als Ausgangsmaterial nimmst du Buds oder Schnittreste vom Trimmen (harzige Blätter und kleine Buds). Aus Buds bekommst du mehr raus als aus Resten, aber glaub nicht, dass die Qualität deshalb viel schlechter wird – auch aus deinem Verschnitt holst du richtig gutes Zeug raus.

Bevor du Hasch machst: Was solltest du wissen?

  • Nicht jede Sorte funktioniert gleich gut oder liefert dieselben Ergebnisse: Bei manchen ist die Ausbeute höher, bei anderen niedriger, und auch die Qualität hängt davon ab, wie angebaut wurde. Zum Beispiel hat Cannabis, das mit organischem Dünger gezogen wurde, ein besseres Aroma als mit Mineraldünger gezogenes.
  • Auch Umweltfaktoren wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflussen Farbe, Geruch und Aussehen des Haschs – also seine Qualität.
  • Ideal ist es, die getrockneten Buds oder Schnittreste vor der Extraktion einzufrieren. So bleiben Cannabinoide, Terpene und Pflanzenmaterial erhalten, und die Ausbeute steigt.

Du wirst sehen: Es gibt verschiedene Methoden und Hilfsmittel, mit denen die Trockenextraktion zu Hause total easy ist.

Wie funktioniert die Trockenextraktion von Hasch?

Mit dem Grinder mit Kief-Fach

Die einfachste Methode für alle, die noch nie Hasch gemacht haben. Du zerkleinerst dein Gras einfach mit einem Grinder mit Kief-Fach (Pollinator). Jedes Mal, wenn du Buds grindest, sammeln sich die Harzdrüsen in einem eigenen Fach des Grinders, und du kannst sie rausholen, wann immer du willst.

Grinder mit Kief-Fach haben einen großen Vorteil und einen Nachteil:

  • Der Vorteil: Du musst überhaupt nichts extra tun, um an das Kief zu kommen. Während du deine Buds grindest, sammelt sich ganz nebenbei das reinste Kief.
  • Der Nachteil: Das dauert ewig. Du musst sehr viele Buds grinden, bis sich eine ordentliche Menge Kief im Fach angesammelt hat.

Mit dem Shaker

Ein Shaker (Pollinator-Dose) ist ein zylindrischer Behälter mit zwei Deckeln und einem Sieb an einem Ende. Weil er so simpel ist, eignet er sich für jeden, der Hasch machen will.

So gehst du vor:

  • Gras zerkleinern: per Hand oder mit dem Grinder.
    Dann kommt das Gras in den Shaker und der für mindestens 1 Stunde ins Gefrierfach. Je kälter, desto besser, denn dann lösen sich die Harzdrüsen leichter.
  • Nimm den Shaker raus und schüttel ihn etwa 5 Minuten lang langsam. Wirklich nur schütteln. Dann öffnest du vorsichtig den Deckel auf der Seite, wo sich das Harz sammelt, und holst es raus.
  • Das kannst du so oft wiederholen, wie du willst. Aber denk dran: Mit jedem Durchgang kommt weniger Hasch raus, und die Qualität ist schlechter als bei den ersten.

Mit Pollen-Maschinen (Tumbler)

Hast du viel Gras oder Reste vom Trimmen und Trocknen, die du zu Hasch machen willst, kannst du eine Pollen-Maschine (Tumbler) nehmen. Die arbeitet wie eine Waschmaschinentrommel und holt in einem Durchgang automatisch viel Hasch raus.

Mit so einer Maschine läuft die Trockenextraktion ganz ähnlich wie mit dem Shaker. So geht’s:

  • Nimm deinen Grinder und zerkleinere das Gras. Es muss zumindest grob zerkleinert sein, damit du möglichst viel rausholst. Sonst bekommst du nur das Harz von der Oberfläche der Buds.
  • Dann kommt das Gras in einen Beutel, eine Dose oder einen anderen Behälter und für mindestens 1 Stunde ins Gefrierfach. Je gefrorener, desto besser. Danach legst du das gefrorene Gras ins Sieb der Maschine und verschließt sie.
  • Schließ die Maschine an und lass den Motor ein paar Minuten laufen. Wie lange genau, hängt von Geschwindigkeit und Modell ab – jeder Hersteller gibt eigene Zeiten an. Zum Schluss nimmst du das Sieb raus und sammelst das Hasch aus der Auffangschale. Du kannst den Vorgang so oft wiederholen, wie du willst, bevor du das Material wechselst.

Hasch mit Trockeneis (CO2) machen

Bei dieser Methode arbeitest du mit Siebbeuteln und Trockeneis.

Wichtig: Trockeneis ist nicht das normale Eis, das du aus gefrorenem Wasser kennst. Trockeneis ist gefrorenes CO2, also Kohlendioxid. Es ist nicht wässrig, sondern geht direkt in Gas über. Die Harzdrüsen werden also nicht nass, sondern schockgefroren – und du holst richtig viel Harz raus.

Neben dem Trockeneis brauchst du Extraktionsbeutel, wie sie auch für Ice-o-lator-Hasch (Wasserhasch) genutzt werden, um das Kief von Buds und Pflanzenmaterial zu trennen. Außerdem brauchst du ein großes, sauberes Tablett oder eine Fläche, um das Kief aufzufangen.

So machst du Hasch mit Trockeneis:

  • Zerkleinere deine Buds mit dem Grinder.
  • Leg das Gras für mindestens 1 Stunde ins Gefrierfach. Je kälter, desto besser das Ergebnis.
  • Stell dir ein großes Tablett bereit, auf dem du das Kief auffängst.
  • Nimm das Gras aus dem Gefrierfach und füll es in den Extraktionsbeutel.
  • Gib das Trockeneis mit Kälteschutzhandschuhen dazu und arbeite an einem gut belüfteten Ort: Trockeneis setzt CO2 frei, und in geschlossenen Räumen kann das zum Ersticken führen.
  • Bei viel Gras schichtest du Gras und Trockeneis abwechselnd, damit sich alles möglichst gleichmäßig verteilt.
  • Verschließ den Beutel oben, damit nichts rausfällt, und fang an, ihn sanft zu schütteln. Für die beste Qualität sollten die Stöße sanft und kurz sein.
  • Zum Schluss schiebst du dein selbst gemachtes Hasch mit einer Karte zusammen und wiederholst das Ganze, wenn du willst.