
Weichhautmilben an Cannabis vorbeugen: So hältst du Mikromilben fern
Winzig, lichtscheu und brandgefährlich: wie Mikromilben in deinen Grow kommen, woran du einen Befall erkennst und was wirklich vorbeugt.
Gegen Mikromilben wie die Zyklamenmilbe (Phytonemus pallidus, auch Steneotarsonemus pallidus) hilft vor allem Vorbeugung: Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Griff behalten, sauber arbeiten, Werkzeug und Kleidung desinfizieren und neue Stecklinge oder Kompost genau prüfen. Die Weichhautmilben sind nur etwa 0,2 mm groß, durchscheinend gelblich und mit bloßem Auge praktisch unsichtbar. Trotzdem richten sie an Pflanzen, gerade an Cannabis, Indoor wie Outdoor, enormen Schaden an.
Diese Mikromilben meiden Licht und Trockenheit: Sie sind lichtscheu und brauchen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Deshalb verkriechen sie sich im Inneren der Pflanze, in den Trieben, in frisch ausgetriebenen Blättern, an der Spitze und in den Blütenkelchen. Weil sie sich schnell bewegen, sind sie selbst mit einem Taschenmikroskop kaum zu entdecken.
Die erwachsenen Milben leben nur kurz, zwischen 5 und 15 Tagen, und in dieser Zeit legt jedes Weibchen 30 bis 75 Eier. Weil sie so winzig sind, gelangen sie auf vielen Wegen in deinen Grow: unbemerkt unter den Schuhsohlen, an der Kleidung, in den Haaren oder über Haustiere. Sie können sich sogar an andere Insekten wie die Weiße Fliege heften und sich so noch weiter ausbreiten.

Einige Pflanzen wie Weinreben sind bekanntermaßen besonders anfällig für Milben. Baust du Cannabis in der Nähe von Weinbergen an, solltest du also besonders aufpassen. Milben früh zu erkennen und richtig zu bekämpfen, ist entscheidend, um deinen Grow gesund und ertragreich zu halten.
Woran erkennst du einen Befall mit Mikromilben an Cannabis?
Die Mikromilbe ist fürs Auge kaum wahrnehmbar, hat aber verheerende Folgen und gehört zu den größten Gefahren für jeden Cannabis-Grow. Anders als bei anderen Schädlingen, bei denen sich oft noch ein Teil retten lässt, kann ein Befall mit Mikromilben die komplette Ernte ruinieren – oder es gibt gar keine. Um eine Ausbreitung zu verhindern, werden die Pflanzen in vielen Fällen komplett ausgetauscht.
Mikromilben ernähren sich von den Blättern, stressen die Pflanze und schädigen sie auf Zellebene – allerdings weniger auffällig als andere saugende Schädlinge wie Spinnmilben, Blattläuse, Weiße Fliegen und Thripse. Ihr eigentlicher Schaden zeigt sich, wenn sie Stoffe in die Pflanze abgeben, die Wachstum und Blüte stören: Es kommt zu Verformungen, und die Pflanze hört auf, sich zu entwickeln.
Warum Vorbeugung gegen Mikromilben so wichtig ist
Vorbeugung ist der beste Schutz gegen diesen Schädling. Empfohlen werden unter anderem: Sauberkeit im Grow, regelmäßige Kontrollen der Pflanzen, vorbeugende Mittel wie Cannacure oder Leaf Coat, Ekisan von Trabe oder Plant Vitality Plus von BAC und besondere Vorsicht, wenn du neue Stecklinge oder Kompost reinholst.
Außerdem solltest du deinen Grow frei von anderen Schädlingen halten, die Mikromilben einschleppen können, etwa Weiße Fliegen, Blattläuse und Thripse. So kannst du die Ausbreitung von Mikromilben verhindern oder eindämmen und deinen Cannabis-Grow gesund und ertragreich halten.

Wie beugst du Mikromilben im Grow vor?
Mikromilben aus deinem Cannabis-Grow fernzuhalten, ist entscheidend für gesunde Pflanzen und eine gute Ernte. Mit diesen Maßnahmen machst du es ihnen schwer, sich einzunisten:
- Luftfeuchtigkeit kontrollieren: Halte die Luftfeuchtigkeit bei 60 bis 75 % und lass sie nicht weiter steigen, denn Mikromilben fühlen sich in feuchter Umgebung am wohlsten.
- Temperatur regulieren: Halte die Temperatur bei 22 bis 25 °C und nicht darüber, denn Mikromilben vermehren sich bei Wärme besser.
- Vorsicht beim Einschleppen: Mikromilben können mit dem Wind, durch Nagetiere oder an deinem Werkzeug und deiner Kleidung reisen. Sei vorsichtig, wenn du in anderen Grows unterwegs warst, und wasch und desinfizier dein Werkzeug regelmäßig.
- Kontrolliertes Klima und gute Hygiene: Ein sauberer, gut belüfteter Grow hilft, die Vermehrung von Mikromilben zu verhindern. Warst du in Kontakt mit einem befallenen Grow, zieh dich um und reinige dein Werkzeug, damit du den Schädling nicht weiterträgst.
Mikromilben in der Wachstumsphase
In der Wachstumsphase von Cannabispflanzen, die 3 bis 16 Wochen dauern kann, können Mikromilben großen Schaden anrichten. Sie stechen die Blattzellen an und saugen sie aus, schwächen damit die Pflanze und bringen Giftstoffe in ihr System. Sichtbare Folgen sind schwaches Wachstum, verformte Blätter und Vergilbung.
Mikromilben in der Blütephase
In der Blüte können Mikromilben die wachsenden Buds angreifen: Die Blütenstempel verfärben sich bräunlich, die Blüten wachsen nicht weiter und es bilden sich weniger Trichome. In schweren Fällen kann ein Befall die Pflanzen sogar absterben lassen. Deshalb gilt: Kontrollier deinen Grow genau und beuge vor, damit sich Mikromilben gar nicht erst einnisten.
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