
Cannabissamen aufbewahren: Glas, Umschlag, Vakuum oder Kühlschrank?
Feuchtigkeit und Licht sind die Erzfeinde deiner Samen. So lagerst du übrige Samen, damit sie Jahre später noch keimen.
Cannabissamen bleiben am längsten fit, wenn du sie kühl, trocken, dunkel und luftdicht aufbewahrst, etwa im Glas mit Trockenmittel, vakuumiert oder im Kühlschrank. Ein Grow startet entweder mit einem Steckling von einer Mutterpflanze oder mit Cannabissamen. Wer mit Samen startet, hat oft mehr in der Tüte, als Platz im Zelt ist. Darum lohnt es sich zu wissen, wie du den Rest so lagerst, dass er lange hält und nicht kaputtgeht.
Worauf du beim Aufbewahren von Cannabissamen achten musst
Ort
Das Wichtigste zuerst: Samen gehören an einen kühlen, trockenen Ort. Gut gelagerte, hochwertige Cannabissamen halten je nach Größe etwa zwei bis drei Jahre, wobei größere Samen meist länger durchhalten als kleine.
Für die nötige Kühle legst du sie am besten in den Kühlschrank oder in einen Raum, in dem die Temperatur niedrig und konstant bleibt.
Temperatur und Feuchtigkeit
Der zweite Faktor ist die Feuchtigkeit, die niedrig bleiben muss, bei etwa 8 %. Am besten besorgst du dir verschließbare Aufbewahrungsbehälter, in die du die Samen zusammen mit trockenem Reis oder Silicagel packst, das die Luftfeuchtigkeit aufnimmt. Trenn beides mit einer Lage Watte oder Papier.
Beschriftung
Letzter Tipp: Beschrifte jede Cannabissorte sauber, damit du die Behälter erst öffnen musst, wenn es ans Pflanzen geht.

Wo und worin bewahrst du Cannabissamen auf?
Du hast Samen, willst aber noch nicht keimen lassen? Dann gibt es mehrere bewährte Methoden, mit denen sie frisch und sicher bleiben.
Gläser:
Wer seine Weed-Samen langfristig lagern will, nimmt Gläser, denn die lassen keine Feuchtigkeit rein. Gläser gibt es groß und klein. Ein Päckchen Trockenmittel im Glas reguliert die Feuchtigkeit. Zusätzlich kannst du Wattebäusche nehmen, um das Päckchen von den Samen zu trennen und überschüssige Feuchtigkeit aufzusaugen, die den Samen schaden kann.
Das Glas muss mit einem luftdichten Deckel verschlossen sein. Du kannst es zusätzlich in ein lichtdichtes Tuch wickeln. So lassen sich Samen viele Jahre lagern.
Papierumschläge:
Wenn du Cannabissamen nur kurz lagern willst, reichen Umschläge. Achte aber darauf, dass das Papier dick genug ist, um die Samen vor Licht zu schützen.
Halte die Samen an einem dunklen Ort, denn Licht ist ein Keimsignal. So bleiben sie im Ruhezustand und keimen nicht ungewollt. Außerdem kannst du den Umschlag mit Sorte, Einlagerungsdatum und geplanter Lagerdauer beschriften.
Wenn du ganz auf Nummer sicher gehen willst, gib ein paar Reiskörner oder ein Päckchen Trockenmittel in den Umschlag, das reguliert die Feuchtigkeit. Und lass den Umschlag drinnen liegen, damit ihm kein Schmuddelwetter zusetzt.
Vakuumbeutel:
Eine weitere Option sind Vakuumbeutel. Sie sind komplett dicht und halten Sauerstoff von den Samen fern. Vakuumbeutel eignen sich, wenn du viele Samen über lange Zeit lagern willst.
Du kannst den Vakuumbeutel solo nutzen oder in einen kleinen Behälter stecken. Beides funktioniert, und die Samen bleiben so lange inaktiv, wie du es geplant hast.
Kühlschrank:
Im Kühlschrank halten Cannabissamen lange. Bevor sie reinkommen, packst du sie aber in kältefeste Plastikbeutel.
Ganz wichtig: Sorg dafür, dass kein Licht an die Samen kommt, denn das kann ihnen schaden.

Ungewöhnliche Methoden, Cannabissamen aufzubewahren
-Samen vergraben:
Klingt seltsam, aber manche Samen werden getrocknet in der Erde vergraben und bleiben dort bis zur Aussaat. Unter der Erde ist es kühl, was die Lagerung erleichtern soll. Verlässlich ist die Methode aber nicht.
-Plastikbeutel:
Gemeint sind Beutel mit Zipper, also Ziploc-Beutel oder Gefrierbeutel mit Druckverschluss. Die taugen nur für eine kurze Lagerung.
-Im dunklen Keller:
Kein Kühlschrank? Dann geht auch ein kühler, dunkler Keller.
Bei jeder Methode, die nicht luftdicht ist, gehören die Samen in einen lichtdichten Umschlag oder Beutel. Feuchtigkeit und Licht sind die Erzfeinde deiner Samen. Wenn sie lange halten und gut in Schuss bleiben sollen, darf keins von beiden an sie rankommen.
Kurzanleitung für den Indoor-Grow
Hier eine Grundanleitung für den Indoor-Anbau zu Hause, inklusive Tipps, wie deine Cannabissamen schnell und zuverlässig keimen.
- Platz vorbereiten: Zuerst brauchst du einen passenden Ort für den Indoor-Grow. Das kann ein Zimmer sein, ein Schrank oder eine Ecke im Keller. Wichtig sind ausreichend Belüftung und die Kontrolle über Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
- Samen auswählen: Damit deine Samen schnell keimen, setz auf hochwertige Genetik. Die bekommst du im Fachhandel oder online. Such dir Sorten aus, die zu deinem Platz und deiner Erfahrung passen.
- Keimung: Es gibt mehrere Wege, Cannabissamen keimen zu lassen. Einer der beliebtesten ist die Küchenpapier-Methode: Leg die Samen zwischen zwei Lagen feuchtes Küchenpapier und stell das Ganze an einen warmen, dunklen Ort. Nach ein paar Tagen sollten sie aufgehen und eine kleine Wurzel zeigen.
- Substrat vorbereiten: Sind die Samen gekeimt, kommen sie in ein passendes Substrat. Das kann spezielle Pflanzerde sein oder ein Hydro-Medium. Achte darauf, dass das Substrat die Nährstoffe liefert, die die Pflanzen für gesundes Wachstum brauchen.
- Beleuchtung: Licht ist beim Indoor-Grow das A und O. Du brauchst künstliches Licht, etwa Natriumdampflampen (HPS) oder spezielle LED-Growlampen. Halte den richtigen Abstand zu den Pflanzen ein, sonst verbrennen sie.
- Düngen und Gießen: Indoor musst du deinen Pflanzen die Nährstoffe liefern, die sie zum Wachsen brauchen. Nimm Cannabis-Dünger und halte dich an die Herstellerangaben. Behalte das Gießen im Blick, damit es weder zu viel noch zu wenig Wasser gibt.
- Geruch kontrollieren: Wenn du in einem geschlossenen Raum growst, musst du den Geruch in den Griff kriegen. Aktivkohlefilter und eine gute Abluft halten ihn unter Kontrolle.
Mehr von uns zum Weiterlesen:
DER CLUB
Werde Teil der Community
Grower mit Namen und Gesicht, rückverfolgbare Chargen, eine echte Community. Kein Gerede, keine leeren Versprechen.
Dem Club beitretenWEITERLESEN
ANBAUIndoor-Grow planen: Genetik, Licht, Lüftung und Blütezeit
Samen oder Stecklinge, LED oder NDL, Abluft unten oder oben: die Entscheidungen, die du vor dem ersten Indoor-Grow treffen solltest.
ANBAUWas sind Trichome? Arten, Funktion und warum sie zählen
Bulbös, sitzend oder gestielt: welche Harzdrüsen THC und Terpene bilden, wovor sie die Pflanze schützen und was ihre Farbe über die Ernte sagt.