Polyembryonische Samen: Wenn aus einem Cannabissamen Zwillinge wachsen
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Polyembryonische Samen: Wenn aus einem Cannabissamen Zwillinge wachsen

Zwei Keimlinge, ein Samen: Was hinter Polyembryonie steckt, wie du die Pflänzchen trennst und wie du deine Samen richtig aufbewahrst.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Polyembryonischer Cannabissamen mit zwei Keimlingen

Ein polyembryonischer Samen ist ein Cannabissamen, der zwei (selten sogar drei) Embryonen enthält, aus dem also mehrere Keimlinge sprießen. Meist ist ein Keimling die „normale“ Pflanze aus der Befruchtung und der andere ein Klon der Mutterpflanze. Die Pflänzchen lassen sich vorsichtig trennen und in eigene Töpfe setzen. Unsere Community teilt mit uns ihre Erfahrungen und Funde aus der Cannabiswelt, und heute hat uns jemand genau so einen Samen gezeigt. Polyembryonische Samen tragen einen Embryo aus einer befruchteten Eizelle und zusätzlich einen zweiten, der aus dem Gewebe des weiblichen Blütenorgans der Pflanze entsteht. Heißt: Die eine Pflanze ist die eigentliche, die andere ein Klon der Mutterpflanze. Aus einem polyembryonischen Samen bekommst du zwei getrennte Wurzeln, was das Trennen schwierig macht, aber nicht unmöglich. Das Wichtigste: ganz behutsam vorgehen. Du kannst die Samenschale nach abgeschlossener Keimung entfernen und die beiden Triebe vorsichtig auseinandernehmen. Sind die Pflanzen getrennt, kommen sie ganz normal in zwei verschiedene Töpfe. Meistens überrascht dieses Phänomen mit zwei Trieben, es sind aber auch Fälle bekannt, in denen aus einem Samen drei Pflanzen kamen. So faszinierend das aussieht: Einen größeren Vorteil als die zusätzliche Pflanze haben diese Samen nicht. Eine Art 2-für-1-Angebot, ein Geschenk der Natur.

Was ist Polyembryonie?

Polyembryonie ist ein biologisches Phänomen, das bei verschiedenen Arten vorkommen kann, auch bei einigen Pflanzen wie Cannabis. Bei Cannabissamen bezeichnet Polyembryonie die Fähigkeit eines Samens, mehrere Embryonen zu bilden. Zeigt ein Cannabissamen Polyembryonie, können in ihm mehr als ein Embryo entstehen. Beim Keimen tauchen dann statt eines Keimlings mehrere auf. Jeder dieser Embryonen kann sich zu einer eigenständigen Pflanze entwickeln. Polyembryonie ist bei Cannabissamen relativ selten, kann aber bei manchen Sorten und unter bestimmten Bedingungen vorkommen. Die allermeisten Samen, die verkauft und von Growern verwendet werden, bringen allerdings nur einen Embryo hervor. Wenn du Cannabissamen keimen lassen willst, gibt es verschiedene Methoden, zum Beispiel die Küchenpapier-Methode: Papier anfeuchten, Samen hineinlegen und warm und feucht halten, bis sie keimen. Jeder gekeimte Embryo kann als eigener Keimling behandelt und separat großgezogen werden.

Lose Cannabissamen

Worauf du beim Aufbewahren von Cannabissamen achten musst

Ort

Das Wichtigste zuerst: Samen gehören an einen kühlen, trockenen Ort. Gut gelagerte, hochwertige Cannabissamen halten je nach Größe zwei bis drei Jahre. Größere Samen halten bekanntlich meist länger als kleine. Damit sie kühl bleiben, empfiehlt sich der Kühlschrank oder ein Raum, in dem die Temperatur niedrig und konstant bleibt.

Temperatur und Feuchtigkeit

Ein weiterer Faktor ist die Feuchtigkeit, die niedrig bleiben sollte, bei etwa 8 %. Am besten besorgst du dir verschließbare Aufbewahrungsbehälter und legst neben die Samen trockenen Reis oder Silicagel, das die Feuchtigkeit aus der Luft zieht. Trenn beides mit einer Schicht Watte oder Papier.

Beschriftung

Und als letzter Tipp: Beschrifte jede Cannabissorte sauber, damit du die Behälter erst öffnen musst, wenn du wirklich anbauen willst.

Wo bewahrst du Cannabissamen am besten auf?

Wenn du Samen hast, aber noch nicht bereit bist, sie keimen zu lassen und anzubauen, gibt es mehrere bewährte Methoden, damit sie frisch und sicher bleiben. 

Gläser:

Wer Samen für den nächsten selbst gezogenen Joint langfristig lagern will, nimmt am besten Gläser, weil keine Feuchtigkeit hineinkommt. Gläser gibt es in groß und klein. Ein Trockenmittelbeutel im Glas reguliert die Feuchtigkeit. Zusätzlich kannst du Wattebällchen nehmen, um den Beutel von den Samen zu trennen und überschüssige Feuchtigkeit aufzusaugen, die den Samen schaden kann. Das Glas muss mit einem luftdichten Deckel fest verschlossen sein, alternativ wickelst du es in ein lichtundurchlässiges Tuch. So kannst du die Samen viele Jahre lagern.

Papierumschläge:

Wenn du dich fragst, wie du Cannabissamen kurzfristig aufbewahrst: Steck sie in Umschläge. Achte aber darauf, dass der Umschlag dick genug ist, um die Samen vor Licht zu schützen. Bewahr die Samen an einem dunklen Ort ohne Licht auf, denn Licht ist ein Keimungsreiz: So bleiben sie in der Ruhephase und keimen nicht versehentlich. Außerdem kannst du den Umschlag mit Sortenname, Lagerdatum und geplanter Lagerdauer beschriften.  Willst du auf Nummer sicher gehen, füll den Umschlag mit Reiskörnern oder leg einen Trockenmittelbeutel dazu, der die Feuchtigkeit reguliert. Bewahr den Umschlag unbedingt drinnen auf, damit ihm schlechtes Wetter nichts anhaben kann.

Vakuumbeutel:

Eine weitere Möglichkeit sind vakuumversiegelte Beutel. Sie sind komplett dicht und lassen keinen Sauerstoff an die Samen. Vakuumbeutel eignen sich für viele Samen und lange Lagerzeiten. Du kannst den Vakuumbeutel allein verwenden oder in einen kleinen Behälter legen. Beides funktioniert, und die Samen bleiben für die geplante Zeit in der Ruhephase.

Kühlschrank:

Im Kühlschrank kannst du Cannabissamen lange aufbewahren. Pack sie vorher aber in Plastikbeutel, die Kälte vertragen. Am wichtigsten: Stell sicher, dass im Kühlschrank kein Licht an die Samen kommt, denn das kann ihnen schaden.

Keimender Cannabissamen

Ungewöhnliche Methoden, Cannabissamen aufzubewahren

–Samen vergraben:

Viele fragen sich, wie man Samen aufbewahrt, und auch wenn es seltsam klingt: Du kannst sie vorher trocknen und dann in der Erde vergraben. Unter der Erde ist es kühl, was die Lagerung erleichtert.

–Plastiktüten:

Gemeint sind Zippbeutel mit Druckverschluss, etwa von Ziploc. Die eignen sich, um Cannabissamen für kurze Zeit aufzubewahren.

–Im dunklen Keller:

Hast du keinen Kühlschrank, kannst du die Samen auch in einem kühlen, dunklen Keller lagern. Bei jeder Methode, die nicht luftdicht ist, gehören die Samen in einen lichtundurchlässigen Umschlag oder Beutel. Feuchtigkeit und Licht sind die größten Feinde deiner Samen, und wenn sie lange halten und gut bleiben sollen, darf keiner der beiden Faktoren an sie rankommen.

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