Songs zum Kiffen: die besten 420-Tracks aus Rap und Latino-Szene
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Songs zum Kiffen: die besten 420-Tracks aus Rap und Latino-Szene

Von Afroman bis Cypress Hill, von Buenos Aires bis zu den Kanaren: unsere Playlist für den 4/20 und warum Musik high anders knallt.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Die besten Songs zum Kiffen sind die, in denen das Gras selbst die Hauptrolle spielt: „Because I Got High“ von Afroman, „I Wanna Get High“ von Cypress Hill und ein paar Hymnen aus Lateinamerika, die auf keiner deutschen Playlist auftauchen. Rap und die 420-Kultur waren schon immer ein Team.

Der 4/20 ist mehr als ein Tag zum Rauchen. Viele nutzen ihn, um sich für medizinisches und Freizeit-Cannabis starkzumachen – und um daran zu erinnern, wie wenig Forschung, verlässliche Infos und Unterstützung es immer noch gibt. Und vor allem: wie viel Stigma noch abgebaut werden muss.

Ein guter Tag also, um dran zu denken, dass der Weg noch lang ist, bis diese uralte Pflanze überall legal ist und sich echte, wissenschaftlich belegte Infos darüber durchsetzen, was Cannabis für Menschen tun kann.

Und wie klingt 420? Es gibt unzählige Tracks mit fetten Beats, sauberen Flows und Texten übers Kiffen – vom gemütlichen Joint über den Absturz bis zur medizinischen Seite. Hier ist unsere Auswahl. Welcher Song fehlt dir?

Songs über Cannabis

„Because I Got High“ – Afroman

Die Hymne auf den faulen Kiffer sagt sinngemäß: Wenn sich die Platte kein einziges Mal verkauft, weiß ich schon warum – weil ich high war. Ironie des Schicksals: Die Single ging in den USA über eine Million Mal über die Ladentheke und holte in acht Ländern Platin. Mit einer freundlichen Ohrwurm-Melodie zählt Afroman alles auf, was schiefgeht oder ihm plötzlich egal ist, sobald er ein paar Joints weggeraucht hat.

„Smoke Weed All Day“ – 2Pac

Den Track findest du auf keinem offiziellen Tupac-Album, er kursiert auf Mixtapes unter seinem Namen. Der Titel sagt zwar „den ganzen Tag Gras rauchen“, eigentlich ist es aber ein Liebesrap: Ein Thug will ein Mädchen rumkriegen und erklärt ihr, das Beste wäre, den Tag zusammen zu verbringen und zu kiffen – unter anderem. 2Pac ist eine Ikone des 420-Rap und beschreibt das Leben des amerikanischen Gangsta-Rappers wie kein Zweiter.

„Una vela“ – Intoxicados (Argentinien)

Mit der Straßenpoesie von Pity Álvarez ist dieser Song zur argentinischen Kiffer-Hymne geworden: mit dem Rad durchs Viertel, den Bullen ausweichen, Gras besorgen und so viele Joints wie möglich durchziehen, um den Tag rumzukriegen. In mehr als einem Song bauen sowohl Viejas Locas als auch Intoxicados einen kleinen 420-Moment zum Chillen in der Sonne ein.

„I Wanna Get High“ – Cypress Hill

„I wanna get high, so high“ – das wiederholt die Crew aus Los Angeles den ganzen Song über. Auf mehr als 15 Alben (Originale und Remixe zusammengezählt) haben sie uns Hunderte Tracks übers Kiffen geschenkt, darunter „Roll It Up, Light It Up, Smoke It Up“ und „Highlife“. Wenn es eine 420-Band gibt, dann diese.

„Hijo del Sol y la Luna“ – Veneno Crew

„Marihuana ist eine Pflanze, die seit Anbeginn der Menschheit genutzt wird“, erzählt die Truppe von den Kanarischen Inseln in einem Intro wie aus einer Doku – und dann bricht sofort roher, waschechter spanischer Rap los. Die Band mit 11 MCs und 2 DJs liefert verrauchte, wütende Texte und schießt mit vergifteten Pfeilen aus 420-Poesie.

„Bailar Contigo“ – Monsieur Periné

Noch eine richtig gute Band, diesmal aus Kolumbien. Monsieur Periné kommt aus Bogotá, Frontfrau ist Catalina García, und ihr Sound mischt Jazz, Pop und Folk. Ganz klar einer der schönsten spanischsprachigen Songs für eine entspannte 4/20-Session.

„Años Luz“ – Nicki Nicole

Auch Argentiniens Nicki Nicole gehört auf die Liste. Nicole Cucco ist eine der jungen Künstlerinnen, die den gefeierten argentinischen Trap prägen. Ihre erste Single „Wapo Traketero“ knackte auf YouTube 15 Millionen Aufrufe und kam auf Spotify auf fast acht Millionen Streams. „Años Luz“ ist ein Song wie gemacht für den 4/20.

„Juégale, apuéstale“ (Queen-Tribute) – Aterciopelados

Die Band hat Latin Grammys abgeräumt und gehört zu den bekanntesten Bands Lateinamerikas. Latin-Musik, vor allem die Stimme von Andrea Echeverri auf diesem Tribute, ist an diesem Tag ein echter Genuss – denn 4:20 ist Zeit zum Rauchen.

Warum klingt Musik besser, wenn du high bist?

Laut Leafly, einer der größten Cannabis-Plattformen der Welt, klingt Musik high aus mehreren Gründen oft besser:

  • Die Konzentration und Aufmerksamkeit unter Cannabis-Einfluss kann dich Details in einem Song hören lassen, über die du vorher einfach drübergehört hast
  • Du hast vielleicht das Gefühl, die Musik wirklich zu spüren: Die veränderte Wahrnehmung kann mit einer leichten Synästhesie zusammenhängen, also einer Vermischung der Sinne – du fühlst den Sound buchstäblich
  • Das Gedächtnis schrumpft zusammen und der Moment wird größer, deshalb knallt jeder Augenblick des Songs stärker.

Songs über Gras und 420-Musik überhaupt sind also mehr als nur Hintergrundbeschallung. Es ist kein Geheimnis, dass viele der beliebtesten Alben aller Zeiten, quer durch alle Genres, unter dem Einfluss von Gras in rauen Mengen entstanden sind. Kein Wunder, dass Musik und Cannabis so eng zusammengehören.

Rap und Cannabis-Kultur

Ein Genre hat dabei eine besonders enge Verbindung zu Mary Jane: Hip-Hop. Viele der besten Rap-Sessions laufen mit einem ordentlichen High – und wenn du genau auf die Texte hörst, entdeckst du wahrscheinlich überall Anspielungen aufs Kiffen.

Ein paar Beispiele gefällig? Dr. Dre zollt dem Kraut mit „The Chronic“ schon im Albumtitel Tribut. Snoop Dogg rappte in „Gin and Juice“ davon, wie er beim Fahren Indo raucht. Cypress Hill sangen „Yo quiero fumar mota“ und „Marijuano Locos“. „Pack the Pipe“ von The Pharcyde, „Take Two and Pass“ von Gang Starr, „Crumblin' Erb“ von OutKast, „Mary Jane“ von Scarface und „Doobie Ashtray“ von Devin the Dude – um nur die bekanntesten zu nennen – haben der Pflanze ebenfalls ihre Strophe gewidmet.

Und zum Schluss: Method Man und Redman lieben Gras so sehr, dass sie in „How High“ die Hauptrollen spielen – einem Film, in dem sie Weed rauchen, das sie mit der Asche ihres toten Kumpels angebaut haben.

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