Gras-Qualität erkennen: Woran du gute Buds sofort erkennst
ANBAU

Gras-Qualität erkennen: Woran du gute Buds sofort erkennst

Farbe, Geruch, Geschmack und Trichome verraten dir, ob deine Buds was taugen, oder ob sie alt, falsch getrocknet oder verschimmelt sind.

VON CosechaLibre Redaktion5 MIN LESEZEIT

Ob ein Bud gut ist, erkennst du an Farbe, Geruch, Geschmack und Trichomen. Grüne Buds mit kräftigem Geruch, frischem Geschmack und vielen weißen Trichomen sprechen für gute Qualität, braune, geruchlose oder muffig schmeckende Buds deuten auf Abbau oder Schimmel hin.

Wenn du in einem Land lebst, in dem der Cannabisverkauf reguliert ist, findest du gute Buds wahrscheinlich leicht. Du musst nur in der Abgabestelle nachfragen, woher die Buds kommen, die du kaufen willst, welche Sorte es ist, wie viel THC oder CBD drin steckt und so weiter. 

Bist du aber ein Grower der „Old School“, der zu Hause für seinen Joint oder sein Öl erntet, verlässt du dich am besten auf die Sinne, die dir die Natur mitgegeben hat, und lernst damit, einen Bud genau anzuschauen und zu beurteilen.

Woran erkennst du die Qualität von Gras?

Gutes von schlechtem Gras zu unterscheiden kann für Leute, die gerade erst einsteigen, eine echte Herausforderung sein. Kompliziert ist es aber nicht. Hier die Punkte, auf die du bei deinen Buds achten solltest.

Farbe

Die besten Buds, also frische und potente, sind meist grün oder fast komplett grün. Blaue, rote, orange und lila Töne können bei gutem Gras auch vorkommen, solange sie kein Zeichen für Pilzbefall sind. Aber ein Bud sollte niemals braun sein.

Braunes Gras ist ein Zeichen schlechter Qualität: Oxidation hat Cannabinoide, Terpene und andere wichtige Stoffe abgebaut. Wenn ein Bud alt wird und oxidiert, wandelt sich THC in CBN (Cannabinol) um, das nur noch schwach psychoaktiv ist, und der Bud verliert einen guten Teil seiner Wirkung. Der Joint macht dann eher müde als high und raucht sich schlecht, weil er schnell abbrennt. Der Rauch wird dicht und kratzig und kann Hustenanfälle auslösen. 

Geruch

Der durchdringende, unverwechselbare Cannabisgeruch ist eines der Dinge, die dir sagen: „Der Bud ist richtig gut.“

Ein klares Zeichen für schlechtes Gras: Die Buds riechen feucht oder muffig, denn dann können Pilze im Spiel sein, und das macht das Rauchen gefährlich. Gras mit wenig oder gar keinem Geruch hat wahrscheinlich zu viel Sauerstoff abbekommen, und dabei wurden die Aromastoffe (und die psychoaktiven) abgebaut.

Geschmack

Egal, ob ein Bud nach Kiefer, Käse oder Schokolade schmeckt, eins ist klar: Gutes Gras muss intensiv und frisch schmecken.

Schmeckt der Bud schlecht, gab es wahrscheinlich ein Problem mit Feuchtigkeit oder Trocknung, und damit einen Beigeschmack nach Schimmel oder Pilzen. Wenn der Joint unangenehm schmeckt, rauchst du ihn besser nicht. Schimmel und andere Verunreinigungen einzuatmen kann krank machen und der Lunge ernsthaft schaden.

Trichome

Ein weiteres Zeichen für Top-Gras sind Blüten voller Trichome. Je dicker die Schicht aus Trichomen, desto potenter das Gras. Im Idealfall sind die Trichome (auch Harz genannt) milchig-weiß, glänzend und sehen unter Mikroskop oder Lupe wie voll ausgebildete Kristalle aus.

Bei gutem Gras siehst du Harz bzw. Trichome oft schon mit bloßem Auge, mit einer Lupe aber deutlich klarer und detaillierter. In den Trichomen stecken die meisten Terpene und Cannabinoide, die einen Bud lecker und potent machen.

Gute Buds erkennst du außerdem daran, dass sie keine Samen haben, orange oder bernsteinfarbene Härchen zeigen, harzig aussehen und der Rauch sanft durch den Hals geht. 

Damit du am Ende wirklich Top-Gras hast, musst du deinen Grow täglich im Blick behalten: Growraum oder Garten brauchen optimale Bedingungen, damit die Pflanzen gesund wachsen, und du musst Schädlingen vorbeugen und Schimmel und Feuchtigkeitsproblemen beim Trocknen und Fermentieren aus dem Weg gehen. 

Qualitätsstufen: Schlechtes, mittleres und Top-Gras

Buds lassen sich in verschiedene Qualitätsstufen einteilen, nach Klebrigkeit, Terpenprofil, Geschmack, Textur und einer ganzen Reihe anderer Faktoren. Wir unterscheiden hier drei Grundkategorien: niedrige, mittlere und hohe Qualität.

Niedrige Qualität

Buds niedriger Qualität sehen traurig aus, vor allem weil sie in kleine Pakete gepresst lange Wege hinter sich haben. Bekannt als „Ziegel“ oder Pressgras, kommen sie meist als gepresste Buds oder kompakte Blöcke an. Typische Merkmale:

  • Aussehen: wenig Farbe, meist dunkel mit ziemlich braunen Tönen.
  • Haptik: leicht, bröselig, und beim Anfassen merkst du, dass es nicht richtig getrocknet wurde; dass nichts klebt, zeigt, dass kaum oder gar keine Trichome dran sind.
  • Geruch: Wenn jemand sagt „meine Buds riechen nach nichts“, solltest du hellhörig werden: Fehlender Geruch heißt fehlende oder abgebaute Terpene, oft kommen Feuchtigkeit und Schimmel dazu.
  • Geschmack: Diese Buds kratzen heftig im Hals und schmecken bitter, erdig und würzig.
  • Wirkung: Sie machen schon high, haben aber wahrscheinlich weniger THC.

Mittlere Qualität

Hierzu gehören die Buds, die Homegrower auf der ganzen Welt meistens ernten: ordentlich gedüngt, richtig gegossen und so weiter. Der Schlüssel ist aber, Hingabe und Mühe in die Arbeit zu stecken. Von schlechtem Gras unterscheiden sich diese Blüten durch folgende Merkmale:

  • Aussehen: hellere grüne Buds, eine glänzende Trichomschicht, ein kräftiger, gesunder Look und herausstehende orange Stempel. Manchmal sind zu viele Zuckerblätter dran, die die Buds größer wirken lassen.
  • Haptik: meist kompakt und klebrig, springt aber nach dem Zusammendrücken wieder in Form.
  • Geruch: angenehm und kräftig, aber nicht erschlagend.
  • Geschmack: Bei jedem Zug schmeckst du die Terpene raus.
  • Wirkung: Dank vieler Trichome und Cannabinoide deutlich stärker als Pressgras.

Hohe Qualität (Top-Gras)

Top-Gras hat einen intensiven Geschmack und eine umwerfende Wirkung. Meist stammt es von professionellen Farmen und erfahrenen Züchtern in Regionen wie Nordkalifornien, Spanien oder den Niederlanden.

Wenn du die besten Buds suchst, achte auf Folgendes:

  • Aussehen: perfekt getrimmt, nuggetförmig, farbenfroh, mit leuchtend orangen Stempeln und einer frostigen Trichomschicht.
  • Haptik: groß, klebrig und mit genau der richtigen Restfeuchte.
  • Geruch: ein komplexes, intensives Terpenprofil mit ordentlich Skunk. Unser Tipp: Mach beim Rauchen die Fenster zu.
  • Geschmack: Das Terpenprofil ist so lecker, dass deine Geschmacksknospen Party machen.
  • Wirkung: Die Cannabinoidprofile bieten ein breites Spektrum, von starker psychoaktiver Wirkung bis zu dem klaren Kopfgefühl, das typisch für CBD ist.